Ein neues Rathaus

Veröffentlicht am 23.12.2017 in Presseecho
 

Kommunalpolitische Kolumne des Gäuboten vom 23.12.2017

Von Günter Achilles, SPD-Stadtrat in Herrenberg

Zukunftslösung für moderne Verwaltungsgebäude sollte jetzt strukturell und perspektivisch angegangen werden.

Die drei Verwaltungsgebäude am Marktplatz sind baulich marode. Die "Amtsstuben" teilweise desolat bis prekär. Manche Diensträume erinnern eher an ein "Loch" als an ein modernes Büro. Die bestehende Enge mancher Arbeitsplätze lassen das Bild einer Sardinenbüchse aufkommen. Es sind also nicht nur bauliche und feuerpolizeiliche Gründe, die grundlegende Sanierungen nötig machen, sondern auch der erforderliche und deutlich gestiegene Platzbedarf unserer Verwaltung. So gesehen ist die Entscheidung des Gemeinderates, Flächen im Seeländer als Übergangslösung anzumieten richtig. Dabei sollen publikumsintensive Dienstleistungen auch zukünftig zentral im Bereich des Markplatzes angeboten werden.

Wie konnte diese Situation entstehen? Dadurch, dass seit der Gemeindereform vor über vierzig Jahren mit dem enormen Aufgabenzuwachs und stark gestiegenem Verwaltungsumfang nie grundlegend über ein weiteres zentrales modernes Verwaltungsgebäude nachgedacht wurde. Hie und da wurde zwar über einen neuen Ratssaal diskutiert, aber darüber hinaus. Dabei war auch schon vor zwanzig - dreißig Jahren die bauliche räumliche Unzumutbarkeit nicht viel anders als heute. Es ist daher auch nicht ausreichend, nur eine Zwischenlösung für den Sanierungszeitraum anzustreben. Vielmehr sollten die Übergangsjahre intensiv genutzt werden, über ein neues weiteres zentrales Verwaltungszentrum, eines weiteren Rathauses nachzudenke. Nachzudenken über den Raumbedarf, den Standort, die Architektur und auch über die Vorgehensweise und die Finanzierung. Die Anmietung im Seeländer schafft daher nicht nur Zeit für die Sanierung der Altgebäude am Marktplatz, sondern gibt auch die notwendige Luft, ein weiteres zentrales Rathaus zu realisieren. Da hierfür der Standort von entscheidender Bedeutung ist und die Stadt über große Flächenareale in der Innenstadt verfügt, ist die Zeit für solche Überlegungen günstig.

Dabei ist mir schon bewusst, das Rathäuser nicht immer die Beachtung finden, die sie verdienen, geschweige denn ein Rathausneubau. Dennoch haben wir eine hohe Verpflichtung für unsere Beschäftigten, ihnen hochwertige moderne Arbeitsplätze und -bedingungen anzubieten: Ein neues Bürgerhaus offen, einladend, mit hoher Aufenthaltsqualität für Bürger, Gemeinderäte und städtische Mitarbeiter. Ein Rathaus, mehr als nur Verwaltungsgebäude: ein lebendiger Ort von Arbeit und des Bürgers am Gemeinwesen, ein Haus, dass der ganzen Stadt gehört und den Bürgersinn einer "MitmachStadt" dokumentiert, Ort einer selbstbewussten Bürgerschaft. Standort, Bauqualität und Architektur müssen diesem Selbstbewusstsein des Bürgers entsprechen. Es wäre nach über 40 Jahren Eingemeindung auch Ausdruck, dass in dieser Zeit die Bürgerschaft aus acht Teilorten ein neues Herrenberg begründet hat.  


 

 

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