SPD Fraktion fordert Kurzticket für ÖPNV

Veröffentlicht am 27.02.2018 in Kommunalpolitik
 

Leonberger Kreiszeitung
23.02.2018
Seite 40

Für 1,40 Eu­ro durchs gan­ze               Stadt­ge­biet?

Leon­berg SPD will ein Ti­cket für die Zo­ne 46. Al­le Orts­tei­le sind da drin. Tho­mas K. Slot­win­ski (Auszug LKZ 23.2.18)

 

Die Leon­ber­ger SPD ist über­haupt nicht der Mei­nung, dass ein Kurz­stre­ck­en­ti­cket, das im ge­sam­ten Stadt­ge­biet gilt, un­rea­lis­tisch ist oder ei­nen zu gro­ßen Auf­wand be­rei­ten wür­de. „Es gibt kei­nen gro­ßen zu­sätz­li­chen Auf­wand“, sagt der SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ott­mar Pfit­zen­mai­er. „Zu­min­dest ei­nen Mo­dell­ver­such soll­ten wir un­be­dingt pro­bie­ren.“

Wie be­rich­tet, ha­ben sich die So­zi­al­de­mo­kra­ten, flan­kiert von der FDP, im Rah­men der Be­ra­tun­gen für den Haus­halt 2018 für die Ein­füh­rung ei­ner preis­güns­ti­gen Fahr­kar­te ein­ge­setzt, die in der Kern­stadt und al­len Orts­tei­len gel­ten soll.

Die Stadt­wer­ke, die in Leon­berg für den öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr zu­stän­dig sind, und auch die Stadt­ver­wal­tung selbst ha­ben je­doch skep­tisch auf die In­itia­ti­ve re­agiert. Be­grün­dung: Im Ver­kehrs­ver­bund gibt es be­reits ein Kurz­stre­ck­en­ti­cket. Das aber um­fasst nur drei Bus­hal­te­stel­len oder ei­ne S-Bahn­sta­ti­on. Al­so müss­ten die Stadt­wer­ke ei­ne Art ei­ge­nes Ta­rif­sys­tem ein­füh­ren und auch in den Bus­sen zwei Kas­sen ha­ben. Leon­ber­ger Fahr­kar­ten könn­ten we­der am Au­to­ma­ten, noch per Han­dy ge­kauft wer­den.

Für Ott­mar Pfit­zen­mai­er zie­hen die­se Ar­gu­men­te nicht. „Hat man ein Ti­cket für die Ta­rif­zo­ne 46, so ist da­mit das kom­plet­te Leon­ber­ger Stadt­ge­biet ab­ge­deckt“, er­klärt der SPD-Frak­ti­ons­chef. „Man kann al­so sehr wohl ei­ne Fahr­kar­te di­rekt über den Ver­kehrs­ver­bund an­bie­ten.“ Den Kauf­preis gibt er mit 1,40 Eu­ro an.

Pfit­zen­mai­er hält ei­ne Ver­rech­nung ei­ner Leon­berg-Fahr­kar­te mit dem Ver­kehrs­ver­bund Stutt­gart (VVS) für durch­aus mach­bar. Die Stadt kön­ne dem VVS bei­spiels­wei­se ei­nen be­stimm­ten Be­trag vor­ab zur Ver­fü­gung stel­len und nach­her ab­rech­nen: „Das wä­re auf je­den Fall ei­ne schnel­le Lö­sung im Sin­ne der Men­schen.“

Für pro­ble­ma­tisch hal­ten die So­zi­al­de­mo­kra­ten hin­ge­gen ein kos­ten­lo­ses Jah­res­abo, das in der kom­plet­ten Re­gi­on gilt. Das hat­te der Stadt­rat Frank Al­brecht von der Wäh­ler­ge­mein­schaft SALZ (Stadt, Ar­beit, Le­ben, Zu­kunft) ins Ge­spräch ge­bracht.

Nach Al­brechts Rech­nung wür­de frei­es Fah­ren in der Re­gi­on 200 Mil­lio­nen Eu­ro im Jahr kos­ten. Leon­berg wä­re dem­nach mit jähr­lich 3,5 Mil­lio­nen Eu­ro da­bei. Der SALZ-Mann be­ruft sich bei sei­nen Zah­len auf Ex­per­ten aus zu­stän­di­gen Be­hör­den.

„Die­se Rech­nung kann ich nicht nach­voll­zie­hen“, sagt der So­zi­al­de­mo­krat und frü­he­re Ban­ker Ott­mar Pfit­zen­mai­er. „Auf je­den Fall wä­re ein sol­ches Pro­jekt deut­lich lang­wie­ri­ger als ein Kurz­ti­cket.“

So kurz wä­ren die Stre­cken in der Tat nicht. Zur Zo­ne 46 ge­hö­ren al­le drei Leon­ber­ger Bahn­hö­fe von Hö­fin­gen bis Sil­ber­berg und das kom­plet­te Bus­netz. Auch Hei­mer­din­gen und Hem­min­gen sind da­bei.

Wie es mit dem Nah­ver­kehr in Leon­berg wei­ter­geht, sol­len die Stadt­rä­te auf ei­ner spe­zi­el­len Klau­sur er­ör­tern, die ur­sprüng­lich für das ers­te Halb­jahr an­ge­setzt war.

Doch noch drin­gen­der er­scheint ei­ne Haus­halts­klau­sur, auf der We­ge zur Schul­den­be­gren­zung ge­fun­den wer­den sol­len. Die ist noch vor der Som­mer­pau­se ge­plant.

 

Homepage SPD-Fraktion Leonberg

Facebook

 

 

Termine


02.07.2018, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr Kreisvorstandssitzung

16.09.2018, 10:00 Uhr - 15:00 Uhr Seefest und Flohmarkt

Alle Termine

Arbeitsgemeinschaften

 

     Logo AG 60 plus

        

Counter

Besucher:3181724
Heute:43
Online:4