Energiewende

Veröffentlicht am 06.07.2018 in Kommunalpolitik
 

Im Amtsblatt vom 4. Juli 2018 wurden Beiträge der Fraktionen und Gruppen veröffentlicht. Für die SPD-Fraktion hat diesmal Fraktionsmitglied Dr. Rüdiger Beising einen Beitrag zur "Energiewende in Leonberg" geschrieben.

Hierzu ist in den vergangenen Jahren einiges erreicht worden. Die Nahwärmeversorgung ist weiter ausgebaut worden, die energetische Sanierung städtischer Gebäude schreitet voran und die Umrüstung der Straßenleuchten auf energiesparende LED Technik ist in 2 Jahren abgeschlossen. Eine Bürgerenergiegenossenschaft wurde nicht gegründet, dafür aber eine weitere Solarstrombürgergesellschaft mit Photovoltaikanlagen auf 8 städtischen Dächern.

Untenstehend der gesamte Text aus dem Amtsblatt.

 

Energiewende in Leonberg

 

Im Wahlprogramm der SPD Leonberg waren für die Kommunalwahl 2014 zur Förderung der Energiewende drei Ziele genannt:

- Wir fordern den Ausbau der Nahwärmeversorgung (z. B. durch Blockheizkraftwerke) und die konsequente Weiterführung der energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude - auch als Vorbild für private Immobilienbesitzer.

- Wir wollen, dass eine Bürgerenergiegenossenschaft gegründet wird (Bürger und LeoEnergie/Stadt).

- Wir wollen die rasche Umrüstung aller Straßenlaternen auf die stromsparende LED Technik.

Hierzu ist in den vergangenen Jahren einiges erreicht worden. Die Nahwärmeversorgung ist weiter ausgebaut worden, die energetische Sanierung städtischer Gebäude schreitet voran und die Umrüstung der Straßenleuchten auf energiesparende LED Technik ist in 2 Jahren abgeschlossen. Eine Bürgerenergiegenossenschaft wurde nicht gegründet, dafür aber eine weitere Solarstrombürgergesellschaft mit Photovoltaikanlagen auf 8 städtischen Dächern.

Der von der SPD Fraktion 2014 eingebrachte interfraktionelle Antrag zur Nahwärmeversorgung wurde von 16 Ratsmitgliedern unterschrieben. Darin wurde die Verwaltung aufgefordert schnellstmöglich ein Nahwärmekonzept für die Neue Stadtmitte einschließlich Schulzentrum und Neues Rathaus zu entwickeln. Die Heizzentrale in der Gerhart-Hauptmann-Realschule bietet sich hierfür an, da das dort vorhandene Blockheizkraftwerk in den nächsten Jahren ersetzt werden muss. Dieser Antrag führte letztendlich zum Erfolg, die 170 Wohnungen des Layher Areals werden künftig über eine Fernwärmeleitung beheizt an der auch das Neue Rathaus angeschlossen ist. Ein erdgasbefeuertes Blockheizkraftwerk hat den Vorteil geringerer Emissionen bei gleichzeitiger Erzeugung von Strom und Wärme. Der Gesamtwirkungsgrad kann da auf bis zu 90 Prozent gesteigert werden. Die Nahwärmeversorgung soll sogar noch weiter ausgebaut werden, das daneben liegende Gebäude für 32 Wohnungen und ein Pflegeheim des im Bau befindlichen ehemaligen Brezger-Areals wird ebenfalls angeschlossen. Und das Postareal wird folgen. Die Versorgung findet gemeinsam statt durch die Stadtwerke Leonberg, die für die Heizzentrale zuständig sind und durch die Stadtwerke Sindelfingen, die das Fernwärmenetz betreiben.

Auch die energetische Sanierung von städtischen Gebäuden ist weiter voran geschritten. Gerade wird für ca. 4,5 Mio. € die Spitalschule mit Theater und Kindergarten umfassend saniert und erhält neue Fenster sowie eine Wärmedämmung auf neuestem energetischem Stand. Beim Albert-Schweizer-Gymnasium (ASG) wird noch dieses Jahr mit den gleichen Maßnahmen begonnen, nachdem die Stadt einen hohen Zuschuss vom Land Baden-Württemberg, ca. 2,2 Mio. €, zugesagt bekommen hat. Eine mindestens 20-prozentige Energieeinsparung wird erwartet. Auch das sanierte Hallenbad mit Sportzentrum verbraucht heute fast 50 Prozent weniger Energie als die alte Anlage.

Von den in Leonberg und seinen Stadtteilen vorhandenen 4157 Straßenleuchten wurden bereits in den vergangenen Jahren über 3000 auf energiesparende LED Lampen umgerüstet, die restliche Umstellung soll bis 2020 erfolgen. Hierzu gibt es auch Fördermittel vom Bund. 85 Prozent weniger Kohlendioxid wird damit erreicht und dadurch der Klimaschutz gefördert.

Die angestrebte Bürgerenergiegenossenschaft ist nicht weiter vorangekommen; hier haben sich die gesetzlichen Voraussetzungen für kleinere Genossenschaften verschlechtert. Dafür hat die Stadt dem Energiekreis weitere 8 städtische Dächer für Solarstromanlagen zur Verfügung gestellt. Es sind dies Dächer von Kindergärten, Schulen und Flüchtlingsunterkünften. Der Energiekreis der lokalen Agenda21 Leonberg hat dann eine weitere Bürgergesellschaft – LeoSolar6 – gegründet, an der sich Leonberger Bürger beteiligt haben. Die Anlagen sind 2015 – 2017 in Betrieb gegangenen. Auf insgesamt 16 städtischen Dächern, Kitas, Schulen und dem Bauhof wurden seit 2002 insgesamt Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von über 500 Kilowatt installiert, die Strom für jährlich rund 170 Familien erzeugen. 230 Leonberger haben sich hieran finanziell beteiligt und bringen die Energiewende weiter voran. Übrigens hat das Rathaus auch eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Die Energiewende kommt also in Leonberg voran. Wir werden sie weiterhin unterstützen.

Dr. Rüdiger Beising für die SPD-Fraktion

 

 

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