Gäubotebericht vom 15.03.2007 über die Hauptversammlung der Herrenberger SPD
Gäubotebericht vom 15.03.2007 über die Hauptversammlung der Herrenberger SPD
Herrenberg - (gb) Kürzlich trafen sich die Herrenberger Sozialdemokraten zu ihrer Jahreshauptversammlung. Im Gasthaus "Zum Botenfischer" tat die Ortsvereinsvorsitzende Renate Bauer-Riegger ihre Jahresbilanz kund, es fanden Nachwahlen in den Vorstand statt und einige Ehrungen standen auf der Tagesordnung.
Die 22 anwesenden aktiven Mitglieder wählten Monika Wolff, Irmgard Mink und Andreas Kegreiß als neue Beisitzer in den Vorstand. Die Kassiererin Irmgard Mink trat von ihre Amt zurück, für das Joachim Ottmar kandidierte. Die gesamten Wahlergebnisse waren sehr eindeutig und können als Vertrauensbeweis der Mitglieder gewertet werden, wie es auf Seiten der SPD heißt.
Des Weiteren wurden einige Genossen für ihre langjährige Parteizugehörigkeit geehrt: Seit 25 Jahren sind Thomas Barthel und Susanne Gotthardt-Kober Mitglied in der SPD, sie erhielten eine Urkunde und eine silberne Ehrennadel. Für ihre zehnjährige Mitgliedschaft wurden Richard Daniel Mohr und Eberhard Reichert geehrt. Außerdem erhielt Manfred Neumann für seine langjährige kommunalpolitische Mitarbeit eine Würdigung in Form eines Geschenkes. In ihrem Rückblick nannte Renate Bauer-Riegger die Baustellenrundfahrt durch Herrenberg und die Veranstaltung zu dem derzeit in der Öffentlichkeit diskutierten neuen Grundsatzprogramm der SPD als zwei der Höhepunkte auf der Ortsvereinsagenda 2006. Das Ziel, das 100. Mitglied zu erreichen, wurde zwar nicht erfüllt, dennoch zeigte sich die Vorsitzende zufrieden mit der Arbeit des Ortsvereins, die sich, "in Zeiten der großen Koalition und des auch dadurch sinkenden Politikinteresses nicht immer einfach gestaltet". Herrenbergs SPD-Fraktionsvorsitzender Bodo Philipsen unterstrich dies, indem er den Herrenberger Ortsverein als "aktiv und stabil" lobte.
In der anschließenden Diskussion bedauerten die Mitglieder die Entwicklung auf Kreisebene, unterstrichen jedoch die positiven Erwartungen, die sie in den in Kürze zu wählenden neuen Kreisvorstand setzten. Bei der allgemeinen Beurteilung der derzeitigen politischen Verhältnisse wurde Kritik am zunehmenden Politikverdruss junger Leute laut, Philipsens Vorschlag, dieser Entwicklung mit neuen Wegen der Politikvermittlung, nicht zuletzt via Internet Einhalt zu gebieten, stieß bei den Genossen auf breiten Zuspruch.
In Bezug auf das momentane politische Tagesgeschehen prangerten die Mitglieder eine möglicherweise angestrebte Privatisierung der Deutschen Bahn AG an, die "vermutlich nicht zum Vorteil der Bevölkerung wäre", so einige Mitglieder. Auch die Ausdünnung des Angebots der öffentlichen Verkehrsmittel wurde im Hinblick auf die zunehmend geäußerte Forderung, den Verkehr zu reduzieren, scharf kritisiert.
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