Sozialdemokraten ziehen Bilanz und können sieben neue Mitgliedsausweise ausgeben
Bericht des Gäuboten am 14.4.2025 über die Jahreshautpversanmlung des Ortsvereins am 7.4.2025
Es gibt für die leidgeplagten Sozialdemokraten doch noch hoffnungsvolle Signale: Der Ortsvereinsvorsitzende der Herrenberger SPD Frank Däuber konnte zu Beginn der Jahreshauptversammlung sieben Mitgliedsbücher für neue Mitglieder allein aus den letzten Wochen präsentieren. „Damit sinkt unser Altersschnitt deutlich unter 60 Jahre“, merkte Däuber in einer Pressemitteilung des SPD-Ortsvereins lächelnd an. Dass vieles bei den Herrenberger Sozialdemokraten besser läuft als anderswo in der Partei. ...
...Es gibt für die leidgeplagten Sozialdemokraten doch noch hoffnungsvolle Signale: Der Ortsvereinsvorsitzende der Herrenberger SPD Frank Däuber konnte zu Beginn der Jahreshauptversammlung sieben Mitgliedsbücher für neue Mitglieder allein aus den letzten Wochen präsentieren. „Damit sinkt unser Altersschnitt deutlich unter 60 Jahre“, merkte Däuber in einer Pressemitteilung des SPD-Ortsvereins lächelnd an. Dass vieles bei den Herrenberger Sozialdemokraten besser läuft als anderswo in der Partei. ... wurde an dem Bericht des Vorstands deutlich: Es gibt keine Konflikte zwischen Vorstand und Mitgliedern und zwischen Vorstand und Fraktion. Es gelingt mit den zahlreichen geselligen Veranstaltungen wie Neujahrswanderung, Grillfest, Jahresabschlussessen oder Stammtischen viele Mitglieder anzusprechen und ins Gespräch zu bringen. Am wichtigsten sei es aber, dass der Herrenberger Ortsverein im Kreis für sein klares sozial-ökologisches Profil bekannt sei, so der Fraktionsvorsitzende Bodo Philipsen in seinem Dank an den Vorstand. Nicht nur bei „Herrenberg bleibt bunt“ habe die SPD inzwischen auch eine Mittlerfunktion zwischen den unterschiedlichen anderen Positionen.
Dass Wahlen ohne die intensive Arbeit vor Ort kaum vorzustellen sind, wurde am Bericht Däubers über die Kommunal-, Europa- und Bundestagswahlen deutlich. Von der Kandidatenfindung, über die Programmformulierung bis hin zur Gestaltung der Wahlkampfmaterialien sei sehr viel Arbeit zu leisten. Beim Aufhängen der Plakate, beim Verteilen der Broschüren, vor allem aber an den Straßenständen müsse man sich dem Dialog mit den Bürgern stellen, was in den aufgeheizten Zeiten nicht jedermanns Sache sei. Der Kassierer des Ortsvereins zeigte sich trotz hoher Ausgaben für die Wahlen am Ende mit dem Kassenstand zufrieden. „Große Spenden haben uns vieles ermöglicht“, so Joachim Ottmar. In den sozialen Medien sei die Partei nun auch präsent, was insbesondere für die Ansprache Jüngerer immer bedeutsamer sei. Als sehr hilfreich erweist sich für die kleiner gewordene Gemeinderatsfraktion die Unterstützung durch den Arbeitskreis Kommunalpolitik, der die Räte in ihrer Arbeit unterstützt, meinte Petra Menzel.
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung berichtete der Regionalrat und Kreistagsfraktionsvorsitzende Dr. Tobias Brenner über seine Arbeit. In der letzten Sitzung der Region wurde die Fläche Herrenbergs für Windenergie aus den Vorrangflächen herausgenommen, weil sie in einer Wasserschutzzone 2 liegt (der „Gäubote“ berichtete). „Das bedeutet aber nur, dass nun das Landratsamt als Genehmigungsbehörde prüfen muss, ob eine Befreiung stattfinden kann“, so Brenner. „In vier Wochen wissen wir mehr.“ Brenner sieht Zusagen für Herrenberg-Klinik stehen Obwohl der Kreis Böblingen die höchste Steuerkraftsumme aller Landkreise im Land hat, kann auch er seine Ausgaben nicht mehr decken, ließ Brenner wissen. Die Kosten für soziale Eingliederungshilfe, Krankenhaus und ÖPNV seien die Ursache für ein Defizit von mehr als neun Millionen. Er bekannte sich dennoch zur Fortführung der Förderung des Hauptschulabschlusses im Rahmen der Hasa, zum Frauen- und Kinderschutzhaus oder zur Bürgerbaugenossenschaft des Landkreises. Die Zusagen für das Krankenhaus Herrenberg stünden, auch wenn die Palliativstation nochmals mit der Landesgesetzgebung in Einklang gebracht werden müsse. Für die Notfallpraxis hätten sich die Gespräche mit den Kassen bisher als wenig hoffnungsvoll erwiesen, weswegen man sich auch eine Klage vorbehalte. Der Diskussionsbedarf bei diesen Themen erwies sich dann als so groß, dass man in einer weiteren Versammlung nochmals Regional- und Kreisthemen aufrufen werde.