Wohnen, Chancengerechtigkeit sowie Transformation von Wirtschaft und Mobilität – SPD-Kandidat Hambach startet in den Landtagswahlkampf
Am vergangenen Freitag, den 3. Juli 2020, präsentierte Jan Hambach, der einzige Bewerber um die SPD-Landtagskandidatur im Wahlkreis 6 Leonberg/Herrenberg sowie Stadt- und Kreisrat aus Renningen, die Themen, mit denen er in den bevorstehenden Landtagswahlkampf ziehen möchte. Unter strenger Beachtung der Corona-Vorschriften skizzierte der 25 Jährige nach einer Einführung durch den örtlichen SPD-Vorsitzenden Robin Voss vor knapp 40 Gästen im Biergarten „Zum Waldrauschen“ in Nufringen seine drei Themenschwerpunkte: Wohnen, Chancengerechtigkeit sowie Transformation von Wirtschaft und Mobilität.
Das Thema Wohnungsknappheit ist in der Region seit vielen Jahren ein großes Problem: „Wohnen ist ein Recht, das allen zusteht. Natürlich brauchen wir für eine Trendumkehr einige Jahre. Aber wann sollen wir anfangen, wenn nicht jetzt?“, so der studierte Volkswirt. „Prinzipiell sollte die öffentliche Hand keine Grundstücke mehr an Investoren verkaufen, vielmehr sollte sie verstärkt versuchen, welche zu erwerben und diese gemeinsam mit Bauträgern gezielt zu entwickeln. Leerstand muss akquiriert werden. Zudem können wir mit Genossenschaften, Unternehmen und Baugemeinschaften kooperieren, um deutlich günstigeren Wohnraum zu schaffen, als viele private Investoren dies tun.“
Ein weiterer Themenschwerpunkt müsse die Stärkung der Chancengerechtigkeit durch die Weiterentwicklung der Gemeinschaftsschulen sein. Hierzu führte Hambach aus: „In Gemeinschaftsschulen geht es vor allem darum, dass Kinder ihre eigene Persönlichkeit entwickeln, dass ihre individuellen Stärken und Schwächen gesehen werden und niemand pauschal aussortiert wird. Der Leistungsgedanke kommt da nicht zu kurz. Die grün-schwarze Landesregierung setzt die Axt an dieses mühsam aufgebaute Erfolgsmodell.“ Aber auch der weitere Ausbau der Kinderbetreuung und das Ziel, dass der Kita-Besuch für die Eltern gebührenfrei wird, stehen bei Hambach auf der Agenda. Hierfür macht sich vor allem die Altenpflegerin und Mutter eines anderthalbjährigen Sohnes Pia Ellen Böttcher stark, die sich für die Zweitkandidatur bewirbt.
Gerade die Corona-Krise habe gezeigt, wer die wahren Leistungsträger*innen in dieser Gesellschaft seien. „Das sind diejenigen, die in den sogenannten „systemrelevanten Berufen“ arbeiten, aber auch kleine und mittlere Unternehmen. Dafür braucht es zum einen anständige Löhne und Arbeitsbedingungen, zum anderen aber auch eine Politik, die sich nicht nur an Großkonzernen orientiert.“
Als letzten Schwerpunkt setzt Hambach auf eine Transformation unserer Wirtschaft sowie eine nachhaltigere Mobilität: „Ich glaube, es ist wichtig, die SPD klar ökologisch auszurichten. Für mich ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir alles dafür tun, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten.“ Gerade im hiesigen Automobillandkreis werde dies sehr emotional diskutiert. Mit einem Augenzwinkern wies Hambach den Vorschlag zurück, er möge doch lieber zu den Grünen wechseln: „Es ist eine ursozialdemokratische Frage, unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem immer wieder ganz grundsätzlich zu hinterfragen. Ein guter Vorschlag der IG Metall ist ein öffentlicher Beteiligungsfonds, der Geld insbesondere an Zulieferer gibt, die sich verpflichten, neue Geschäftsfelder zu entwickeln, Arbeitsplätze zu sichern und ihre Beschäftigten weiter zu qualifizieren.“ Gerade hier im Landkreis Böblingen sei man darauf angewiesen, dass sich die Landesregierung nicht länger Zeit lasse. „Wir brauchen einen Strukturwandel – keinen Strukturbruch!“ bringt es Hambach auf den Punkt. „Ein Ministerpräsident, der es sich nur allzu gemütlich gemacht habe, brauche neuen Antrieb.“
Die stellv. Landesvorsitzende und Kreisvorsitzende der SPD
Der 1994 in Leonberg geborene Hambach hat Wirtschaftswissenschaften in Hohenheim studiert, war nach seinem Abschluss in der Stabsstelle der Industrie und Handelskammer im Kreis Böblingen beschäftigt und ist momentan Landesgeschäftsführer der Jusos Baden-Württemberg, der SPD-Jugendorganisation mit ca. 6.000 Mitgliedern im Südwesten. In seiner Freizeit trainierte er in Renningen Karate und war nach dem Abitur im Rahmen eines Freiwilligendienstes Rettungssanitäter in Leonberg.

Kick-Off zur Landtagswahl - Jan Hambach stellt sich vor
Der designierte SPD-Landtagskandidat für den Wahlkreis Leonberg-Herrenberg Jan Hambach startet am 3. Juli in Nufringen in den Landtagswahlkampf. Im Biergarten zum Waldrauschen (Röseweg 11) stellt der 25 jährige Renninger ab 19 Uhr sich und seine Themen vor. Hierzu erklärt der Stadt- und Kreisrat: „Neue Ideen und Dialogbereitschaft sollen meine Kampagne prägen, mir ist es aber vor allem wichtig, dass Interessierte mir Themen mit auf den Weg geben können“. So möchte er auch seinen Wahlkampf unter das Motto: „#FürUns“ stellen und dadurch deutlich machen, dass für ihn der direkte Dialog, die lokale Verwurzelung und das Gemeinsame im Mittelpunkt steht.
Dazu passt auch der Ort der Auftaktveranstaltung. Der Biergarten zum Waldrauschen bietet die besten Voraussetzungen, fördern doch die gemütliche Atmosphäre und gutes Essen den Austausch untereinander. Eingeladen sind explizit auch diejenigen, die bisher keine Nähe zur SPD haben, sich aber informieren möchten oder ein Anliegen haben, das sie Jan Hambach und seinem Team mit auf den Weg geben wollen.
Natürlich werden bei dieser Veranstaltung alle gültigen Corona-Bestimmungen umgesetzt. Bei gutem Wetter können die Gäste auch im Freien sitzen. Nufringen ist mit der S-Bahn gut erreichbar. Parkplätze stehen beim Biergarten zur Verfügung.
Am 24. Juli 2020 ist es dann endlich soweit. In der Stegwiesenhalle in Renningen findet um 19:45 Uhr die offizielle Nominierung des SPD-Kandidaten im Wahlkreis Leonberg für die Landtagswahl statt.
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