Prüfung von Alternativen zum Parkhaus „Hindenburgstraße“

Veröffentlicht am 04.02.2019 in Gemeinderatsfraktion
 

Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung Alternativen zu einem Parkhaus an der Hindenburgstraße zu prüfen.

  • Sanierung und Vergrößerung der Altstadtgarage, evtl. gemeinsam mit einer Neugestaltung der Parkgarage des Hotel Hasen
  • Parkhaus an der Mariengarage in der Fläche des Landkreises,
  • Parkhaus Tiefgarage Hasenplatz,
  • Parkhaus Volkshochschule im Rahmen eines Neubaus des Schulgebäudes

Begründung:

Ein neues Parkhaus für die Bewohner der östlichen und südlichen Teile unserer Stadt ist erforderlich, insbesondere, wenn die Parkplätze auf dem Graben und entlang der Hindenburgstraße entfallen. Wir müssen auch für die Anwohner und Angestellten in der Altstadt Parkmöglichkeiten vorsehen. Außerdem entsteht Parkplatzbedarf durch eine neue Nutzung des Fruchtkastens. Auch die Logik des Verkehrsplaners Büro Brenner, durch Parkhäuser auf beiden Seiten des Schickplatzes die Überfahrungsnotwendigkeiten des Platzes zu verringern, wird geteilt.

Die Einwände gegen ein Parkhaus an der Hindenburgstraße sind allerdings sehr berechtigt:

  • Die Zufahrt zu diesem Parkhaus würde erneut den Straßenraum auf der Hindenburgstraße ausweiten, es entstünde eine neue Signalanlage, der Verkehr auf der Hindenburgstraße würde in seinem Fluss zusätzlich gestört. Alles dies wollen wir mit den Maßnahmen zur Modellstraße gerade unterbinden.
  • Das Parkhaus wird Autoverkehr von allen Richtungen in den innersten Bereich der Stadt hineinziehen, wo wir sie gerade nicht mehr haben wollen. Der Parksuchverkehr würde genau den Verkehr auf dem Schickplatz wieder erhöhen.
  • Eine sichere und attraktive Fußwegequerung der Parkenden über die Hindenburgstraße ist bisher nicht geplant und kann an der Stelle des Parkhauses zusätzlich zu den Querungen an der Schulstraße und über den Schickplatz auch nicht realisiert werden. Umwege sind also programmiert.
  • Das Parkhaus wird Autoverkehr in den innersten Bereich der Stadt hineinziehen, wo wir sie gerade nicht mehr haben wollen. Der Parksuchverkehr würde genau den Verkehr auf dem Schickplatz wieder erhöhen.
  • Das Parkhaus würde die Freiräume der Albert-Schweizer-Schule weiter einschränken und damit die Existenz der Schule gefährden. Schon heute hat die Schule nur sehr begrenzte und dringend sanierungsbedürftige Außenflächen.
  • Das Parkhaus ist kein interessantes Angebot für die Besucher des Fruchtkastens.
  • Das Parkhaus müsste mit dem Wegfall der letzten Grünflächen in diesem Bereich teuer erkauft werden.
  • Es würde sehr kurzfristig gedacht sein, weil in direkter Nachbarschaft große Flächen als Parkbrachen unterwertig genutzt das Stadtbild beeinträchtigen.

Ein Parkhaus Hindenburgstraße stößt in weiten Teilen der Bevölkerung auf großen Widerstand und polarisiert die Bürgerschaft.

Ein Parkhaus im Bereich der bestehenden Altstadtgarage hat die gleiche fußläufige Entfernung zur Altstadt wie ein Parkhaus Hindenburgstraße. Es würde leichter verkehrlich erschlossen werden können. Es böte die Möglichkeit auch für Besucher des Fruchtkastens. Das bisherige Parkhaus ist sehr verwinkelt und dringend sanierungsbedürftig. Gemeinsam mit der Fläche des Parkhauses Hotel Hasen ergäbe sich eine Potentialfläche, die unserem Bedarf voraussichtlich decken kann. Über einem gemeinsamen Parkhaus könnten Hotelzimmer oder/und Wohnraum entstehen.
Da der Landkreis seine Flächen an der Marienstraße gerade neu überplant, könnte man auch hier ein Parkhaus in die Diskussion bringen.
Das alte VHS-Gebäude ist in keinem guten Zustand. Mittelfristig gedacht könnte es einem Neubau weichen, der ein Parkhaus integrieren könnte.
Am Hasenplatz sind große Flächen, die eventuell unter dem Straßenraum ein Parkraumangebot ähnlich in Ulm bieten können. Die ansteigende Topographie unterstützt diese Überlegungen.
Mit allen diesen Varianten würde eine Stärkung des Einkaufslage Tübinger Straße gestärkt werden.
Unabhängig vom Bau eines Parkhauses „Hindenburgstraße“ könnte man die Anbindung des Parkhauses der Volksbank neugestalten und somit die Moltkestraße weitgehend autofrei bekommen, damit dort eine Fuß- und Radwegeachse aus dem Süden in die Stadt entstehen kann.

Für die SPD-Fraktion

Bodo Philipsen, Vorsitzender

 

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