„Nachdem wir uns in den letzten Monaten regelmäßig getroffen haben, neue Mitglieder gewinnen konnten und uns in verschiedene, kommunale Themen eingearbeitet haben, ist es uns nun gelungen, einen Vorstand zusammenzustellen, mit dem wir zukünftig die Politik in Herrenberg und Umgebung aktiv mitgestalten möchten“ erläutert der neue Vorsitzende Eren Gürbüz, der in der Herrenberger SPD aktiv und in der Partei auf Kreisebene für die Themen Migration und Integration verantwortlich ist. Zur neuen Arbeitsgemeinschaft gehören neben Herrenberg auch Gäufelden, Aidlingen, Jettingen, Bondorf, Nufringen, Mötzingen und Deckenpfronn.
„Wir wollen jungen Menschen in Gäufelden durch eine kontinuierliche Arbeit vor Ort, die Möglichkeit geben, sich aktiv einzubringen und Politik mitzugestalten“, so Julia Jacob, die als eine von sieben Personen als stellv. Vorsitzende der Jusos Herrenberg und Gäu gewählt wurde.
Neben Jacob wurden auch Robin Voss aus Nufringen, Hannah Koch, Emre Boğazköy, Felix Leonhardt, Jannis Ahlert sowie Gianluca Kammerer aus Herrenberg als Stellvertreter in den Vorstand gewählt. Bei der SPD Herrenberg werden die Jusos durch Tom Reinartz vertreten.
Der Juso-Kreisvorsitzende Jan Hambach erklärt: „Mit dieser Wahl sind wir Jusos wieder im ganzen Kreis auf lokaler Ebene vertreten und können die Partei so nachhaltig stärken.“ Zukünftig soll es regelmäßige Treffen, Veranstaltungen und Aktionen geben.
Weitere Informationen über die Arbeitsgemeinschaft gibt es im Internet unter: www.jusos-bb.de oder auf der Facebook-Seite.
Eine stattliche Zahl von SPD-Mitgliedern und Freunden der SPD aus dem Oberen Gäu tauschten sich über Ursachen, Wirkungen und Umgang mit Populismus aus. Nach einer Einführung auf Basis eines Vortrags von Prof. Dr. Renn (Uni Stuttgart, IASS Potsdam) zum Thema Populismus welche Rolle z.B. der „Echoeffekt“ dabei spielt (Erklärung: der Effekt, dass man im Internet für alles, was man selber glaubt, eine Bestätigung findet), welcher Aussage kann man heute noch trauen (direkte Erfahrungen fehlen häufig bei kontroversen Themen wie etwa der Finanzkrise oder dem Ozonloch), suche nach peripheren Gründen, weil man die zentralen Gründe nicht mehr beurteilen kann, das Vermeiden von Kontakten mit Andersdenkenden, sich ja nicht verändern zu müssen- so landet man im moralisch luftleeren Raum. Wenn dann noch die Anonymität des Internets dazu kommt, fallen alle Hemmungen. Die so entstehende, vergiftete Kommunikation lässt keinen wirklichen Austausch und keine konkrete Lösungsfindung mehr zu.
Also: Es ist nicht gut mit Populisten in Wettstreit zu treten und sie evtl. versuchen zu übertreffen! Die Welt ist komplexer geworden, man kann sie nicht in Kurzform erklären! Man braucht „Offene Räume“, wo Menschen Begegnungen und einen Gedankenaustausch erleben. Man braucht die Transformation vom Diskutierten zum Runden Tisch. Verantwortung für das Gesagte wird oft erst am Runden Tisch übernommen, wenn das Gesagte den Argumenten Anderer standhalten muss. Eine Möglichkeit dazu ist die Mitwirkung an politischer Gestaltung.
Nach diesen Erläuterungen kamen die Teilnehmer natürlich sofort auf die aktuellen Nutzer populistischen Gedankenguts zu sprechen.
Wenn Politiker wie Trump Schimpfkannonaden auf Medien oder Erdogan auf Deutschland (indem sich anscheinend ca. 3 Mio. türkische Bewohner so wohl fühlen, dass sie nicht ins Erdogan-Land umsiedeln wollen) loslassen, zeigt dies, dass die Argumente ihrer politischen Ausrichtung so dürftig sind, dass sie keiner ernsthaften Diskussion standhalten.
Die Frage aus der Runde warum die in Deutschland lebenden Türken sich in den letzten Wochen sehr ruhig zu der Besuchsthematik türkischer Politiker verhielten, wurde der Angst zugeordnet, dass bei eventuellen Türkeibesuchen der Andersdenkenden diese verhaftet werden könnten, wie ein Insider erläuterte.
Die Runde kam nach lebhafter Diskussion zu dem Ergebnis, dass unser Land populistische Reden, Zwiespalt säende, beleidigende Aussagen (Nazi) durchschaut und aushält. Wir sollten Herr Erdogan also nach Deutschland kommen lassen. Dass unsere türkischen Mitbewohner hier in Deutschland sich aber auch ein Bild über die Zustände in der Türkei und die dortigen Reden des Herrn Erdogan sehr wohl anhand türkischer, aber auch deutscher Fernsehsender machen können, die Kosten des Erdoganbesuchs in Deutschland also besser in Kindergärten für türkische und deutsche Kinder investiert werden könnten, wurde nicht weiter diskutiert.
Bertram Bader
SPD Jettingen
Die Jahreshauptversammlung des SPD Ortsvereins am Samstag Nachmittag war gut besucht und vor allem es waren eine ganze Reihe junge Gesichter zu sehen. Und Neueintritte gab es auch. Die LKZ hat hierüber berichtet.http://www.leonberger-kreiszeitung.de/inhalt.leonberg-die-s…
Gäubote vom 27.03.2017
Herrenberg: Die SPD blickt auf Aufs und Abs zurück
Hoffnungsvoll war man ins Jahr 2016 gestartet, nach der Landtagswahl im März machte sich Enttäuschung breit, zum Jahresende spürte man einen Aufwind, der sich auch beim Zuwachs der Mitgliederzahlen um neun Genossen bemerkbar machte: Bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend blickte der SPD-Ortsverein Herrenberg auf turbulente Monate zurück.
Von Sabine Haarer
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