
Foto: Ferdinando Puccinelli
Der SPD-Ortsverein Waldenbuch hat am Mittwoch, 29. April 2026, seine Jahreshauptversammlung im AWO-Häusle abgehalten.
Im Mittelpunkt standen der Rückblick auf das vergangene Jahr, die Ehrung langjähriger Mitglieder sowie die Neuwahlen des Vorstands.
Nach der Eröffnung durch den bisherigen Vorsitzenden Harald Jordan gedachte die Versammlung des verstorbenen Mitglieds Siegfried Schulz.
Anschließend wurden Karin Heißwolf und Walter Keck für jeweils 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD geehrt. Marco Cianci wurde für 10 Jahre Parteizugehörigkeit ausgezeichnet. Diese Ehrungen machten deutlich, wie sehr der Ortsverein von langjährigem Engagement und kommunalpolitischer Verbundenheit geprägt ist.

Foto Georg Göpfert
Im Rechenschaftsbericht blickte Elaine Rauhöft auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück, darunter Vorstandssitzungen, Mitgliederversammlungen, die Beteiligung am Volkstrauertag, der Neujahrsempfang sowie die Arbeit rund um die Landtagswahl. Harald Jordan berichtete zudem von zwei Neueintritten, blickte auf 17 Jahre Vorstandstätigkeit zurück und dankte den Mitgliedern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Kassiererin Rosa Maria Drodofsky legte einen geordneten Kassenbericht vor. Die Revisoren bestätigten eine vorbildliche Kassenführung, woraufhin Kassiererin und Vorstand entlastet wurden.
Bei den anschließenden Wahlen wurde eine neue Doppelspitze gewählt: Ingrid Münnig-Gaedke und Ferdinando Puccinelli führen künftig gemeinsam den SPD-Ortsverein Waldenbuch.
Als stellvertretende Vorsitzende wurden Helga Göpfert und Klaus Meyer gewählt.
Rosa Maria Drodofsky bleibt Kassiererin, Georg Göpfert übernimmt das Amt des Schriftführers sowie die Mitgliederarbeit.
Für die Öffentlichkeitsarbeit wurden Georg Göpfert und Klaus Meyer gewählt.
Als Beisitzerinnen und Beisitzer gehören Elaine Rauhöft, Walter Keck, Süleyman Akarsu, Florian Mertens, Angelika Ruck und Harald Jordan dem Vorstand an.
Alfred Müssle und Ulrich Doster wurden als Revisoren bestätigt.
Der Kreisvorsitzende Samet Mutlu übernahm die Wahlleitung und gab der Versammlung einen kurzen Einblick in aktuelle Entwicklungen innerhalb der SPD.
Aus dem Gemeinderat berichtete Walter Keck über kommunalpolitische Themen wie Kindergarten, Haushaltslage, Solarpark Reishalde, Bevölkerungsschutz, kommunale Wärmeplanung, Wohnbauentwicklung und Parkraummanagement.
Die Jahreshauptversammlung zeigte: Der SPD-Ortsverein Waldenbuch verbindet Erfahrung mit neuer Verantwortung und will sich weiterhin aktiv in die politische Gestaltung Waldenbuchs einbringen.
Ferdinando Puccinelli

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai rufen die SPD Baden-Württemberg und ihre Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (AfA) zur landesweiten Teilnahme an den Kundgebungen des DGB auf. Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ unterstützen die Sozialdemokraten die Veranstaltungen gegen die aktuelle Entlassungswelle in der Industrie.
Andreas Stoch, Landesvorsitzender der SPD Baden-Württemberg, kritisiert die Strategien vieler Konzerne scharf:
„Während Unternehmen über Jahrzehnte Rekordgewinne eingefahren haben, landen nun ausgerechnet die Menschen auf der Straße, die diesen Wohlstand erarbeitet haben. Es ist unanständig, loyale Beschäftigte für ein paar Prozente mehr Rendite vor die Tür zu setzen.“
Für Stoch ist klar, dass die Mitarbeitenden nicht für Managementfehler haften dürfen:
„Die Arbeitnehmer haben diese Krise nicht verursacht. Sie dürfen jetzt nicht die Zeche zahlen, während die Aktionäre weiter abkassieren. Wer die Zukunftsfähigkeit Baden-Württembergs sichern will, muss in Köpfe und Innovationen investieren, statt an der sozialen Sicherheit zu sägen.“
Die AfA Baden-Württemberg unterstreicht die Dringlichkeit der Kundgebungen. Der Landesvorsitzende Daniel Sauerbeck ruft alle Bürger zum Mitmachen auf:
„Der 1. Mai ist kein gemütlicher Feiertag, sondern unser Kampftag für Gerechtigkeit. Gute Arbeit, faire Löhne und sichere Arbeitsplätze sind kein Luxus, sondern die Grundlage für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
„Ein starker Sozialstaat gibt uns Beschäftigten Sicherheit. Deshalb setzen wir auch ein Zeichen gegen die Angriffe auf den 8-Stunden-Tag, unsere Rente oder Kürzungen in der Gesundheitsvorsorgung. Wir lassen nicht zu, dass diese soziale Basis zerstört wird.“
Stuttgart, 29.04.2026

Hinter uns liegt eine Bundeskonferenz voller Energie, klarer Kante und zukunftsweisender Weichenstellungen. Am 18. und 19. April 2026 kam die AfA-Bundeskonferenz in Duisburg zusammen, um unter dem Eindruck einer herausfordernden politischen Gesamtsituation die Stimme der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der SPD und darüber hinaus lautstark zu vertreten.
Konferenzort war das thyssenkrupp Steel Europe Bildungszentrum in Duisburg – als AfA stehen wir nicht nur sinnbildlich an der Seite der Beschäftigten, sondern sind die Herzkammer der SPD.
Zu Gast waren neben der SPD-Landesvorsitzenden NRW Sarah Philipp, dem Oberbürgermeister von Duisburg Sören Link, dem Bundestagsabgeordneten Jan Dieren sowie dem DGB-Landesvorsitzenden NRW Thorben Albrecht zahlreiche weitere Gäste.
Die Konferenz startete am Samstag mit einer klaren Botschaft unserer Bundesvorsitzenden Cansel Kiziltepe. In ihrem Grußwort betonte sie die zentrale Rolle der AfA als Herzstück der SPD.
Ein besonderes Highlight war das Panel „Stahl ist Zukunft“. Gemeinsam mit Bärbel Bas (SPD-Parteivorsitzende und Bundesministerin für Arbeit und Soziales), Wilfried von Rath (CHRO und Arbeitsdirektor der thyssenkrupp Steel Europe AG), Tekin Nasikkol (Gesamtbetriebsratsvorsitzender der thyssenkrupp Steel Europe AG) und Stefan Körzell (Mitglied im geschäftsführenden DGB-Bundesvorstand) wurde deutlich:
• Die Transformation der Industrie – insbesondere im Stahlbereich – gelingt nur mit Mitbestimmung.
• Soziale Sicherheit muss gewährleistet bleiben.
• Ein enger Schulterschluss mit Gewerkschaften und Betriebsräten ist unverzichtbar.
Diese Konferenz hat gezeigt: Wir sind nicht nur die Stimme der Arbeitnehmer*innen – wir sind ihr Rückgrat in bewegten Zeiten. Gerade in Zeiten, in denen Populisten einfache Antworten versprechen, sagen wir:
Es gibt keine einfachen Antworten – aber es gibt gerechte Lösungen. Und dafür kämpfen wir!
Nach dem Rechenschaftsbericht des Bundesvorstandes standen wichtige Wahlen an. Wir haben ein starkes Team für die kommenden zwei Jahre gewählt, das die Interessen der Beschäftigten in die Partei und die Bundespolitik tragen wird.
Bestätigt im Amt wurde unsere Vorsitzende Cansel Kiziltepe mit 91,1 %.
• Ronja Endres – 95,62 %
• Matthias Disterheft – 83,94 %
• Erik von Malottki – 83,94 %
• Nils Diesel – 81,02 %
• Peter Müller – 77,37 %
Die Bundeskonferenz hat gezeigt: Die AfA ist bereit. Wir sind die Kraft, die für Tarifbindung, Mitbestimmung und einen starken Sozialstaat streitet.
Ein herzlicher Dank geht an alle Delegierten, Gäste und Redner*innen wie Maike Finnern (GEW) und Uli Schmidt (DB Cargo), die unsere Debatten bereichert haben.
Wir haben bei der Antragsberatung deutliche Zeichen gesetzt. Die AfA bleibt das Bollwerk gegen soziale Kürzungen und Arbeitszeitflexibilisierung zu Lasten der Beschäftigten.
Unter dem Titel „GUTE ARBEIT, MEHR TARIFBINDUNG UND EINE STARKE DEMOKRATIE“ haben wir unser Fundament zementiert.
Wir kämpfen für eine gerechte Gestaltung der Zukunft, bei der die Menschen im Mittelpunkt stehen – nicht die Rendite.
• Hände weg vom 8-Stunden-Tag: Versuchen, die tägliche Höchstarbeitszeit aufzuweichen, erteilen wir eine klare Absage.
• Lohnfortzahlung verteidigen: Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist eine Errungenschaft, an der wir nicht rütteln lassen. Rückschritte wird es mit uns nicht geben.
• Azubi-Wohnen: Wir fordern eine gesetzliche Grundlage für bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende. Mobilität darf nicht am Geldbeutel scheitern.
• Betriebsräte fördern: Ein nationaler Aktionsplan soll die Gründung von Betriebs- und Personalräten erleichtern und schützen.
Die AfA unterstützt geschlossen die Petition der „Initiative Faire Landarbeit“.
Unsere Forderung an die Bundesregierung ist klar:
Keine Mindestlohn-Ausnahmen bei Saisonarbeiter*innen!
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort – ohne Wenn und Aber.
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