Auf der Jahreshauptversammlung des OV Leonberg am 5. April war das Thema Krankenhaus das beherrschende Diskussionsthema. Auch über eine mögliche Privatisierung wurde diskutiert aber wegen der möglichen Folgen für die Mitarbeiter abgelehnt. Etwas anderes sieht es aus bei der Robert-Bosch Stiftung, die mehrere Krankenhäuser in Stuttgart betreibt. Christa Weiß erklärt dazu in der LKZ vom 17. April, "dass das Robert-Bosch Krankenhaus sehr erfolgreich im Sinne der Menschen arbeitet". Die SPD in Leonberg begrüßt deshalb den Vorstoß von OB Schuler mit der Robert-Bosch Stiftung in Gespräche über eine mögliche Kooperation einzutreten. Die auf der Jahreshauptversammlung beschlossene Resolution, die die Suche nach solchen alternativen Lösungen fordert, finden Sie untenstehend.
SPD Ortsverein übergab die Ruhebank am Mauremer Weg am Sonntag dem 23. März an die Schönaicher Bürgerschaft.
Wer wissen will, wie sich die vom SPD Ortsverein am Westrand gepflanzten Schönaicher Rosenapfelbäume entwickeln, kann das jetzt auch ganz in Ruhe beobachten. Denn am 23. März hat der Ortsverein mit seinem Vorsitzenden Günter Wolfsgruber im Beisein der Gemeinderatsfraktion mit Norbert Weinmann, Kirsten Rebmann, Dr. Horst Nebelsieck und Gaetano Venezia, der Schönaicher Bürgerschaft eine Ruhebank übergeben. Diese wurde stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger von unserem Bürgermeister Tobias Heizmann in Empfang genommen. Vielen Dank dafür!
Anwesend waren auch die meisten unserer SPD-Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderatswahl.
Pfarrer Dr. Dieter Heidtmann
Evangelische Akademie Bad Boll
Europa eine Seele geben
Vortrag in Schönaich am 9. April 2014
1. Europäische Träume
Am Anfang der Geschichte Europas steht ein Traum: Als der Göttervater Zeus die liebliche Europa, die Tochter Asiens, entdeckt, ist er von ihrer Schönheit ganz hingerissen und entführt sie mit den Worten: "Sei unbesorgt, du Schöne, denn einer herrlichen Zukunft trage ich dich entgegen!“
Am Anfang der Geschichte des Christentums in Europa steht ebenfalls ein Traum: Dem Apostel Paulus erschien auf seiner Missionsreise entlang der Westküste der heutigen Türkei mitten in der Nacht „ein Mann aus Mazedonien“. Dieser bittet ihn, „komm herüber und hilf uns“. Die Apostelgeschichte berichtet, wie Paulus mit seinen Begleitern umgehend
nach Griechenland aufbricht, „gewiss, dass uns Gott dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen“. (Apostelgeschichte 16,9-10). Sie nehmen das nächste Schiff und gelangen in die römische Kolonie Philippi, wo sie bei einer gottesfürchtigen Frau mit Namen Lydia, einer Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira Aufnahme finden. Lydia bildet dann mit ihrer Familie den Kern der ersten europäischen Gemeinde.
Diese Geschichte ist aus verschiedenen Gründen spannend. Sie erinnert daran, dass die Wurzeln der christlichen Kultur in Kleinasien liegen, auf der anderen Seite des Mittelmeers. Die erste europäische Christin war demnach eine Frau aus der heutigen Türkei, im Übrigen keine rechtlose und verfolgte Frau, sondern eine wohlhabende Tuchhändlerin. Lydia hat nach der Apostelgeschichte auch die erste christliche Gemeinde in Europa geleitet. Eine reiche türkische Frau als Leiterin der ersten christlichen Gemeinde
in Europa – vielen unserer Kirchen fehlt heute schon die Vorstellungskraft für eine Situation, die zu biblischen Zeiten eine ganz selbstverständliche Realität in Europa war.
Am Anfang des europäischen Einigungsprozesses nach dem Zweiten Weltkrieg stand ebenfalls ein Traum. Das ist der letzte in meiner Reihe europäischer Träume.
Am 9. Mai 1950 gab der französische Außenminister Robert Schuman eine Erklärung ab, die den Grundstein für die heutige Europäische Union legte. Auf der Grundlage eines Konzepts von Jean Monnet schlug er vor, die westeuropäische Stahl- und Kohleindustrie zusammenzuschließen, um gemeinsam in Europa Frieden, Freiheit und Wohlstand zu schaffen. Schuman erklärte: „Europa lässt sich nicht mit einem Schlage herstellen und 2
auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung: Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen.“ Die Größe der Aufgabe, die hier angegangen wurde, war Schumann sehr bewusst. „Der Friede der Welt kann nicht gewahrt werden ohne schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen.“
Was ist aus diesen Träumen geworden?
Die Vision eines geeinten Europas, das gemeinsam für Frieden, Freiheit und Wohlstand .......
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