Hunderttausende Menschen nehmen seit Jahres-beginn immer wieder an Demonstrationen gegen Rassismus und gegen die AfD teil. Dieses eindeutige Votum der starken Mehrheit ist beeindruckend und macht Mut. Aber reicht das? Was können wir alle vor Ort tun, um im alltäg-lichen Handeln Demokratie und Menschenrechte zu stärken und Populismus und Rassismus den Boden zu entziehen? Wie erkennen wir gefährliche Tendenzen in der oft beschaulichen Arbeit vor Ort? Dazu diskutieren wir am Sonntag, dem 21. April mit Jasmina Hostert, Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Böblingen und stellvertretende SPD-Landesvorsitzende. Auch Samet Mutlu, Kandidat für die Europa-Wahl im Wahlkreis Böblingen, wird zu Gast sein.
Wir laden dazu sehr herzlich ein und freuen uns auf spannende Diskussionen!
Und selbstverständlich gibt es einen Imbiss und was zu trinken.
Also bis 21. April im Bürgerhaus Renningen.
Gäubote vom 16.04.2024
Meine Meinung
Von Petra Menzel, SPD-Stadträtin Herrenberg
Entscheidungen in der Politik werden von Emotionen, Erfahrungen und Empirie bestimmt. Sehr gut kann man das beim Projekt Herrenberg-Süd erkennen. Wohnungssuchende setzen auf dieses Baugebiet, Industrie, Handwerk, Gewerbe, öffentliche Betriebe und Verwaltungen sind auf Zuwanderung von Fachkräften angewiesen, und die Stadt braucht Letztere als Steuerzahler. Grundeigentümer setzen auf hohe Erträge, Anlieger fürchten mehr Verkehr und den Verlust von Naherholungsflächen, manche Einheimische lehnen Zuzug überhaupt ab. Dahinter stehen unterschiedliche individuelle Erfahrungen. Offensichtlich widersprechen sich die Interessen.
Gerade deswegen sind die Tatsachen nüchtern abzuwägen. Die alternde Gesellschaft ist Fakt, der Fachkräftemangel ebenso. Polizistinnen, Pflegekräfte, Erzieherinnen, Handwerker benötigen bezahlbare Wohnungen. Für solche Wohnungen fehlen Grundstücke. In privaten Baulücken wurde in den zurückliegenden Jahren trotz niedriger Zinsen, günstiger Baukosten und einträglicher Mieten kaum Wohnraum geschaffen. Für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen war wenig dabei. Preisgedämpfte Wohnungen können nur auf kommunalem Grund entstehen. Jetzt ist eine kreisweite kommunale Baugenossenschaft in greifbarer Nähe, aber nur mit städtischen Grundstücken in Herrenberg-Süd kann unsere Stadt von diesem Modell profitieren. Aus Befürchtungen muss ein mutiges Engagement für innovative Ideen zu Ökologie und Grün, zu einer im Maßstab angemessenen Architektur, zu einer klimafreundlichen Mobilität und Energieversorgung und für ein gutes soziales Miteinander werden. Über eine Stadtentwicklungsmaßnahme kann dies gelingen, nicht renditegetrieben, sondern gemeinwohlorientiert und ohne Überlastung des städtischen Haushalts. Wenn Herrenberg nicht baut, bauen Umlandgemeinden, viel flächenfressender und mit Verkehr, der durch Herrenberg fließen wird.
Ich bin sehr gespannt auf das Votum aus dem Bürgerdialog.
Öffentliche Bekanntmachung der Wahlvorschläge zur Wahl des Gemeinderats am 09.06.2024
Ortsverein Mötzingen stellt vor:
| NAME | BERUF | ALTER | ||
|---|---|---|---|---|
Harald Stahl |
Realschullehrer |
Jg. 1954 |
||
Klaus Jilg |
Unternehmer |
Jg. 1984 |
||
Regina Brenner |
Zahntechnikerin |
Jg. 1959 |
||
Eric Beuchel |
IT-Dienstleister, Einzelkaufmann |
Jg. 1957 |
||
Erna Walth |
Bauingenieurin i.R. |
Jg. 1957 |
||
Marcus Weidl |
Dipl. Kaufmann |
Jg. 1969 |
||
Nicole Lohrer |
Industriefachwirtin |
Jg. 1969 |
||
Stefan Ziegler |
Unternehmer |
Jg. 1976 |
||
Edith Gillich-Koetter |
Pharmazeutisch-technische Assistentin |
Jg. 1958 |
||
Matthias Wohlleben |
CNC-Dreher |
Jg. 1968 |
||
Thomas Brenner |
Geschäftsführer |
Jg. 1961 |
| Besucher: | 3181773 |
| Heute: | 1565 |
| Online: | 3 |