Auch wenn aktuell die Leistungen der Stadt in der gewohnt guten Qualität bei den Bürgern ankommen, so ist die SPD-Gesamtfraktion aus Gemeinde- und Ortschaftsräten auf ihrer Haushaltsklausur gewarnt: „Spätestens 2029 fährt unser Haushalt gegen die Wand, wenn es bis dahin keine nachhaltigen Finanzhilfen des Bundes oder Landes gibt“, so der langjährige Fraktionsvorsitzende Bodo Philipsen. Noch nie habe er die Lage so dramatisch erlebt.
Deswegen fordern die Sozialdemokraten als Wichtigstes eine Finanzstrukturreform, die die Kommunen strukturell besser ausstattet.
Bild: Walter Keck
Unterhalb des Waldenbucher Schlosses und oberhalb der Gaststätte Traube steht sie, die Friedenslinde, ein imposantes Naturdenkmal. Eine Texttafel am Fuße des Schlossberges gibt Auskunft über ihre Geschichte. Die Linde wurde von einer Luise Ebinger gepflanzt, nach dem Ersten Weltkrieg auf „Initiative von Forstmeister Spörr. Der Forstbeamte folgte dabei anderen Beispielen und hoffte darauf, dass das Waldenbucher Beispiel, anderen nachfolgend, dem verbreiteten Wunsch nach Frieden Ausdruck geben würde.
Eine Linde zu pflanzen war seinerzeit eine symbolische Aktion mit bestimmter Absicht. Linden galten als Bäume mit langer Lebensdauer. Und Linden wurde nachgesagt, dass sie die guten Kräfte stärken und die bösen vertreiben würden. Waldenbuch stand damals noch unter dem Eindruck des großen Verlusts von 60 Kriegstoten, derer auf dem Friedhof mit einem Mahnmal gedacht wurde.
Wenn die Linde im Frühjahr ihr Blätterkleid anzieht, dann sieht man an der Herzform der Blätter, warum sie auch als Baum der Liebe interpretiert wurde.
Linden lassen sich Zeit beim Wachsen und sie haben ein langes Leben. Und sie stehen damit für Blühen und Gedeihen. Auch von Völkern, Gesellschaften, Staaten.
Mit ihrer Bedeutung unterscheiden sie sich von Eichen, die als mächtig und stark gelten. Weshalb es schon vorgekommen ist, dass deutsche Staatsmänner bei Besuchen lieber eine Linde als eine Eiche im Gastland gepflanzt haben.
Auch der Waldenbucher Forstmeister hat eine Linde pflanzen lassen. In einer Zeit, als unser Land noch unter dem Eindruck des Kriegsgeschehens stand. Damals gab es auch viele, die unter diesem Eindruck und unter dem Eindruck eines „Diktatfriedens“ von Versailles auf eine Korrektur hofften und die Jugend darauf einstimmten. Allzu vielen stand der Sinn nach Revanche, weniger nach Aussöhnung. Dass ein weiterer Krieg das Leid dann noch steigerte, war ein gewaltiger Preis für diese Phantasien.
Bild: Walter Keck
Die Friedenslinde oberhalb des Grabens ist in gut hundert Jahren zu einem stattlichen Baum herangewachsen. Wir leben in Zeiten, in denen an die Absicht ihrer Pflanzung erinnert werden muss. Denn sie mahnt Waldenbuch, dass Friedensbemühungen nicht ad acta gelegt werden dürfen, sondern ein Dauerthema sind. Und die Bedeutung von Symbolen manchmal in den Hintergrund geraten, aber ihre Dringlichkeit bleibt. Wie die Linde auch für Kontinuität steht.
Eine Friedenslinde sendet ein Signal auch nach außen: Wir wollen gute Nachbarn sein gegenüber unserer geografischen Nachbarschaft. Den Ländern um uns herum. Die unter dieser Nachbarschaft nicht nur aufgeblüht sind, sondern auch gelitten haben. Und sie sendet ein Signal nach innen: in direkter Beziehung, im alltäglichen Verkehr miteinander wollen wir auch gute Nachbarn sein.
So ist eine Friedenslinde ein Symbol für die Regierungserklärung von Willy Brandt, 1969, in der er diese Worte in ihr Zentrum rückte. Mit außergewöhnlicher Tatkraft hat er sich damals an die Umsetzung seiner Politik des Wandels durch Annäherung gemacht und die Rolle Deutschlands neu interpretiert. Daran darf in den heutigen prekären Zeiten sicher mit Nachdruck erinnert werden.
Harald Jordan
Mit dem Ende der Bewerbungsfrist für das Amt des Bürgermeisters zeichnet sich für die Bürgerinnen und Bürger von Rutesheim ein erfreuliches Bild ab: Drei qualifizierte Persönlichkeiten gehen in das Rennen um die Rathausspitze. Im Nachgang des Gemeindewahlausschusses zeigt sich die SPD Rutesheim / Perouse erfreut über die nun bestätigten Kandidierenden: Alexander Fischer, Bettina Beck und Tobias Prokop.
„In Zeiten, in denen viele Kommunen mit einem Mangel an Bewerbern für kommunale Spitzenämter zu kämpfen haben, setzt Rutesheim ein positives Gegenbeispiel. Dass sich drei Kandidierende mit unterschiedlichen Hintergründen der Verantwortung stellen wollen, verspricht im Vorfeld der Wahl einen tiefen inhaltlich Austausch über die drängenden Themen der Stadtverwaltung. Von Finanzen über die wirtschaftliche Entwicklung bis hin zur sozialen Infrastruktur – die Bürger haben nun die Möglichkeit, die Profile der Bewerber genau zu prüfen und eine Entscheidung für die kommenden acht Jahre zu treffen“, so die SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Meike Esser und Christoph Friedrich.
Aus Sicht der SPD ist, für eine Stadt wie Rutesheim, ein fundierter Verwaltungshintergrund von besonderer Bedeutung, da in den kommenden Jahren große Herausforderungen auf die neue Stadtspitze warten und richtungsweisende Entscheidungen anstehen. Unabhängig vom Wahlausgang wird die SPD in Rutesheim vertrauensvoll mit der gewählten Bewerberin oder dem gewählten Bewerber zusammenarbeiten.
Florian Wahl hat sich mit seiner Bürgerbefragung direkt an alle Waldenbucher gewandt. Viele Rückmeldungen mit Themen und Fragen erreichten Florian Wahl auf diese Weise. Es zeigt deutlich, wie wichtig ein offenes Ohr und der persönliche Austausch in Zeiten der „sozialen Medien“, die nur in eine Richtung gehen, ist.
Wir vom SPD – Ortsverein Waldenbuch wollen mit Infoständen am
10. Februar 2026 auf dem Wochenmarkt und am 28. Februar 2026 am Einkaufszentrum
eine weitere Möglichkeit des direkten Austausches bieten.
In einer groß angelegten Aktion haben viele Unterstützer mit Erdbeermarmelade kochen und in Gläser abfüllen ein Zeichen des Zusammenhaltes gesetzt.

Diese selbstgemachten Marmeladen sollen nun als „kleines Dankeschön“ an alle Besucher, Interessierte und diskussionsfreudige Bürgern verteilt werden.
Helga Göpfert
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