Die SPD-Mitglieder haben im Weil der Städter Rössle ihr umfassendes Kreistagswahlprogramm beraten und beschlossen. „Wir brauchen eine starke Sozialdemokratie im Kreis Böblingen, um gerade die sozialpolitischen Themen im Kreis voran zu bringen", betonte die SPD-Kreisvorsitzende Jasmina Hostert in ihrer Begrüßungsrede.
Den folgenden Antrag hat die SPD Fraktion gestellt. Durch Sperrung der Jägerstrasse, soll die Schaffung eines attraktiven Ortskerns vorangetrieben werden.
Schönaich 8.3.2019
Sehr geehrter Herr Schamburek,
Sehr geehrte Kollegen/innen des Gemeinderats,
Nachdem sich im „Ortskern“ langsam etwas bewegt und die ein oder anderen Flächen umgenutzt werden kann, sollte man sich Gedanken machen, endlich einen richtigen Ortskern zu schaffen.
Wir möchten, dass die Jägerstrasse von der Ecke Gasthaus Rose und Luccia in Richtung Mediothek für den PKW Verkehr gesperrt wird.
Somit könnte das Gastronomische Gewerbe im Sommer genügend Aussenplätze anbieten. Ebenso wäre im ehemaligen Lotto/Totoladen z.B. ein Kaffee denkbar( In den letzten Monaten vor der Schließung, haben sich Seniorinnen dort regelmäßig zum Kaffee getroffen). Ebenfalls mit Sitzplätzen im Aussenbereich.
Der Wochenmarkt am Dienstag aus der Hofstrasse wäre dort ebenfalls sehr gut aufgehoben.
Mediothek, Musikschule,Kunst-und Werkschule, sonstiges Gewerbe und Lebensmittelmarkt liegen in unmittelbarer Nähe oder direkt in der Jägerstrasse und ist somit ein Anziehungspunkt für ALLE Schönaicher Bürger und Bürgerinnen.
So etwas fehlt schon lange in Schönaich. Es wäre ein Versuch wert, ohne große Investitionen, einen kleinen Straßenzug zu sperren. Ob man eine Sackgasse daraus macht, oder wie eine sinnvolle Sperrung aussieht, muss das Ordnungsamt ausarbeiten.
Für die SPD Fraktion
Kirsten Rebmann
Gäubote vom 23.03.2019
Gültstein – Seit Anfang Dezember letzen Jahres gelten für den städtischen ÖPNV in Herrenberg die neuen Busfahrpläne. Die Fahrpläne von insgesamt neun Regionalbuslinien wurden ausgeweitet, statt Ruftaxis fahren jetzt bis spät in die Nachtstunden hinein Busse. Die Modellstadt Herrenberg hat es möglich gemacht. „Abends werden die Busse sehr schwach genutzt“, hatte nun jedoch Andreas Kegreiß feststellen müssen. Für den Gültsteiner SPD-Ortschaftsrat ist das Marketing mit schuld daran. „Als Modellstadt haben wir ein schlechtes Marketing“, urteilte Kegreiß. Gleichzeitig kritisierte er, dass das Tagesticket zwar jetzt günstiger, dafür aber der Preis für eine Einzelfahrt von bisher 1,80 auf 2,50 Euro angehoben worden sei. Dies führe dazu, dass das Marketing nicht funktioniere. „Trotz toller neuer Busse haben wir einen Rückschritt gemacht“, bedauerte der Gültsteiner Ortschaftsrat Andreas Kegreiß die Situation mit Blick auf den städtischen ÖPNV.
-rüd-
Lokalpolitische Kolumne
Meine Meinung
Von Sarah Holczer, SPD-Stadträtin in Herrenberg
Gäubote vom 22.03.2019
Momentan werde ich oft auf den Volksentscheid der SPD zur Gebührenfreiheit in Kindergärten angesprochen.
Kernfrage: Wieso denn überhaupt gebührenfrei?
Ich will die Gebührenfreiheit, weil Kindergärten für mich Bildungseinrichtungen sind und nicht nur Betreuungseinrichtungen. Ich finde, jedes Kind hat das Recht auf kostenfreie Bildung und den kostenfreien Zugang zu Bildung. Wieso unterscheiden wir zwischen Bildung in Kindergärten und in Schulen? Wir wissen aus zahlreichen Studien, dass gerade die Frühförderung von zentraler Bedeutung für den Bildungserfolg eines Menschen ist. Kinder, die im Kindergarten waren, schaffen eben sehr viel häufiger ein Abitur als die, die diese Chance nicht hatten. Und da werde ich nicht müde: Wer mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland haben will, der muss diese vor allem in den Kindertagesstätten umsetzen. Wenn diese aber für viele Eltern zu teuer sind, dann schicken sie ihre Kinder nicht in eine Kita. Im Ergebnis sind dann die Kinder, aber in der Folge auch unsere Gesellschaft die Opfer. Wieso fällt es uns so schwer, den Zugang zu Bildung kostenfrei zu gestalten und damit das wertvollste Gut, das wir haben, allen gleich zukommen zu lassen? Die grün-schwarze Landesregierung hat darauf keine Antwort. Sie wehrt sich mit Händen und Füssen, Kitas zu Bildungseinrichtungen zu erklären, denn dann lägen die Kosten wie bei den Schulen beim Land. Wenn die Kommunen dies aber bezahlen müssen, dann sind sie gezwungen, durch Gebühren die Bürger an den Kosten zu beteiligen. Da schon heute aber der Großteil der Kosten durch den kommunalen Haushalt bezahlt wird, also durch den Lohn- und Einkommensteuerzahler oder den Gewerbesteuerund Grundsteuerzahler, wäre es nur im Sinne der Aufgabenklarheit, wenn das Land diese Aufgabe ganz übernähme.
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