Andreas Ruoff, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Das bessere Müllkonzept – Vermeiden statt verbrennen e.V. zu Gast bei der Juso-AG Herrenberg & Gäu in Herrenberg
Am Freitag, 20.07.2018 informierte Andreas Ruoff, 1. Vorsitzender der Bürgerinitiative „Das bessere Müllkonzept – Vermeiden statt verbrennen e.V.“ die Jusos über seine Arbeit.
Zu Beginn erläuterte Herr Ruoff die Entstehungsgeschichte der Bürgerinitiative, die aus den beiden Vereinen „Das bessere Müllkonzept e.V. Böblingen“ sowie „Vermeiden statt Verbrennen e.V. Herrenberg“ bereits 1990 entstanden ist und im Jahr 2002 zu einem Verein zusammengeschlossen wurde.
„Unser Verein hat das Ziel, Bürgerverstand in die Entscheidungen des Abfallwirtschaftsbetriebs und der verschiedenen Entscheidungsgremien einfließen zu lassen“, führt Herr Ruoff aus.
„Darüber hinaus setzen wir uns ein für eine Änderung unserer Wirtschaftsweise sowie einen nachhaltig ökologischen Umgang mit endlichen Wertstoffen, im Sinne von Müllvermeidung, Wiederverwendung von Produkten, eine weitest gehende stoffliche und organische Verwertung und geschlossene Stoffkreisläufe“, ergänzt er.
Ein Bestandteil der Arbeit der Bürgerinitiative ist die Warentauschbörse, die einmal im Jahr in der Mehrzweckhalle in Herrenberg stattfindet. Außerdem werden regelmäßig Umwelttipps in den Gemeindeblättern veröffentlicht.
Intensiv wurde über das Thema Abfallwirtschaftssystem des Kreises Böblingen diskutiert.
"Wir als junge Generation sind heutzutage besser denn je darüber informiert, was die Müllproduktion für negative Auswirkungen auf unsere Umwelt hat und sind uns mit Herrn Ruoff darin einig, dass jeder selbst einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Müllvermeidung leisten kann, insgesamt weniger Müll produziert werden muss und die Produkte umweltfreundlicher werden sollten“, meint Eren Gürbüz, stellv. Vorsitzender der Juso-AG Herrenberg & Gäu sowie stellv. Vorsitzender des Juso-Kreisverbands Böblingen.
„Allerdings sehen wir das Abfallwirtschaftssystem im Kreis Böblingen noch kritischer als die Bürgerinitiative, denen das Modell der Wertstoffhöfe im Kreis mehr zusagt, als der „Gelbe Sack“ in anderen Kreisen, da wir es generell ablehnen, dass die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Böblingen ihren „Plastik“müll und andere Stoffe selbst mit ihrem PKW auf den Wertstoffhof fahren müssen. Wir fordern daher, dass dieser Aspekt in die Gesamtumweltbilanz des Abfallwirtschaftssystems des Landkreises Böblingen mit eingerechnet werden muss. Aus diesem Grund werden wir in kommender Zeit Abfallwirtschaftssysteme verschiedener Landkreise - eventuell auch unterschiedlicher Länder - miteinander vergleichen, um daraus einen konstruktiven Lösungsvorschlag für das Abfallwirtschaftssystem des Landkreises Böblingen zu erarbeiten“, meint Julia Jacob, Vorsitzende der Juso-AG Herrenberg & Gäu sowie SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gäufelden.
Zum Abschluss lädt Herr Ruoff die Jusos dazu ein, entweder Mitglieder der Bürgerinitiative zu werden oder im Rahmen einer lebendigen und engagierten Zusammenarbeit an einer Verbesserung der aktuellen Situation mitzuwirken.
Der nächste Stammtisch der Jusos Herrenberg & Gäu findet am Samstag, 22.09.2018 um 18:00 Uhr statt. Interessierte junge Leute sind herzlich willkommen.
Erinnerung AfA Stammtisch (Biergarten)
am Dienstag 24.07.2018 um 17:30 Uhr am Wettbachplatz.
Wir treffen uns im Biergarten der Gaststätte Erdinger (Wettbachstraße 1 71063 Sindelfingen)
http://www.erdinger-sindelfingen.de/

Am Dienstag, 17.07.2018 informierte der Bereitschaftsleiter des DRK-Ortsvereins Mötzingen-Oberes Gäu, Torben Voskuhl, die anwesenden Gäste über seine Arbeit im Oberen Gäu.
Anschaulich ging Torben Voskuhl in seinem Vortrag auf die ehrenamtliche Arbeit des im Jahr 1951 gegründeten Ortsvereins ein. Zu den Aufgaben des Ortsvereins gehören neben Sanitätsdiensten und dem Katastrophenschutz auch die Unterstützung des regulären Rettungsdienstes in Großschadenslagen oder andere technische und organisatorische Aufgaben. Auch die Jugendarbeit bildet ein wichtiger Schwerpunkt. So können sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsenen im Alter von 6 bis 27 Jahren beim Jugendrotkreuz engagieren.
„Aktuell zählt unser Ortsverein über 1.500 Fördermitglieder. Insgesamt 22 Helfer engagieren sich in der aktiven DRK Bereitschaft, erklärt Voskuhl.“
Ein wichtiges Thema seines Vortrags waren die sogenannten „Helfer-vor-Ort“ oder auch „First Responder“ genannt. „Helfer-vor-Ort“ sind gut ausgebildete, freiwillige Helfer des Ortsvereins, die die therapiefreie Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes oder Rettungsdienstes überbrücken. Dafür erhalten sie spezielle Schulungen und eine komplette Notfallausrüstung.
Wenn bei einem Notfall das nächste Rettungsfahrzeug noch im Einsatz oder der Notfallort durch die ehrenamtlichen Helfer schneller als für den Rettungsdienst zu erreichen ist, alarmiert die zuständige Rettungsleitstelle zusätzlich zum Rettungsdienst unseren Helfer-vor-Ort. Dieser fährt meist mit seinem privaten PKW an den Notfallort und beginnt mit der Versorgung des Patienten bis der Rettungsdienst eintrifft. „First Responder führen entsprechende lebenserhaltende Basismaßnahmen durch, wie z.B. Herz-Lungen-Wiederbelebung, Lagerung des Patienten, Betreuung oder blutstillende Maßnahmen. Allein in diesem Halbjahr sind die Helfer-vor-Ort unseres Vereins zu insgesamt 287 Einsätzen ausgerückt und mussten 14 Reanimationen vornehmen“, meint Voskuhl.
„Die Helfer-vor-Ort leisten eine wichtige Arbeit, sind aber allein durch Spenden finanziert und bekommen für ihren Einsatz weder eine allgemeine finanzielle Entschädigung noch die Spritkosten erstattet“, ergänzt Voskuhl.
“Wir als SPD wollen unseren Beitrag für eine größere Sensibilisierung des Themas Erste-Hilfe in Schulen und in der Bevölkerung insgesamt leisten und werden deswegen auf dem nächsten SPD-Landesparteitag im November einen Antrag zum Thema „Erste-Hilfe“ und „Helfer-vor-Ort“ einbringen, meint Julia Jacob, SPD-Ortsvereinsvorsitzende von Gäufelden.
„Wir möchten u.a. erreichen, dass die „Helfer-vor-Ort“ eine Entschädigung entsprechend dem Feuerwehrgesetz für ihren Einsatz erhalten und eine Teilnahme an Erste-Hilfe-Kursen alle 5-10 Jahre für alle verpflichtend wird“, ergänzt Jacob.
Weitere Stammtische mit Vereinsvertretern werden folgen.
Der nächste Stammtisch findet am Dienstag, 25.09.2018 um 19:00 Uhr im Restaurant Schützenhaus in Bondorf mit der SPD-Generalsekretärin des Landes Baden-Württemberg Luisa Boos statt. Es wird um das Thema Kommunalwahl sowie Europawahl gehen. Interessierte sind herzlich eingeladen.
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