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SPD im Kreis Böblingen

Zum Thema Kostenfreies WLAN

Leserbrief vom Stadtrat Wolfgang Hensel

Kaum geht die Stadt einen nicht mehr ganz neuen, aber hochmodernen Weg der Kommunikation, schon gibt es jede Menge Skeptiker.
Man ist erst am Anfang. Der Einstieg lohnt sich.

"Name ist keine Ehre" lokalpolitische Kolumne von Günter Achilles

Gäuboteartikel vom 25.06.2013

Hindenburgstraße: Dieser Name ist weder Ehre für die Stadt noch für die Person. Er ist eine fortwährende Schande für unser Gemeinwesen, da es nicht die Kraft findet, diesen unseligen Namensstreit endlich zu beenden.

Ein Symbol der Machtergreifung durch einen bereits gleichgeschalteten Gemeinderat, zu Ehren von Personen, die mit Herrenberg nichts zu tun hatten, aber reichsweit Demokratie abschafften und Terror, Unterdrückung und Mord zur Alltäglichkeit machten. Als letzter bewusster Zeitzeuge im Gemeinderat Herrenberg, der Krieg und Bombardierung in einer völlig zerstörten Großstadt mit seinen drei Geschwistern und der Mutter - der Vater war seit 1940 als Soldat im Krieg - nur durch unzählige Bunkeraufenthalte überlebt hat, kann ich zu diesem Schandnamen nicht schweigen.

In meinem Bücherschrank steht seit 1960 "Der gelbe Stern" von Gerhard Schoenberner über die Judenverfolgung der Nazis. Der Zeittafel dieses Buches entnehme ich das "ehrwürdige" Handeln Hindenburgs in den Jahren 1933 und 1934: Es beginnt mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler und es folgen ein allgemeines Demonstrationsverbot, die Ernennung von SA und SS zur Hilfspolizei, die Verhaftungswelle nach dem Reichstagsbrand, die Aufhebung der demokratischen Grundrechte, das Ermächtigungsgesetz (mit Hilfe der bürgerlich-konservativen Kräfte und Parteien), der Boykott aller jüdischen Geschäfte, der Ausschluss aller "nichtarischen" Beamten, die Auflösung der Gewerkschaften, die Gründung der Gestapo, die reichsweiten Bücherverbrennungen mit dem Verbot jeder demokratischen Literatur, die Errichtung des Einparteienstaates, der Widerruf "nichtarischer" Einbürgerungen, der gesetzliche Ausschluss jüdischer Mitbürger aus Kultur und Presse, die wirtschaftliche Kriegsvorbereitung, die Ermordung von circa 200 Personen im Zuge des sogenannten "Röhmputsches" und die Ermordung des österreichischen Bundeskanzlers Dollfuss durch die NSDAP. Alle hierzu erforderlichen Gesetze unterzeichnete und verkündete Hindenburg.

Alles findet seine erklärte Zustimmung bis zu seinem Tod im August 1934. Dabei war er weder senil noch geistig umnachtet, sondern sich seines Handelns voll bewusst. Hindenburg hat alle Verbrechen der Nazis voll unterstützt und ideologisch geteilt. Ihm sind daher Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzulasten. So eine Person kann auch in Herrenberg kein Vorbild sein. Stadtverwaltung und Presse sollten sich daher nachhaltig für eine Namensänderung einsetzen; auch, um nicht in Zukunft bei anderen Gelegenheiten unglaubwürdig zu werden.

In dieser Frage darf auch eine geringfügige materielle Betroffenheit der Anwohner keine ausschlaggebende Rolle spielen, denn bei einer aktuellen Eingemeindung in Niedersachsen müssen circa 40 (!) Straßennamen geändert werden und alle Beteiligten sehen keine Probleme; und in Herrenberg schon eine Straßenumbenennung?

Auch die möglicherweise verklemmten Schuldgefühle sogenannter bürgerlich-konservativer Kreise, deren ideologische Vorgänger im Reichstag das Ermächtigungsgesetz mit beschlossen haben, sollten ihre Vorbehalte aufgeben. Denn mit dem Namen Hindenburg wird es auch in Zukunft in Herrenberg keinen demokratischen Frieden geben. Zu viel Schande ist mit diesem Namen verbunden, und er gibt kein Vorbild für unsere Generation ab. Er hat weiß Gott wirklich als Teil unserer Geschichte in keinem Straßennamen etwas verloren. Die, die das Gegenteil behaupten, konnten doch nach der Wende 1990 gar nicht schnell genug im Osten Deutschlands sein, um die vielen nach Ulbricht, Grotewohl, Stoph usw. benannten Straßen und Plätze umzubenennen. Teil der Geschichte?

Am besten überlegen wir alle gemeinsam - Bevölkerung, Gemeinderat und Stadtverwaltung - wie zukünftig die Hindenburgstraße genannt wird, damit endlich wieder Frieden in dieser Frage einzieht.

Ankündigung und Programm Seefest

Am Sonntag, dem 14. Juli 2013 in der Zeit von 11:00 Uhr bis 19:00 Uhr findet das Sommerfest des SPD Kreisverbandes, SPD Stadtverbände und SPD Ortsvereine im Rahmen vom Sommer am See in Böblingen auf dem Gelände der Alten TÜV-Halle statt.

Der traditionelle Flohmarkt wird ebenfalls wieder stattfinden. Interessenten für den Flohmarkt können sich unter

"flohmarkt@spdbb.de"

oder im Bürgerbüro unter 07031 - 22 02 67 informieren.

Während des Sommerfestes können Sie auch den SPD-Bundestagskandidaten

Dr. Joachim Rücker

in der Zeit von 13:00 - 15:00 Uhr persönlich kennenlernen.

Im Rahmen des Sommerfestes wird auch eine Ausstellung zum 150-jährigen Jubiläum der SPD gezeigt, die die Entstehung der sozialdemokratischen Bewegung im Raum Böblingen und den Neuanfang 1945 dokumentiert.

Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt. Die SPD Verbände und Vereine freuen sich, die Bürgerinnen und Bürger des Kreises am See begrüßen zu dürfen.

Joachim Rücker

Bei der Bundestagswahl am 22. September entscheiden Sie mit Ihrer Erststimme darüber, wer unseren Wahlkreis Böblingen in Berlin direkt vertritt, unabhängig davon, welcher Partei Sie Ihre Zweitstimme geben. Dieses Element der persönlichen Wahl macht Politik spannend, sie kommt damit „raus aus dem Hinterzimmer". Das ist auch dringend nötig, denn wir müssen unsere Demokratie im wahrsten Sinne des Wortes „neu begründen" - mehr zu diesem Thema finden Sie auf meiner Internetseite www.joachim-ruecker.com. Es ist ein Thema, das mich sehr bewegt und das ganz wesentlich war für meine Entscheidung zur Kandidatur.

Felix Rapp führt jüngsten Kreisvorstand der Parteigeschichte

Die Jahreshauptversammlung des SPD-Kreisverbandes Böblingen am vergangen Samstag war überschattet von der Nachricht über den plötzlichen Tod der langjährigen Bundestagsabgeordneten und Kreisvorsitzenden Doris Odendahl. Sichtbar bewegt, nahmen die anwesenden Genossinnen und Genossen mit einer Schweigeminute Abschied von ihrer Parteifreundin, die kurz vor ihrem 80. Geburtstag verstarb. Im Anschluss fiel so der Übergang zur Tagesordnung, die vollgepackt war mit Berichten und Wahlen, sichtlich schwer. Felix Rapp, Kreisvorsitzender der SPD, blickte in seinem Rechenschaftsbericht auf ein ereignisreiches Arbeitsjahr zurück. Auf der letzten Hauptversammlung in 2012 hatte die Kreis SPD grundlegende Änderungen der Parteistrukturen beschlossen. Rapp stellte diesen innerparteilichen Reformprozess, frei nach Willy Brandt, unter das Motto: „Eigene Antworten finden und auf die eigene Kraft besinnen“. Laut Rapp, sei man ein Jahr nach diesen Grundsatzbeschlüssen nun mittendrin in der Neuordnung der Strukturen. Dies habe dazu beigetragen, dass die Zahl der öffentlichen Veranstaltungen erhöht werden konnte. Weitere innerparteiliche Umstrukturierungen konnten man mit den Gründungen der Stadtverbände Sindelfingen und Böblingen umsetzten. Dies ist eine wichtige Weichenstellung nicht zuletzt für die Kommunalwahlen im kommenden Jahr, sagte Felix Rapp. Er hofft, dass die neuen Stadtverbände sowie die dortigen Gemeinderäte das Thema Abschaffung der unechten Teilortswahl weiter voranbringen, Herrenberg gehe dabei mit dem Bürgerentscheid am 22.9. beispielhaft voraus. Hier konnte die SPD einen Entscheid zur Abschaffung der unechten Teilortswahl durchsetzten.

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