Talk! Bildung trotz Corona - am 23. Februar 2021 19 Uhr
Über wenige Themen wird derzeit landesweit kontroverser diskutiert: Schulen und Kitas öffnen? Wenn ja, wie genau? Funktioniert digitale Bildung? Darüber aber auch über Fragen, die über die aktuelle Situation hinaus gehen, diskutiert SPD-Landtagskandidat Jan Hambach mit dem Rektor der Gemeinschaftsschule Jettingen Dominic Brucker, der stellvertretenden Landesvorsitzenden der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) Farina Semler, dem Schüler des Berufsschulzentrums Leonberg Felix Fuchs, dem Landtagsabgeordneten Stefan Fulst-Blei sowie interessierten Elternvertreter*innen, Schüler*innen und Gästen. Zur Sprache kommen soll auch die Digitalisierungsstrategie für die Schulen in Baden-Württemberg, ob Bildungspolitik wirklich auf die Landesebene gehört und welche der vielen unterschiedlichen Schulformen zukünftig noch Bestand haben sollen, um bestmögliche Bildungschancen für alle Kinder zu gewährleisten. Der Anmeldelink für die Online-Veranstaltung ist unter www.janhambach.de/termine/ zu finden.
Der SPD-Landtagskandidat Jan Hambach besucht Gäufelden. Stellen Sie ihm am Infostand Ihre Fragen und kommen Sie mit ihm ins Gespräch.
Am Mittwoch, 24.02. von 16:00-16:30 Uhr in Nebringen auf dem Brunnengarten (Kreuzung Sindlinger Str.).
Am Freitag, 26.02. von 15:30-16:00 Uhr in Tailfingen vor der Bürgerhalle (Hauptstraße 35).
Am Freitag, 05.03. von 14:30-15:00 Uhr in Öschelbronn (Mötzinger Str. 27) neben dem Lidl.
Gerne können Sie ihm auch eine Mail schreiben, an: jan.hambach@spdbb.de oder ihn telefonisch, per Messenger-Nachricht oder SMS erreichen, unter: 0152 22714720.
Alle weiteren Termine finden Sie auf seiner Homepage, unter: www.janhambach.de/termine
Gäubote vom 13.02.2021
Oberjesingen: Hubert Molls wird 80 Jahre alt
Das Telefon stand gestern nicht still: „Es sind viele Gratulanten“, sagt Hubert Molls (GB-Archivfoto: Holom). Zu seinem 80. Geburtstag hätte der Oberjesinger gerne eine große Schar an Gästen begrüßt. „Wir hätten den Geburtstag gerne wie meinen 70. mit einem Empfang hier gefeiert“, sagt er. Doch die Pandemie hat diesem Ansinnen einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht.
Hubert Molls prägte als Leiter des Andreae-Gymnasiums in Herrenberg über Jahrzehnte hinweg die Schullandschaft in der Stadt mit. Nachdem er von 1969 an sieben Jahre lang am Schickhardt-Gymnasium Latein und Geschichte unterrichtet hatte, wechselte er 1976 stadtintern an das Andreae-Gymnasium. Dessen Geschicke lenkte der Oberstudiendirektor bis zum Jahr 2005, als der verdiente Ruhestand anstand.
Oder im Falle des Hubert Molls der Unruhestand. Denn zu den Hobbys des Jubilars und seiner Frau Ute gehörte schon immer das Reisen – eine Freude, die zuletzt ebenfalls der Pandemie zum Opfer gefallen war. Im vergangenen Jahr freilich eilten dennoch beide nach Kanada, als es um den dorthin ausgewanderten Sohn gesundheitlich schlecht bestellt war. Mittlerweile ist die Malaise überwunden, das Paar hofft auf einen Besuch des Sohns im Sommer.
Das lokalpolitische Interesse ist nach wie vor groß
Bis dahin möchte Hubert Molls relaxen und lesen. Altersbedingt melden sich die Zipperlein, das Gehen schmerzt. „Mir geht es aber relativ gut“, sagt der 80-Jährige. Auf die Lokalpolitik blickt er immer noch. Für die SPD saß er bis 2019 in seinem Unruhestand zwei Amtsperioden lang im Herrenberger Gemeinderat. „Ich bin nach wie vor interessiert, vor allem wenn es um den Bahndurchstich am Schick-Platz geht“, sagt der gebürtige Niederrheinländer, der auch mit 80 Jahren mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hält. „Der Durchstich bringt nicht viel, weil der Verkehr in der Stadt bleibt.“
Das Fest zum 80. gestern mag nur im sehr kleinen Rahmen stattgefunden haben. Im August ist indes der 80. Geburtstag Ute Molls’ – verbunden mit der Hoffnung, das gestern ausgefallene Fest doppelt nachholen zu können.
JOCHEN STUMPF
Wie kann Wohnen wieder bezahlbar werden?
Wie werden Beschäftigte fit für die Arbeitswelt von morgen?
Und wie stehen die Parteien eigentlich zur Tarifbindung?
Mit dabei sind:
Andreas Schwarz, Grüne
Dr. Susanne Eisenmann, CDU
Andreas Stoch, SPD
Dr. Hans-Ulrich Rülke, FDP
Sahra Mirow, die LINKE

Freitag 12.02.2021
AfA: „Mindest-Kurzarbeitergeld sofort einführen - Grundsicherung kann keine Antwort auf monatelangen Lohnausfall sein!
Der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA), Klaus Barthel, zum Mindest-Kurzarbeitergeld:
„Der erneut verlängerte Lockdown und die wieder stark angestiegene Kurzarbeit verschlechtern die Einkommenssituation von Tausenden ArbeitnehmerInnen weiter. Besonders betroffen sind neben den zusätzlichen Arbeitslosen die Kurzarbeitenden mit niedrigen und mittleren Einkommen.
Nach Berechnungen des WSI (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut der Hans-Böckler-Stiftung) würde ein Mindest-Kurzarbeitergeld von 1200 Euro schon Betroffene mit einem durchschnittlichen Bruttomonatslohn unterhalb 3000 Euro besserstellen als die derzeitige 60%-Regel. Vor allem aber die Beschäftigten mit niedrigeren Einkommen, die gerade in besonders stark betroffenen Branchen wie beispielsweise im Einzelhandel, in Hotels und Gaststätten arbeiten, brauchen dringend einen höheren Lohnersatz - zumindest dann, wenn wir sie nicht in die Grundsicherung abdrängen wollen.
Die Beantragung und Gewährung von Grundsicherung dauert erfahrungsgemäß lange, erst recht bei der aktuellen Belastung der Ämter. Die Menschen müssen aber jetzt ihre Mieten und Lebenshaltungskosten bezahlen. Wir dürfen sie nicht in die Verschuldung treiben.
Gerade in den genannten Bereichen wird nur noch rund ein Viertel der Beschäftigten von Tarifverträgen erfasst, so dass tarifliche Lösungen nur für eine Minderheit Entlastung bringen können, ganz abgesehen davon, ob die gebeutelten Betriebe das finanzieren könnten.
Die AfA, die seinerzeit schon einen Teilerfolg mit der Erhöhung des Kurzarbeitergeldes nach drei und sechs Monaten erzielt hat, unterstützt daher die Forderungen der Gewerkschaften verdi und NGG nach einem Mindest-Kurzarbeitergeld. Das muss und kann jetzt schnell bei den Betroffenen ankommen. Ein neuer Gesetzgebungsprozess ist nicht erforderlich.
Die Bundesregierung steuert aktuell in vielen Bereichen der Wirtschaft zügig nach. Die Arbeitnehmerschaft darf dabei nicht vergessen werden.“
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