Talk! Was Kultur und Gastronomie jetzt brauchen - Hambach diskutiert am 23. Januar mit Menschen aus der Kultur- und Gastroszene
Lockdown-Verlängerung, unzureichende Hilfen, Existenzängste. Kulturschaffende und Gastronomen haben besonders mit Corona zu kämpfen. Sie brauchen Klarheit, wünschen sich, dass ihre Bemühungen für einen bestmöglichen Infektionsschutz besser anerkannt werden und wollen politisch mehr gehört werden. Was das aber im Einzelnen bedeutet und wie die Situation in Kultur und Gastronomie gerade wirklich ist? Darüber diskutiert Hambach mit dem Herrenberger Musiker Martin Johnson, dem Weil der Städter Veranstalter Eric Richter und dem Inhaber des Hinz und Kunz Herrenberg Daniel Redl. Interessierte können die Diskussion am 23. Januar ab 17 Uhr live über Hambachs Facebook-Seite an- oder später dort nachschauen (Link unter www.janhambach.de/termine). Dies ist für alle, auch ohne Registrierung auf Facebook möglich.
Jan Sascha Hambach
71272 Renningen
jan.hambach@me.com
+49 152 22714720
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Gäubote vom 22.12.2020
Herrenberg: Digitale Mitgliederversammlung der SPD zum Thema „Kommunalpolitik aktuell“
Die Beteiligung war enorm: Neben altbekannten Gesichtern der Herrenberger Sozialdemokraten loggten sich auf der zweiten digitalen Mitgliederversammlung der SPD auch Studenten aus Tübingen und Stuttgart, aber auch betagte Mitglieder mit über 90 Jahren ein, heißt es in einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten.
Gäubote vom 18.12.2020
Meine Meinung
Von Frank Däuber, SPD-Stadtrat in Herrenberg
Fast jedes fünfte Kind droht in BW in Armut zu fallen. In Herrenberg sind circa 1700 Personen auf Sozialleistungen angewiesen. Auf diesem Hintergrund hat die SPD-Fraktion die Einführung einer sogenannten Family-Card für Sozialleistungsempfänger beantragt. Nach längeren Diskussionen im Gemeinderat und mit der Verwaltung wurde die Einführung dieser Karte beschlossen. Mit der Family-Card können nun Vergünstigungen bei städtischen Angeboten einfacher und diskriminierungsfreier in Anspruch genommen werden. Zu nennen sind hier insbesondere die Angebote der Musikschule und für Erwachsene im Schwimmbad und der Stadtbibliothek. Leider ist bei den städtischen Anbietern bisher keine einheitliche Systematik für Sozialermäßigungen zu erkennen. So gibt es zum Beispiel bei den Angeboten der Volkshochschule derzeit keine Ermäßigungen für Sozialleistungsempfänger. Ebenfalls gibt es in den städtischen Bädern keine Ermäßigungen für Kinder aus benachteiligten Familien. Gerade für die Förderung von Kindern aus armutsgefährdeten Familien sind aber Freizeitangebote im musischen, sportlichen und kulturellen Bereich wichtige Bausteine für ihre persönliche Entwicklung. An staatlichen Leistungen stehen einem Kind dafür 15 Euro/Monat zur Verfügung. Dieser Betrag reicht gerade einmal aus, Mitglied in einem Fußballverein zu sein. Für mehr Teilhabe von Sozialleistungsempfängern werden aber auch alle städtischen Angebote alleine nicht ausreichen. Wichtig wird sein, dass auch Vereine, Firmen, Wohlfahrtsverbände für ihre Angebote eine Sozialermäßigung einführen. So kann erreicht werden, dass Kinder und Jugendliche armer Familien ihren Talenten entsprechend gefördert werden. Den Gebern von Vergünstigungen steht zukünftig mit der Family-Card ein einfaches Instrument zur Verfügung, um gezielt diese Personengruppe zu fördern. So kann zum Beispiel die Berechtigung zum Einkauf im Tafelladen, die Teilnahme an der Weihnachtswunsch-Aktion des DRK, die Verteilung von Tablets an den Schulen über die Family- Card vereinfacht werden. Wie erfolgreich eine solche Karte sein kann, sieht man an der Bonuscard im Landkreis Tübingen. Gut 100 Akteure, darunter auch die Kreissparkasse, räumen Sozialermäßigungen ein und ermöglichen so auch Sozialleistungsbeziehern eine echte Chance zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
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