Neuer Vorstand 2024. Farina Semler, Paul Bircea, Palmira Angelucci, Fatih Dursun, Jannis Ahlert, Björn Mattern (1. Reihe v.l.). Jürgen Metz, Frank Däuber, Christoph Rau, Joachim Ottmar (2. Reihe v.l.)FR
In der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins am 22.07.2024 standen turnusmäßig Neuwahlen an. Davor erfolgten die Rechenschaftsberichte und die beiden Vorsitzenden Frank Däuber und Petra Menzel gaben einen Rückblick auf das Jahr 2023, das mit stabilen Mitgliederzahlen und Finanzen abgeschlossen hat. In der zweiten Jahreshälfte waren die Aktivitäten durch die OB-Wahl 2023 und die Kommunalwahlen 2024 geprägt. Inhaltliche Themen waren die Zukunft der Arbeit in der Region, die Beteiligungsmöglichkeiten von Bürgern an der Energiewende und aktuelle kommunalpolitische Themen. Vorstand und Kassierer wurden einstimmig entlastet.
Nach 8 Jahren als Co-Vorsitzende kandidierte Petra Menzel nicht wieder für den Vorstand, um sich auf die Arbeit im Gemeinderat zu konzentrieren. Ebenfalls verabschiedet wurden Ismail Özkan, Sotiria Koutalakidou und Georg Menzel. Der neugewählte Vorstand wird nun in folgender Besetzung seine Arbeit aufnehmen: Vorsitzender: Frank Däuber, Stellvertretende Vorsitzende: Farina Semler, Fatih Dursun und Jannis Ahlert. Kassierer: Joachim Ottmar. Schriftführer: Christoph Rau. Beisitzer(in): Palmira Angelucci, Paul Bircea, Björn Mattern, Jürgen Metz. Danke an alle bisherigen Vorstandsmitglieder für ihre Arbeit und Glück und Erfolg für den neuen Vorstand!
Gäubote vom 19.07.2024
Meine Meinung
Bodo Philipsen, Sprecher SPD-Fraktion im Gemeinderat Herrenberg
Eine ganze Kommune fährt nur Fahrrad oder geht zu Fuß: Die ganz Kleinen bis hin zu den betagten Senioren, Frauen und Männer, in die Schule, zum Einkaufen, zum Arzt, an den Strand. Ganz selbstverständlich und gefahrlos, bei jedem Wetter. Ohne zu klagen. Ganz einfach, weil Autos auf den meisten Ostfriesischen Inseln nicht zugelassen sind. Abgesehen vom elektrischen Müllauto, der Feuerwehr oder dem Krankenwagen. Kein Verkehrslärm, keine Abgase, entspanntes Miteinander, vor allem aber viel öffentlicher Raum zum Leben. Reisen soll ja bilden: In holländischen und dänischen Städten findet man fast überall durchgehende vom Straßenverkehr getrennte Radwege mit eigenen Ampeln, guten Belägen, zahlreichen modernen Parkierungsanlagen und klarer Linienführung.
In Münster, Greifswald oder Erlangen sieht es noch nicht so gut aus, dort aber beherrschen die Radler das Verkehrsgeschehen, ganz einfach, weil sie in der übergroßen Mehrzahl sind. Es ist ja richtig, dass man auch in Herrenberg irgendwie ganz gut mit dem Rad durch die Stadt kommt, aber nichts von dem, was ich auf Reisen erlebe: Keine klare örtliche und regionale Linienführung, keine durchgehenden getrennten Radwege, keine Priorisierung in der Verkehrsführung, keine gute Ausleuchtung, vielfach keine guten Beläge, keine ausreichenden Parkierungsmöglichkeiten, viele nicht abgesenkte Bordsteine und überall Konflikte mit Autos und Fußgängern.
Wenn wir wirklich viele Menschen dazu bewegen wollen auf das Rad umzusteigen, dann wird das mit diesem Flickwerk nichts. Radfahren ist ja nicht nur gut für das Klima und das Stadtleben, sondern auch für die Gesundheit und den Geldbeutel. Schneller ist man sowieso in der Stadt.
Der Umstieg ist möglich, wie die Beispiele zeigen. Und er würde sich lohnen. Für alle.
Wenige Wochen nach der Europawahl war eine Gruppe von 32 Mitgliedern der Herrenberger SPD mit Gästen aus benachbarten Ortsvereinen zur konstituierenden Sitzung des Europaparlaments in Straßburg. Neben einer Einführung in die Abläufe der Parlamentsarbeit in Brüssel und Straßburg gab es Informationen zu Meilensteinen der europäischen Zusammenarbeit nach dem zweiten Weltkrieg und zu den 27 Mitgliedsstaaten. Die Plenarversammlung der 720 Abgeordneten wählte zum Auftakt des ersten Sitzungstages der neuen Legislaturperiode Roberta Metsola aus Malta erneut zur Präsidentin. Danach folgten die Wahlen der Vizepräsidenten. Katarina Barley (SPD) wurde im ersten Wahlgang als eine der Stellvertreterinnen der Präsidentin gewählt. Während der Auszählungspause leerten sich der eindrucksvolle Plenarsaal und die Besuchertribüne. Es schloss sich ein Treffen mit der neugewählten Europaabgeordneten Vivien Costanzo aus Freiburg an, neben René Repasi die zweite SPD-Abgeordnete aus Baden-Württemberg. Ihre Schwerpunktthemen sind „Verkehr“ und „Arbeit“, beide in unserer Automobilregion von großem Interesse, ebenso wie die Zukunft des europäischen Schienenverkehrs. Zu diesen Themen werden wir mit Vivien Costanzo in Kontakt bleiben. Die Einladung nach Herrenberg ist ausgesprochen.
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