Gäubote vom 27.19.2023
Meine Meinung
Nun also eine weitere Möglichkeit, die Herrenberger Stadtpolitik mitgestalten zu können: Der Gemeinderat hat beschlossen, dass jetzt auch die Kernstadtbewohner ähnlich den Ortschaftsräten ihre Belange beraten und einbringen können. Die SPD hätte zwar einen Kernstadtrat den jetzt beschlossenen Quartiersräten vorgezogen, aber die Mehrheit wollte dies anders. Sei es drum: Entscheidend wird nun sein, dass möglichst viele diese Chance wahrnehmen, ihre Wünsche und Vorstellungen in ihrem Quartier aktiv einbringen und mit anderen aus dem Quartier diskutieren. Die Ortschaftsräte haben gute Erfahrungen damit gemacht, dass Anträge vom Gemeinderat und der Verwaltung ernst genommen und häufig umgesetzt werden.
Gleichzeitig setzt der Gemeinderat eine weitere Beteiligungsmöglichkeit um: Die Herrenberger Bürgerschaft kann sich im Rahmen eines breiten Dialogprozesses mit dem geplanten Baugebiet „Herrenberg-Süd“ auseinandersetzen. Wenn die Vorstellungen so weit wie bei diesem Thema auseinanderliegen, hilft es, sich auf die Sachfragen zu konzentrieren. Meist entwickeln sich dann Kompromisse sehr rasch. Ein Bürgerentscheid mit Ja oder Nein zu Beginn eines solchen Prozesses wird der Komplexität der Thematik nicht gerecht.
Entscheiden darf aber immer nur das Gremium, das demokratisch gewählt wurde. Jeder und jedem steht es offen, auch für die Kommunalwahlen 2024 zu kandidieren und damit direkten Einfluss zu erhalten. Zumindest sollte man von seinem Wahlrecht Gebrauch machen.
Wer also nicht nur meckern, sondern mitgestalten will, findet so viele Möglichkeiten wie nie zuvor im Rahmen unserer kommunalen Demokratie. Die Veränderungen in der Krankenhausplanung sind ein Beleg dafür, dass sich konstruktive Mitarbeit lohnt. Wir als bisherige Entscheidungsträger empfinden dies nicht als „Konkurrenz“, sondern als willkommenen Beitrag, unsere Demokratie gegen Hetzer und Vereinfacher zu verteidigen. Die Lehre aus unserer Geschichte ist, dass Freiheit und Demokratie schneller beseitigt sind, als man denkt. Deswegen jetzt aktiv werden.
Lars Klingbeil und Saskia Esken, SPD | Omid Nouripour und Ricarda Lang, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN | Christian Lindner, FDP | Friedrich Merz, CDU | Markus Söder, CSU
Die Sicherheit des Staates Israel ist uns Verpflichtung und deutsche Staatsräson. Wir sind unseren Partnern und Freunden in Israel nicht nur historisch, sondern auch in einer demokratischen Wertegemeinschaft verbunden.
Die massiven und brutalen Angriffe der Hamas sind abscheuliche Verbrechen an unschuldigen Frauen, Männern und Kindern in Israel. Wir trauern mit den Opfern und ihren Familien. Unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden dem ganzen israelischen Volk und dem Staat Israel. Dieser Terror ist durch nichts zu rechtfertigen und muss sofort gestoppt werden. Israel hat ein völkerrechtlich verbrieftes Recht auf Selbstverteidigung.
Wir, die wir im demokratischen Wettbewerb miteinander stehen, sind heute geeint in unserer Solidarität mit dem israelischen Volk und dem Staat Israel.
Demokratie schützen – Vielfalt leben – Freiheit stärken
Die SPD Böblingen stellt sich für die Kommunalwahl 2024 auf: Gerlinde Feine und Lukas Häberle führen die Liste für den Gemeinderat an; Olcay Miyanyedi ist Spitzenkandidat für Dagersheim. Liliane Lanz und Noah Robeller treten als Jugendkandidierende an.
Gemeinderatsliste Böblingen
1. Gerlinde Feine
2. Lukas Häberle
3. Lucienne Graupe
4. Florian Wahl
5. Tamara Atexinger
6. Enzo Gaeta
7. Liliane Lanz
8. Michael Stürm
9. Holger Chemnitz
10. Marko Nuic
11. Beate Bartholomä
12. Lorenz Horlacher
13. Noah Robeller
14. Celine Koblowsky
15. Johannes Wetzstein
16. Bärbel Sonnenmoser
17. Frank Schubert
18. Mobolaij Konnerth
19. Karin Brinker
20. Bahar Karayel
21. Franca Fiorenza
22. Sandra Wohlbold
23. Edith Nies
24. Maria Dries-Koblowsky
25. Walter Wejwar
26. Monica Wejwar
27. Martin Frey
28. Monika Hörner
Gemeinderatsliste Dagersheim:
29. Olcay Miyanyedi
30. Jahn Wichert
31. Rolf Scherer
32. Fynn Klingenstein
Am 19. Oktober war der MdEP (Mitglied des europäischen Parlaments) und designierter Spitzenkandidat für die Europawahl der SPD Baden-Württemberg Rene Repasi zu Gast in Renningen. Neben exklusiven Einblicken aus der parlamentarischen Arbeit im EU-Parlament hat Rene Repasi auch vielfältige Fragen beantwortet. Eine Delegation aus Weil der Stadt war auch dort zu Besuch.
Die Wahlbeteiligung bei den EU Wahlen ist leider immer zu gering, im Vergleich zur Bedeutung, die die Europäische Union heutzutage für unser Leben hat. Die SPD steht zu 100% hinter der Europäischen Union und wir freuen uns auf den Wahlkampf im kommenden Jahr an der Seite von Rene Repasi.
Prof. Dr. Rene Repasi ist nicht nur Abgeordneter und Sozialdemokrat, der promovierte Rechtswissenschaftler ist auch Professor für Europarecht an der Erasmus-Universität Rotterdam.
Neuntklässler schwächeln in Deutsch
Neuntklässler schwächeln in Deutsch! Diese Überschrift ging vorletzte Woche durch die deutsche Medienlandschaft. Basierend auf den vorgestellten Ergebnissen des IQB-Bildungstrends, der am 13. Oktober zum Abschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin vorgelegt wurde. Aus diesem geht hervor, dass etwa jeder Dritte im vergangenen Jahr bei deutschlandweiten Tests an Mindeststandards für den mittleren Schulabschluss (MSA) im Bereich Lese- und Hörverständnis scheiterte, mehr als jeder Fünfte verfehlte diese im Bereich Rechtschreibung. Zwar wird in der Studie einschränkend darauf hingewiesen, dass die getesteten Neuntklässler noch ein Jahr Zeit haben, um die MSA-Standards zu erreichen, denn der mittlere Schulabschluss wird in der Regel am Ende der zehnten Klasse erworben. Dennoch zeigt der Vergleich zur Vorgängeruntersuchung im Jahr 2015, dass der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit entsprechend großen Problemen im Bereich Lesen und Rechtschreibung steigt – und zwar jeweils um rund 9 Prozentpunkte, im Bereich Zuhören/Hörverständnis sogar um 16 Prozentpunkte. Schüler aus Haushalten, in denen es viele Bücher gibt, erreichen höhere Ergebnisse. Hier zeigt sich also auch wissenschaftlich, was vermutlich niemanden wirklich überrascht: Lesen bildet und Übung macht den Meister.
Was muss also passieren?
Die Freude am Lesen und Schreiben, an Geschichten allgemein, muss bei den Kindern erweckt werden.
Wir als Ortsverein haben uns daher überlegt, dies anhand des uns ebenfalls am Herzen liegenden Themas der „Gänseliesel“ tatkräftig zu unterstützen. Und zwar mit zwei Workshopterminen in der Stadtbücherei am Kalkofen, bei denen jeweils bis zu acht Kinder im Grundschulalter unter Anleitung von Theaterpädagogin Sandra Fleige die Geschichte dieser stadtbekannten Statue neu erfinden und als Geschichte niederschreiben.
Das daraus entstehende Buch soll dann im Mai 2024 feierlich präsentiert werden.
Die Workshops finden statt am Donnerstag, 9.11. von 18-20 Uhr und am Samstag, 11.11. von 10-12 Uhr. Anmeldung bitte vorab an susanne.cianci@gmail.com
Wir freuen uns auf zahlreiche Autorinnen und Autoren!
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