
Wir möchten Euch gerne zu unserem traditionellen Seefest einladen, welches in diesem Jahr wieder stattfindet. Unsere Bundestagsabgeordnete Jasmina Hostert, der SPD-Kreisverband und der SPD-Stadtverband Böblingen laden Euch alle recht herzlich ein.
Am Sonntag, den 10. September 2023 von 10:30 Uhr bis 15 Uhr an der Alten TÜV-Halle in Böblingen.
Wie immer wird es auch dieses Jahr einen Flohmarkt geben, dieser beginnt bereits um 9 Uhr.
Wir freuen uns als Ehrengast den Vizepräsidenten des Landtags von Baden-Württemberg Daniel Born begrüßen zu dürfen. In seiner Rede ab 11 Uhr wird Daniel aktuelle politische Themen im Land genauer beleuchten.
Die Band "Karin & Friends" wird den Tag musikalisch umrahmen. Wir freuen uns auf Euch!
Ohne den Einsatz von vielen Helferinnen und Helfern ist unser Sommerfest nicht zu stemmen. Deswegen bitten wir um rege Unterstützung beim Aufbau ab 9 Uhr oder beim Abbau ab 15:30 Uhr. Meldet Euch bitte per E-Mail bei Mario Sickinger: mario.sickinger@spd-boeblingen.de.
Wir sind um jede helfende Hand danbkar!
KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen -
Die SPD, der DGB Kreisverband Böblingen und die KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen laden ein zur gemeinsamen Gedenkstunde.
Am 04.09.2023 ist es genau 40 Jahre her, dass zum Höhepunkt der Friedensbewegung viele Bürgerinnen und Bürger aus der Gäuregion einem Aufruf der SPD und dem DGB folgten und sich auf dem Tailfinger Friedhof zu einer
Gedenkstunde an einem bereits etwas maroden Holzkreuz versammelten.
Veranstaltungseinladung als PDF
Auf dem Holzkreuz eingraviert standen die Worte: Hier ruhen 72 unbekannte KZ-Häftlinge.
Diese Veranstaltung, welche anlässlich des Antikriegstages drei Tage danach stattfand, löste eine hitzige Diskussion in der Öffentlichkeit aus, welche sich unter anderem in Form von Leserbriefen im Gäuboten ausdrückte.
„Geben Sie endlich Ruhe und rühren Sie nicht immer in der Vergangenheit, die Sie ja aus eigenem Erleben gar nicht beurteilen können. Vielleicht kehrt dann endlich einmal Ruhe und Frieden ein.“, hieß es beispielsweise in einem Leserbrief einer Bondorfer Bürgerin an eine der Organisatorinnen der vorigen Veranstaltung 1982.
In den letzten 4 Jahrzehnten seit dieser Gedenkstunde auf dem Friedhof in Tailfingenist viel geschehen.
Das Ergebnis jahrzehntelanger Recherchen und hartnäckiger Arbeit an einem würdigen Erinnern ist, dass heute alle 601 jüdischen KZ-Häftlinge, welche von November 1944 bis Februar 1945 auf dem Tailfinger Flugplatz Zwangsarbeit leisten
mussten, ihre Namen zurückbekommen haben.
Gäubote vom 26.08.2023
Herrenberg: SPD-Fraktion im Gemeinderat erklärt sich zum Medizingutachten und Krankenhausstandort. Offener und fairer Bürgerdialog gewünscht.
Mit einem umfangreichen Fragenkatalog zum Krankenhausgutachten wendet sich die SPD-Gemeinderatsfraktion an den Landkreis. „Vieles bleibt im vorliegenden Konzept nebulös“, so Bodo Philipsen, Vorsitzender der Fraktion. Völlig unverständlich sei, warum der Landkreis baulich bereits in der Umsetzung des bisherigen Medizinkonzepts von 2020 sei und gleichzeitig ein neues Gutachten beauftrage. So seien in den letzten Jahren umfangreiche Sanierungen der Kliniken erfolgt, die nun nicht mehr sinnvoll erscheinen, darunter in Herrenberg der OP-Bereich erneuert worden, obwohl nach dem neuen Gutachten nun die Fachklinik geschlossen werden solle. Auch die umfangreichen Arbeiten für ein Parkhaus hätten nach den neuen Planungen keine Grundlage mehr.
Zahlreiche Informationen schon in der Analyse vermisst
In einem umfangreichen Papier, das die Fraktion der Stadtverwaltung zur Verfügung stellt, sammelt die SPD verschiedene Fragen zum Konzept. Zu klären sei unter anderem, welches Leistungsspektrum die Reform für die für Herrenberg angedachte Versorgungsstufe vorsieht: Wie viele Ärzte welcher Fachrichtungen sollen hier künftig ambulant arbeiten, wie würden Facharztpraxen eingebunden, wie viele Pflegekräfte und Hebammen verlieren ihren Arbeitsplatz in Herrenberg? Ist eine Fachklinik Alters- und Palliativmedizin geplant, könne eine hebammenbetriebene Geburtsstation erhalten bleiben? In welchem Umfang bliebe eine Notfallversorgung gewährleistet, wie wird der Rettungsdienst organisiert und soll eine Rettungswache in Herrenberg verbleiben?
Schon in der Analyse vermisst die SPD zahlreiche Informationen, beispielsweise wie sich der sprunghafte Anstieg der Verluste erklären lasse, was Grund sei, dass ein Drittel aller Behandlungen von Kreisbürgern in Kliniken außerhalb des KVSW erfolgt, und welche Funktion Herrenberg als Südtor für den Klinikverbund erfüllt. Noch Anfang des Jahres habe es seitens des Landkreises immer wieder Beteuerungen zum Erhalt der Herrenberger Klinik gegeben, obwohl schon damals klar gewesen sein müsste, dass der Status quo nicht zu halten ist. Dies untergrabe das Vertrauen in politisches Handeln.
Noch sei das neue Konzept für Herrenberg zu unausgegoren, um endgültig Stellung zu beziehen. Klar sei für die SPD aber, dass ein reines Medizinisches Versorgungszentrum nicht ausreichen werde und man wünscht sich zum Konzept einen offenen und fairen Dialog mit den Bürgern.
-gb-
Gäubote vom 18.08.2023
Meine Meinung
Von Bodo Philipsen, Fraktionschef der Herrenberger SPD
Da ist etwas ins Rutschen gekommen – auch in Herrenberg. Das Misstrauen gegenüber Verwaltung und ehrenamtlichen Gemeinderäten ist gewachsen. Viele fühlen sich von der repräsentativen Demokratie nicht mehr vertreten, manche nicht mehr wahrgenommen, ihre Kritik dann um so heftiger, nicht selten unter der Gürtellinie und mit Fake News durchsetzt. Die zahlreichen Krisen wie Corona, Krieg, Inflation, Konjunktureinbruch verbunden mit drastischen Veränderungszwängen überfordern nicht wenige. Viele schalten die Nachrichten einfach ab oder kündigen ihre Zeitung, suchen Selbstwirksamkeit nur noch im Privaten. Demokratie wird zum Versandhaus: Wenn man nicht geliefert bekommt, was man erwartet hat, dann hagelt es Kritik, überwiegend in den sozialen Netzwerken.
Aber Demokratie braucht auch die Mitwirkung der Bürger/innen, auch sie müssen liefern. Leider engagieren sich allerdings immer weniger in Parteien, obwohl gerade sie die Demokratie tragen. Ganz generell schwindet das Gefühl für Selbstverantwortung. Die AfD profitiert und heizt mit Hass und Hetze noch an. So wird aus uns Ehrenamtlichen, die wir einen Großteil unserer Freizeit für das Fortkommen unserer Gemeinde opfern, oft nur noch „die da oben“, die man mit Dreck bewerfen kann. Und das, obwohl es noch nie so viel Mitwirkungsmöglichkeiten gab wie in der „Mitmachstadt“. Missverstanden wird oft, dass am Ende die durch demokratische Wahl Legitimierten und nur sie entscheiden dürfen. Wir als Gewählte müssen mit den Wählern reden, unsere Positionen begründen, auch Rat einholen, die kulturellen Blasen über winden, aber wir müssen am Ende auch den Mut haben zu entscheiden und dafür die Verantwortung zu tragen. Endlose Beteiligungsrunden vergrößern den Vertrauensverlust nur weiter.
Nächstes Jahr sind wieder Wahlen zum Gemeinderat. Alle Parteien suchen verzweifelt nach Kandidat/innen, die ernsthaft gestalten wollen.
Aber gerade die am heftigsten Kritik üben, lehnen eine eigene Kandidatur am entschiedensten ab. Als Gewählte könnten die Kritiker dann ja nicht mehr „von denen da oben“ sprechen, weil Sie ja selber im Gemeinderat säßen.
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