Vor einem Jahr durfte ich als Nachrücker das Kreistagsmandat von Norbert Weinmann übernehmen. Norbert Weinmann hat sein Mandat aufgrund vielseitiger ehrenamtlicher Verpflichtungen und nicht zuletzt, um mehr Zeit mit Familie und Enkeln zu verbringen, niedergelegt.
Es begann eine spannende Zeit, in der ich mich in die Themen des Kreistags und vor allem in die Aufgaben im Ausschuss für Soziales und Gesundheit eingearbeitet habe. Da ich beruflich hauptsächlich mit Finanzen zu tun habe, empfand ich den Einblick in die sozialen Bereiche als große Bereicherung. Am eindrucksvollsten finde ich immer noch den Teilhabe-Beirat. Das ist ein Gremium, welches aus Bewohnern/Vertretern von Behindertenwerkstätten und -einrichtungen besteht und von Reinhard Hackl, dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung im Landratsamt Böblingen, geleitet wird. Die Erzählungen der Betroffenen weiten unser aller Blick und sensibilisieren für ihre Bedürfnisse. Seitdem ist mir klar geworden, warum es beispielsweise so wichtig ist, die Bushaltestellen barrierefrei zu machen. Das bedeutet für die Betroffenen Selbständigkeit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Ein Thema, was nahezu jede Sitzung streift, ist die Unterbringung und Integration der Geflüchteten. Es ist außergewöhnlich, was hier von Ehrenamtlichen, Bürgern, Bürgermeistern und den Landkreismitarbeitern gestemmt wird. Die Koordination, der Kontakt und die Abstimmung ist hier ganz essenziell.
Sehr interessant erscheinen mir auch die Themen, die sich aus der Bundespolitik runterbrechen bis in die Kommunalpolitik. Die Bundesregierung hat den schnelleren Ausbau der regenerativen Energien beschlossen. In der Kommunalpolitik zeigt sich diese Entscheidung, indem das Landratsamt Stellen schafft, um die Genehmigungsprozesse von Windkraftanlagen zeitlich zu halbieren. Diese Stellengenehmigungen müssen im Kreistag beschlossen werden. Somit werden wir Teil von zukunftsweisenden, großen Entscheidungen, die uns alle als Energieverbraucher beeinflussen.
Die finanziell schwerwiegendste Aufgabe ist derzeit sicher der Neubau der Flugfeldklinik. Hier sind vielfältige Aspekte wie Versorgungssicherheit im gesundheitlichen Bereich, finanzielle Belastungen hieraus und strategische Entscheidungen gegeneinander zu abzuwägen. Das halte ich für eine große Verantwortung.
Ich bin sehr dankbar, die Belange Schönaichs, Waldenbuchs und Steinenbronns im Kreistag vertreten zu können und möchte mich an dieser Stelle für das Vertrauen bedanken.
Gäubote vom 24.11.2022
Meine Meinung
Von Petra Menzel, SPD-Stadträtin in Herrenberg
Chefplaner Thomas Kiwitt hat im Gemeinderat den Wohnungsmangel in der Region Stuttgart aufgezeigt. Was die Statistik nüchtern belegt, erleben alle, die als Rentnerin, Normalverdiener oder Berufsanfänger auf Wohnungssuche sind.
Unternehmen finden dringend benötigte Fachkräfte nur, wenn auch der Wohnungsmarkt stimmt. Gebaut wird seit Jahren vor allem am Rand der Region, mit geringer Dichte, Flächenverbrauch und der Folge von mehr Autoverkehr. Herrenberg als Mittelzentrum mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr muss seinen Beitrag gegen diese Zersiedelung leisten.
Innenentwicklung geht vor Außenentwicklung. Viele Baulücken in der Stadt sind inzwischen geschlossen, oft in hoher Dichte. Herrenberg-Süd als Neubaugebiet wird von manchen abgelehnt, obwohl es der beste Standort für eine Stadterweiterung mit kurzen Wegen zur Innenstadt, zu Schulen und Sportanlagen ist. Als Alternative wird auf die Innenentwicklung verwiesen. Die Bebauung von Lücken im Bestand ruft ihrerseits Gegner auf den Plan, die den Verlust von Grün und freier Sicht beklagen, mehr Verkehr in ihren Quartieren befürchten und gegen die Nachverdichtung vorgehen. Die Antwort lautet, dass wir beides brauchen, um ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Herrenberg-Süd, als konsequent ökologischer und grüner Stadtteil ist eine Chance. Innenentwicklung ist kein Freibrief, Flächen bis zum letzten Quadratmeter zu überbauen. Je dichter, desto mehr Qualität durch geschützte private Bereiche, grüne Dächer und Fassaden und ökologisch wirksame Freiflächen sind nötig. Ein Netz von Stadtbiotopen auf öffentlichen und privaten Flächen muss das Ziel sein. Wir müssen Grünkonzepte entwickeln, in die sich die Bebauung einfügt, und nicht umgekehrt. Der Schutz von Klima und Artenvielfalt ist darüber hinaus auch im Bestand und nicht nur dort, wo neu gebaut oder nachverdichtet wird, zwingend geboten. Herrenberg hat innen wie außen viele Po tenziale für ein besseres Grün.

Einladung zur Bürger*innensprechstunde der Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert.
Am Montag, den 05.12.2022 können interessierte Bürgerinnen und Bürger, wahlweise per Zoom-Videokonferenz oder per Telefon, Ihre Fragen an die Bundestagsabgeordnete stellen. Frau Hostert wird sich von 17:30 bis 19:30 Zeit nehmen um die Anliegen zu beantworten. Um einen reibungslosen Ablauf der Bürger*innensprechstunde zu garantieren, ist eine Voranmeldung per E-Mail oder Telefon erforderlich: Bitte melden Sie sich unter wahlkreis@jasmina-hostert.de oder 07031/2850284 an.
In der Vorstandssitzung des Ortsvereins hatte der Vorsitzende, Dieter Keiper, die Ehre und Freude, im Namen der SPD, ihrem langjährigem Mitglied Ingrid Seitter für 25 Jahre Treue zur SPD herzlich zu gratulieren und zu Danken.
Für die aktive Mitarbeit wurde Ingrid die Urkunde und Brosche mit der Hoffnung überreicht noch viele Jahre für den Ortsverein tätig zu bleiben.
Alles Gute und viel Gesundheit wünschen deine Genossinnen und Genossen.
Am Montag, den 05.12.2022 können interessierte Bürgerinnen und Bürger, wahlweise per Zoom-Videokonferenz oder per Telefon, Ihre Fragen an die Bundestagsabgeordnete stellen. Frau Hostert wird sich von 17:30 bis 19:30 Zeit nehmen um die Anliegen zu beantworten. Um einen reibungslosen Ablauf der Bürger*innensprechstunde zu garantieren, ist eine Voranmeldung per E-Mail oder Telefon erforderlich: Bitte melden Sie sich unter wahlkreis@jasmina-hostert.de oder 07031/2850284 an.
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