Wir im Kreis Böblingen.

SPD im Kreis Böblingen

Weiler SPD-Vertreter zu Besuch bei Jasmina Hostert in Berlin

Zur ersten BPA-Fahrt hatte Jasmina Hostert Mitglieder ihres Wahlkampteams aus dem Wahlkreis BB nach Berlin eingeladen. Höhepunkte des vollgepackten Programms waren dabei ein Besuch im Reichstag, wo man auf der Tribüne die Debatte um die Verlängerung der Bundeswehreinsätze in Mali und im Libanon verfolgen konnte. Im Bundesrat lief kurz darauf die Abstimmung über das 9,-€ Ticket. Es war spannend zu erfahren, wie vielfältig die Aufgaben neben den Sitzungen in Familien- und Sportausschuss und den Plenarsitzungen sind, wobei Gespräche mit Experten und Interessenvertretern aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrmals täglich zum Programm gehören. 2-3 solcher Fahrten kann jeder Abgeordnete im Jahr anbieten, um politisch interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu bieten, ihre Arbeit im Bundestag hautnah zu erleben.

Grundschulen zuerst

Bodo Philipsen

Gäubote vom 18.05.2022

Meine Meinung

Bodo Philipsen, SPD-Fraktionssprecherim GemeinderatHerrenberg

Nun endlich kommt der von uns beantragte Masterplan Schulen auf die Zielgerade. Unsere Schulkinder haben es verdient, dass die Schulräume, in denen sie viele Stunden verbringen, mindestens in einem solchen Zustand sind wie die Büros der Eltern, Läden, Restaurants oder Bankräume. Sonst kann in ihren Augen Bildung ja nichts wert sein. Der Sanierungsstau ist aber erheblich, die Albert-Schweitzer-Schule muss sogar neu gebaut werden.

Wachsende Schülerzahlen verlangen in der Kernstadt eine weitere Grundschule, in Kayh und Mönchberg deutet sich ebenfalls ein gemeinsamer Neubau an. In fast allen Schulen fehlen Räume für die Ganztagsbetreuung und vielerorts sind Sanierungen in Heizung, Lüftung, Fenster, Brandschutz, Böden und Wände erforderlich. Gar nicht davon zu sprechen, welche räumlichen Anorderungen eigentlich für eine moderne Campus-Pädagogik notwendig wären: Gruppen- und Rückzugsräume, Experimentier- und Besprechungsräume. Alles in allem werden wir in den nächsten Jahren wohl an die 200 Millionen Euro ausgeben müssen. Und das bei einem Gesamthaushalt von etwa 100 Millionen Euro, mit dem wir neben dem städtischen Personal auch neue Kitas oder den Klimafahrplan schultern müssen.

Ohne Prioritätssetzungen wird es deswegen nicht gehen. Wenn wir Chancengleichheit ernst nehmen, müssen die Grundschulen dabei zuerst berücksichtigt werden. Kleinere Sanierungen müssen zeitlich neben den Großprojekten durchgeführt werden. Auch wir als Kommune müssen einen Beitrag dazu leisten, dass bessere Bildung die Spaltung unserer Gesellschaft verringert.
 

Jahreshauptversammlung mit Wahlen

Die nächste Jahreshauptversammlung mit Wahlen und einer Ehrung des SPD-Ortsvereins Gäufelden findet am Freitag, 24.06.2022 um 18:00 Uhr in der Kickers Sportsbar (Mötzinger Str. 71, 71126 Öschelbronn-Gäufelden) statt. Wir möchten zuerst gemeinsam gemütlich essen, danach die Ehrung und anschließend unsere Jahreshauptversammlung mit Wahlen abhalten.

Ich freue mich auf Euer Kommen und unser Wiedersehen.

 

 

Mötzingen - Sommerferienprogramm für Kinder

Leider wegen Corona ausgefallen

Wir werden wie bisher jedes Jahr auch dieses Jahr wieder einen Tag mit den Kindern aus unserem Gäu gestalten.

Lasst Euch überraschen.

Gedenktag 8. Mai

Siegfried Schulz erinnert sich

Der Krieg in der Ukraine gibt der Mahnung des 8.Mai eine besondere Prägung. Eine als Spezialoperation euphemistisch bezeichnete kriegerische Aggression brachte militärische Handlungen bis hin zu Kriegsverbrechen in den europäischen Alltag. Ein Vorgang, den man seit Jahrzehnten bei aller waffentechnischen Bedrohung ausgeschlossen sah. Gedenken und Aktualität bilden einen befremdlichen Einklang.

Die „Friedenslinde“, welche die SPD Waldenbuch am 8.Mai 1985 beim Kindergarten Mühlhalde gepflanzt hat, ist ein lebendes Mahnmal für den Frieden. Ein Symbol auch für den Fortgang des Lebens nach schwärzesten Stunden. Der Überfall von Nazi-Deutschland auf die Sowjetunion und dessen Verlauf waren menschenverachtend, verbrecherisch, ein barbarisches Wüten in Schlachten und gegenüber der  Zivilbevölkerung, insbesondere der jüdischen. Das ist von Geschichtswissenschaftlern vielfach dokumentiert. Sie haben das einst propagierte Bild von der „sauberen “ Wehrmacht zerpflückt und zurechtgerückt.

Rechts im Bild die Friedenslinde und der damalige Ortsvereinsvorsitzende Manfred Ruckh

 

Man sollte darauf hinweisen, dass sich die verbrecherische Kriegführung des „Unternehmens Barbarossa“ ab 1941 nicht nur auf die überfallenen Länder der Sowjetunion erstreckten, sie war auch ein Verbrechen an den eigenen Leuten, die man in der strategischen Verblendung der Blitzkrieg-Metapher mit teilweise unzureichender Ausrüstung rücksichtslos in die tödliche Auseinandersetzung schickte, worüber der anfängliche Ablauf aufgrund militärischer Erfolge und sommerlicher und herbstlicher Verhältnisse über vieles hinweg täuschte.

Es war ein doppelter Missbrauch an den jungen Männern des eigenen Volkes, die man hoch gerüstet und ideologisch geimpft in einen durch nichts gerechtfertigten und letztlich aussichtslosen Eroberungs- und Vernichtungskrieg jagte.   

Es regt sich in der Ukraine der Verdacht, dass die russischen Invasoren zeitweise ähnlichen Fehleinschätzungen unterlagen und von ihrer Führung ähnlich getäuscht wurden, was sie dennoch nicht hinderte, Tod und Zerstörung unter den Menschen zu verbreiten.

Der Tag der Befreiung, wie wir den 8.Mai inzwischen auch in Deutschland nennen, ist in diesem Jahr somit nicht nur von der Erinnerung, sondern auch vom aktuellen Geschehen bestimmt und führt uns über die Fernsehbilder das Grauen des Kriegs unmittelbar vor Augen.

Die SPD Waldenbuch gedenkt traditionell an diesem Tag aller Opfer von Krieg und Vertreibung. Und hält die Erinnerung wach: Hier spricht nun der einstige „Neubürger“ und Heimatforscher Siegfried Schulz, aus Königsberg stammend, aus Anlass des 8.Mai über seine persönlichen Erfahrungen von Krieg, Vertreibung und Internierung.

 

Harald Jordan

 

 

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