
Krieg und NS-"Euthanasie" – Grafeneck 1940
Vortrag von Thomas Stöckle, Historiker und Leiter der Gedenkstätte Grafeneck
Nur wenige Wochen nach Kriegsbeginn wurde das Schloss Grafeneck auf der Schwäbischen Alb – 60 Kilometer südlich von Stuttgart – beschlagnahmt und im Januar 1940 begann eines der beispiellosen Verbrechen der NS-Zeit. 10.654 Menschen mehrheitlich mit psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen wurden dorthin deportiert und in einer Gaskammer auf dem Gelände des Schlosses ermordet. Die Opfer stammten aus fast 50 Kranken- und Pflegeeinrichtungen des heutigen Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Die Verbrechen wurden vertuscht, Spuren der Tat verwischt, die Leichen der Opfer verbrannt und diese lange Jahrzehnte vergessen.
Die Erinnerung an die Opfer, aber auch das Bewusstsein von der großen Zahl der Täter und der noch größeren der Mitwisser, setzte erst zwei Generationen später ein und ist ein bis heute nicht abgeschlossener Vorgang. Seit 1990 erinnert in Grafeneck eine Gedenkstätte an die Opfer – 9.500 sind heute namentlich identifiziert. Sie stammten aus hunderten von Städten und Gemeinden unseres Bundeslandes und weit darüber hinaus und tragen unsere Namen. Im Jahr 2005 entstand ein Dokumentationszentrum in Grafeneck das über die Verbrechen informiert. Heute besuchen über 30.000 Besucher jährlich den Ort und die Gedenkstätte.
Der Historiker und Leiter des dortigen Dokumentationszentrums Thomas Stöckle geht auf die Hintergründe und Vorgänge dieser Verbrechen ein und beschreibt die (Nach-)Geschichte des Vergessens und der Erinnerung nach 1945.
https://nordwuerttemberg.dgb.de/termine/++co++cfd8d64e-d2b4-11ea-9cb1-001a4a160123
Gäubote vom 30.07.2020
Herrenberg: Entscheidung zur Family-Card wird vertagt
Die SPD-Fraktion im Herrenberger Gemeinderat macht sich für eine Family-Card für finanziell schwächere Familien stark. Das Thema dreht jetzt noch eine Runde, im Oktober soll beschlossen, ob die Vergünstigungskarte kommt.
Von Jochen Stumpf
Gute-Nacht-Geschichten für Erwachsene im Pomeranzengarten Leonberg (Foto 2018 mit Yusuf Shoaib)
Leonberg liest und das ganz besonders im Sommer. Eine schöne Kulisse, Ein gutes Buch, duftende Blumen, ein kühler Abendhauch - ein perfektes Ambiente. Yusuf liest seit zwei Jahren leidenschaftlich seine Lieblingsbücher ( Ich bin Malala, Malala Yousafzai, Becoming-meine Geschichte, Michelle Obama) und am Sonntag, 2. August 2020 um 19.45 Uhr das Buch über Mahatma Gandhi. Wie im letzten Jahr, hat er die Freude am ersten Tag die Gäste zu begrüßen und den ganzen Abend (3 Lesungen) zu moderieren.
Mahatma Gandhi hat mit seiner Idee des Widerstands durch Gewaltlosigkeit und Ungehorsam die Welt verändert und inspirierte tausende Menschen, darunter Martin Luther King und Nelson Mandela. Eine bessere Welt beginnt bei jedem Einzelnen. Der junge Enkel Arun Gandhi schreibt, was er von Mahatma Gandhi alles gelernt hat, ein Vermächtnis seines Großvaters, das er in diesem Buch mit uns teilt, Frieden, Freiheit, gewaltloser Widerstand gegen das Unrecht dieser Welt und setzt sich für das Erbe seines "Bapuji" (indisch für Opa) ein. Er sagte "Freude liegt im Kampf, im Wagnis, in der Leidenschaft, nicht im Siegen!"
Unser Yusuf lädt ganz herzlich am Eröffnungsabend, Sonntag, 2. August 2020 um 19.45 Uhr, als Leser und Moderator ein, sein Lieblingsbuch zu genießen.

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