"Die SPD muss wieder Partei der sozialen Gerechtigkeit werden“
Bericht von der Mitgliederversammlung am 13. März am 18.3.26 im Gäuboten
Eine tiefe Enttäuschung war den Mitgliedern der Herrenberger SPD auf ihrer sehr gut besuchten Mitgliederversammlung zum Ausgang der Landtagswahlen anzumerken. Die zahlreichen Grafiken, die der stellvertretende Vorsitzende Fatih Dursun an die Wand warf, zeigten, dass die Partei bei fast allen Wählergruppen verloren hat. „Die SPD kümmert sich zu wenig um die arbeitende Mitte“, so die Meinung der Mehrheit der Bevölkerung.

PRESSEMITTEILUNG AfA Baden-Württemberg
Am Samstag, 14. März, hat sich die AfA (Arbeitsgemeinschaft für Arbeit) in Stuttgart zu ihrer Landesdelegiertenkonferenz (LDK) getroffen. Im Mittelpunkt standen die inhaltliche Positionierung der AfA, die Neuwahl des Landesvorstands sowie die Diskussion über die Lage in der SPD nach der Landtagswahl vom 8. März 2026.
Daniel Sauerbeck, Landesvorsitzender der AfA, hebt hervor:
„Auf unserer LDK haben wir erneut festgestellt, wie stark unsere Herzen für eine Sozialdemokratie im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schlagen. Viele wünschen sich eine offenere und diskussionsfreudigere SPD. Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeit ist überzeugt: Eine echte Erneuerung kann nur von unten gelingen. Eine entsprechende Resolution wurde einstimmig beschlossen.“
Inhaltlich konnte die AfA mit ihrem Leitantrag „Gute Arbeit im Ländle: Arbeit sichern – Standort halten – in Zukunft investieren“ deutlich machen, was sie von der kommenden Landesregierung fordert: eine Stärkung der Tarifbindung und Mitbestimmung, Investitionen in zukunftsfähige Infrastruktur sowie die Einbeziehung der Beschäftigten und Gewerkschaften in die Gestaltung des industriellen Wandels. An die Unternehmen richtet sich der Appell, Verantwortung für Arbeitsplätze und Standorte im Ländle zu übernehmen und gemeinsam mit den Beschäftigten Zukunftskonzepte zu entwickeln.
Mit 97 % Zustimmung wurde der Landesvorsitzende Daniel Sauerbeck, der Betriebsratsvorsitzender bei der ZF Friedrichshafen AG am Standort Alfdorf ist, in seinem Amt bestätigt.
„Wenn wir unsere Partei wieder zu alter Stärke führen wollen, müssen wir die Lebensrealitäten der arbeitenden Menschen stärker in unsere Politik einbeziehen. Das ist in der Vergangenheit viel zu wenig geschehen“, so Evelyne Gottselig vom Kreisverband Mannheim, stellvertretende Landesvorsitzende.
Gerri Kannenberg, Kreisverband Stuttgart, der als neuer stellvertretender Landesvorsitzender gewählt wurde, betont:
„Die AfA ist nah dran an den aktuellen Themen der Arbeitswelt. Ob Industriepolitik, Mitbestimmung, der Erhalt des Acht-Stunden-Tags, faire Eingruppierung im öffentlichen Dienst oder ein wirklich sozialer Sozialstaat – die AfA hat das inhaltliche Profil und, wie sich am Samstag gezeigt hat, auch die Genossinnen und Genossen, die für diese Inhalte kämpfen wollen und werden.“
Zusatz (nicht Teil der Pressemitteilung):
Aus dem SPD-Kreisverband Böblingen gehören dem neu gebildeten Landesvorstand zwei Mitglieder an:
Farina Semler, stellvertretende GEW-Landesvorsitzende
Georg Patzek, DGB-Kreisvorsitzender.


Der DGB-Kreisverband Böblingen begrüßt die Entscheidung des Sindelfinger Gemeinderats vom Dienstag, 24.03.2025, den neu geschaffenen Platz am Standort des ehemaligen Daimler-Stegs künftig „Georg-Bronnenmayer-Platz“ zu nennen.
Mit der Namensgebung wird eine Persönlichkeit gewürdigt, die für die frühen Kämpfe der Arbeiterbewegung in Maichingen steht. Georg Bronnenmayer verkörpert den Einsatz für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen in einer Zeit, in der soziale Rechte, Mitbestimmung und faire Löhne hart erstritten werden mussten. Sein Engagement im 19. Jh.. ist Teil der gewerkschaftlichen Tradition in der Region.
„Die Entscheidung des Gemeinderats ist ein wichtiges Signal – gerade in einer Zeit, in der gute Arbeit, soziale Sicherheit und Mitbestimmung erneut unter Druck stehen“, erklärt Georg Patzek, Vorsitzender des DGB-Kreisverbands Böblingen. „Die Herausforderungen haben sich verändert, doch der Kern bleibt: Beschäftigte brauchen starke Interessenvertretungen, gute Löhne und verlässliche Arbeitsbedingungen.“
Der Georg-Bronnenmayer-Platz wird mit der Platzbenennung nicht nur ein neuer öffentlicher Platz, sondern auch ein sichtbares Zeichen für die Werte der Gewerkschaftsbewegung: Solidarität, Zusammenhalt und der Einsatz für gute Arbeit. Gerade in Zeiten von Strukturwandel, Transformation und wachsender sozialer Ungleichheit sei es wichtig, diese Werte im öffentlichen Raum präsent zu halten.
Der DGB-Kreisverband Böblingen dankt dem Gemeinderat, sowie dem Oberbürgermeister Kleemann und der Baubürgermeisterin Frau Dr. Corinna Clemens für diese Entscheidung. Und ein ganz besonderer Dank geht auch an den Sindelfinger Geschichtsexperten und Heimatforscher Klaus Philippscheck, der sich sehr für die Bewahrung des Wissens über Georg Bronnenmayer engagiert hat.
https://zeitreise-bb.de/bronmay/
Wie jedes Jahr hat sich der SPD-Ortsverein auch in diesem Jahr an der Waldenbucher Flurputzete beteiligt. Nach der Verteilung von Handschuhen und Zangen und einer kurzen Ansprache von Bürgermeister Chris Nathan machten sich die vielen verschiedenen Gruppen auf den Weg.
Zusammen mit dem Jugendrotkreuz säuberten wir den Wald vom Musikerheim bis zum Hasenhof. Mit dabei war auch mein Deutschschüler, ein junger Flüchtling aus Afghanistan.
Zur Belohnung gab‘s wie immer ein Vesper auf dem Bauhof. Vielen Dank an die Stadtverwaltung für die Verköstigung und die gute Organisation!
Ingrid Münnig-Gaedke
Der SPD-Ortsverein Mötzingen hat sich in seiner jüngsten Mitgliederversammlung intensiv mit den Ergebnissen der Landtagswahl auseinandergesetzt. Dabei wurde deutlich: Viele Menschen fühlen sich politisch nicht mehr ausreichend vertreten – insbesondere die arbeitende Mitte.
„Wir müssen wieder verständlich für die Menschen da sein, die jeden Tag arbeiten, Verantwortung tragen und sich um die Zukunft ihrer Familien sorgen“, so der Tenor der Diskussion.
Zugleich betont der Ortsverein die Bedeutung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. „Unsere Kinder und Enkel wachsen in einer vielfältigen Gesellschaft auf. Diese muss funktionieren – mit fairen Chancen, klaren Regeln und gegenseitigem Respekt.“
Die SPD Mötzingen will künftig noch stärker vor Ort präsent sein und konkrete Verbesserungen im Alltag der Menschen in den Mittelpunkt stellen.
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