Wir im Kreis Böblingen.

SPD im Kreis Böblingen

Aufbruchsstimmung

Eigentlich hätten wir am 8.12. gerne gemeinsam auf die Wahl unseres neuen SPD-Bundeskanzlers im Rössle angestoßen- aber wie so viele Veranstaltungen, fiel auch dieser Termin der Pandemie zum Opfer. Gefreut haben sich aber alle im SPD-Ortsverein natürlich trotzdem und dabei die Hoffnung, dass diese neue Koalition ein Erfolg wird und die vielen Probleme im Land entschlossen anpackt!

„Wir werden weiter Antreiber der SPD sein“

Auf ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung wählten die Jusos Böblingen einen neuen Kreisvorstand und blicken nach der erfolgreichen Bundestagswahl zuversichtlich auf die kommende Ampel-Koalition.

Die Jusos im Kreis Böblingen haben auf ihrer Jahreshauptversammlung die Weichen für das kommende Arbeitsjahr gestellt. Die bisherige Co-Kreisvorsitzende Hannah-Lea Braun kandidierte wegen eines studienbedingten Auslandspraktikums nicht erneut, bleibt dem SPD-Nachwuchs als Maichinger Ortschaftsrätin und stellvertretende Juso-Landesvorsitzende allerdings eng verbunden. Ihr bisheriger Konterpart in der Doppelspitze, der 21-jährige Sindelfinger Martin Wenger, kandidierte erneut für den Kreisvorsitz und wurde einstimmig im Amt bestätigt. 

In seiner Bewerbungsrede machte der Lehramtsstudent deutlich, dass die Jusos den Schwung aus dem erfolgreichen Bundestagswahlkampf in die inhaltliche Arbeit der kommenden Monate mitnehmen wollen. „Wir waren im Wahlkampf an vielen Stellen der Motor dieser Partei und wir bleiben dies auch in der Zeit ohne Wahlkämpfe. Wir haben viele Ideen für unseren Kreis. Bringen wir sie zu Papier, in die Gremien und dann auch in die Realität“, schwor Martin Wenger die Jusos auf eine kommunalpolitische Ausrichtung der Arbeit in den nächsten Monaten ein. Neben einem Themenschwerpunkt auf die sozialen und ökologischen Transformationsprozesse des Wirtschaftsstandorts Böblingen wollen die Jusos ebenfalls die pandemiebedingten Probleme junger Menschen im Kreis thematisieren und die Ansiedlung einer Jugendherberge im Landkreis vorantreiben.
In einem Grußwort dankte der Landtagsabgeordnete Florian Wahl dem SPD-Nachwuchs für die tatkräftige Unterstützung bei seinem erfolgreichen Wahlkampf. Gleichzeitig warnte der SPD-Gesundheitsexperte auf der Versammlung, die unter 2G-Bedingungen stattfand, vor harten Wochen aufgrund der dramatischen Pandemielage.

Unterstützt wird Wenger durch die stellvertretenden Vorsitzenden Jannis Ahlert, Felix Fuchs und Paul Schiller. Der Vorstand wird komplettiert durch die Beisitzerinnen und Beisitzer Steffi Engmann, Dilara Akpinar, Edin Idrizi, Samet Mutlu, Benjamin Merkt, Milenko Milojevic und Mario Sickinger.  
Auf Juso-Landesebene wird Felix Fuchs die Jungsozialisten im kommenden Jahr auf kleinen Juso-Parteitagen vertreten. Unterstützt wird er von Paul Schiller, Ismael Özkan sowie Hannah-Lea Braun und Martin Wenger, die beide auch dem Juso-Landesvorstand angehören.

„Wir sind Kanzler!“

Nicht nur der SPD- Ortsverein Weil der Stadt hat heute allen Grund zur Freude: am 8. 12. 21 genau um 10.20 Uhr wurde Olaf Scholz zum neuen Bundeskanzler gewählt! Zum ersten Mal seit 16 Jahren gibt es nun  wieder einen sozialdemokratischen Bundeskanzler!

Freiheit - Sicherheit

Bodo Philipsen

Gäubote vom 10.1202021

Meine Meinung

Von Bodo Philipsen, SPD-Fraktionschef im Gemeinderat Herrenberg

Ungeimpfte gefährden ihre Gesundheit, aber eben auch das Leben anderer, weil sie deutlich ansteckender sind als Geimpfte. Sie müssen wissen: Noch einen Lockdown verkraften weder der Herrenberger Einzelhandel noch die Gastronomie, weder die kommunale Kultur noch der städtische Haushalt. Impfgegner mögen es nicht wahrhaben wollen, aber ihr privates Verhalten ist auch politisch. Und dies gilt nicht nur für sie: Monotone Steingärten, PS-Boliden, leerstehende Läden in der Altstadt oder freie Wohnungen gefährden genauso das Gemeinwohl. Kein Wunder also: Argwohn und Gesinnungskontrolle sind inzwischen im Treppenhaus und am Gartenzaun angekommen. Es ist die individuelle Lebensgestaltung von manchen, die plötzlich als unmittelbare Bedrohung empfunden wird.

Der alte Satz, dass meine Freiheit dort endet, wo die Freiheit des anderen beginnt, wird insbesondere in der Kommune konkret. Individuelle Freiheit und gesellschaftliche Solidarität gehören eben untrennbar zusammen. Das schmeckt nicht jedem. Mit Trotz und Hass in Leserbriefen und vor allem in den sozialen Netzwerken reagieren vor allem die, die sich auch sonst in unserer Gesellschaft zu wenig beachtet fühlen. Wenn dies alles nicht zu einer Spaltung unserer Gesellschaft führen soll, muss auch die Kommunalpolitik allgemeinverbindliche und gerechte Regeln für das individuelle Verhalten aufstellen und wieder ein paar Grundsicherheiten für die Menschen wie bezahlbare Wohnungen, Schutz vor dem Klimawandel oder verlässliche Kinderbetreuung herstellen. 

Wenn die Menschen mit Respekt behandelt werden, sind sie in aller Regel auch bereit mit ihrem eigenen Tun gesellschaftliche Verantwortung für ihre Freiheit zu übernehmen, dann haben wir eine Chance, dass Argument und Gegenargument wieder gehört, Wahrheit und Lüge wieder unterschieden werden. Den Rechtsradikalen, Coronaleugnern und Verschwörungstheoretikern aber, die die Dreistigkeit haben gegen alle Auflagen vor Kliniken zu demonstrieren, muss der demokratische Rechtsstaat viel entschlossener als bisher die Härte des Rechts zeigen.
 

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