
In der LKZ vom 15. Mai 2019
Es ist gut und wichtig, dass sich nun mehrere Fraktionen mit unseren Verkehrsproblemen befassen. Wir, die SPD Leonberg, sind erfreut, dass wir mit unserem erfolgreichen „Dialogforum Verkehr“ am 3. April wohl dazu beitragen konnten, das Thema „Verkehrskonzept für Leonberg“ weiter in den Mittelpunkt zu rücken – in unseren Augen gehört es zu den drängendsten Problemen unserer Stadt. Eine Umgehungsstraße wäre, wie in dem Artikel richtig wiedergegeben, eine mögliche zu diskutierende Lösung – aber erst für übermorgen! Wenn überhaupt, wäre sie in vielen Jahren realisierbar.
Und genau in diesem Punkt unterscheidet sich unser Verkehrskonzept, das ich als Diplom-Bauingenieur mitentwickelt habe, gravierend von den im Artikel geschilderten Ideen. Es ist kurzfristig realisierbar, finanzierbar – und wirksam. Und zwar unverzüglich, binnen weniger Monate. Wir haben keine Lust und keine Zeit mehr zu warten. Die Leonberger(innen) sicher auch nicht.
Das Verkehrskonzept der SPD Leonberg besteht nicht nur aus Pförtnerampeln, die den Zufluss in die Stadt regulieren (auf Basis der Leistungsfähigkeit der ampelgeregelten Kreuzungen). Es basiert auf einer Betrachtung aller Verkehrsteilnehmer: Fußgänger, Rad- und Autofahrer. Im Kern steht die Gleichberechtigung der Verkehrsarten und damit in der Folge auch ein funktionierender innerörtlicher Verkehr.
Durch die Schaffung von zusätzlichen sicheren Überwegen mittels einer Vielzahl weiterer Zebrastreifen wird die Sicherheit der Fußgänger maßgeblich erhöht, Umwege reduzieren sich gravierend und der KFZ-Verkehr wird nur geringfügig beeinträchtigt.
Für den Radverkehr fordern wir mehr sichere Radwege, zum Beispiel durch eine wirksame Sperrung des Glemstals für den Autoverkehr durch Poller sowie die Beleuchtung in den Hauptverkehrszeiten. Durch mehr Angebote, die insbesondere auch von Eltern als sicher angesehen werden, werden wir mehr Menschen auch langfristig aufs Rad bekommen.
Zusammengefasst: Wir von der SPD Leonberg sind der Meinung, dass wir jetzt Lösungen benötigen und nicht erst übermorgen. Wir haben kurzfristig realisierbare, finanzierbare und wirksame Lösungsvorschläge erarbeitet.
Der SPD Ortsverein Schönaich lädt zum Vortrag mit Prof. Dr. Willfried Nobel.
Wann:
Mittwoch 22.05.
um 19:00 Uhr
Wo:
Im Saal des Bürgerhauses Schönaich
Der Referent ist emeritierter Professor der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nür-tingen im Fachbereich Öko-logie. Er war insbesondere im Bereich der Siedlungsökologie tätig. Außerdem war er viele Jahre als Regionalrat, Kreisrat und Gemeinderat in Filderstadt aktiv.
Am Samstag, 11.05.2019 haben die SPD-Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten eine vogelkundliche Führung mit dem Nabu organisiert und sich im Anschluss bei einem Rundgang durch Öschelbronn einen Überblick über die Situation vor Ort verschafft.
Der Vorsitzende des Nabu Mötzingen-Gäufelden e.V., Markus Bihler, ging in seinem Vortrag ausführlich über Situation der Vögel in Gäufelden ein.
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„Leider mussten wir in den letzten Jahren beobachten, dass die Bestände fast aller Vogelarten bei uns zurück gegangen sind. Besonders betroffen sind hier Arten wie der Gartenrotschwanz, Halsbandschnäpper und Wendehals, aber auch Arten wie die Rauch- und Mehlschwalbe sind betroffen“, meint Markus Bihler.
„Erfreulich ist, dass wir in Gäufelden zwei Brutpaare der Schleiereule haben und der Bestand des Turmfalken sowie des Mäusebussards noch in Ordnung ist“, führt Bihler weiter aus. Besonders gute Nachrichten für Gäufelden gibt es in Bezug auf die Situation des Steinkauzes, denn 50% des gesamten Steinkauzbestandes im Kreis Böblingen befindet sich in Gäufelden.
„Wichtig ist uns als Nabu aufzuzeigen, dass Artenschutz nicht nur in Berlin oder Brüssel gemacht wird, sondern jede Kommune und jeder Einzelne viel machen und konkrete Projekte umsetzen kann“, sagt Bihler abschließend.
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„Wir wissen, dass wir in Gäufelden mehr bezahlbare Wohnungen und Bauplätze brauchen, genauso wie Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und die Ausweitung von Gewerbeflächen. Allerdings ist für uns als SPD-Gemeinderatskandidaten ausschlaggebend, dass diese Maßnahmen in Einklang mit dem Natur- und Artenschutz gebracht werden, denn Gäufelden braucht neben Wohnraum, Industrie und Straßen auch Waldfläche, Wiesen und Streuobstwiesen zur Erholung und für´s Gemüt, meint Julia Jacob, SPD-Gemeinderatskandidatin aus Öschelbronn und SPD-Ortsvereinsvorsitzende von Gäufelden.
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„Aus diesem Grund sind für uns der Artenschutz, der Erhalt der Streuobstwiesen und das Pflanzen von bienenfreundlichen Sträuchern und Blumen wichtige Anliegen“, meint Christian Weimer, SPD-Gemeinderatskandidat aus Öschelbronn.
„Genauso wie Tailfingen braucht auch Öschelbronn dringend ein Verkehrskonzept. Erst wenn wir eine flächendeckende Verkehrszählung durchgeführt, Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung umgesetzt und eine durchgehende Tempo-30-Zone eingeführt haben, sollten wir in Öschelbronn über Projekte wie die Südtangente sprechen“, führt Weimer weiter aus.
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Am Sonntag, 19.05.2019 ab 15:00 Uhr (Treffpunkt: Bahnhof Gäufelden, Bahnhofstr. 12, Nebringen) machen die SPD-Gemeinderatskandidaten einen Rundgang durch Nebringen. Im Anschluss an die Begehung wird Thomas Melchinger um 17:00 Uhr einen Vortrag zum Thema Gemeinwohlökonomie halten. Der Vortrag findet im Veranstaltungsraum des Stephansheims Nebringen, Sindlinger Str. 10, 71126 Nebringen, statt.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sich herzlich eingeladen.
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Unser Wahlkampfstand am 11.05. in Bondorf war ein schöner Erfolg. Wir haben Wind und Wetter getrotzt, einige gute Gespräche geführt und konnten viele unserer Ideen an Bondorferinnen und Bondorfer vermitteln. Herzlichen Dank alle denen, die sich ein wenig Zeit für uns genommen haben.
Nun dauert es nicht mehr lange: Heute in zwei Wochen am 26. Mai ist Wahl. Deshalb bitten wir jeden, der sich mit unseren Zielen identifizieren kann, um ihre oder seine Stimme. Auch auf kommunaler Ebene ist Veränderung möglich - und nötig!
Lokalpolitische Kolumne im Gäuboten vom 11.05.2019
Meine Meinung
Von Bodo Philipsen, SPD-Fraktionschef, Herrenberg
Stellen Sie sich vor, in Herrenberg stehen Jahrhundertentscheidungen an und die Hälfte der Wahlberechtigten bleibt bei der Wahl zu Hause. Leider kein unwahrscheinliches Szenario, wenn man die Wahlbeteiligung von vor fünf Jahren zugrunde legt.
Der nächste Gemeinderat wird über die Verwirklichung zentraler Stadtprojekte wie der weiteren Entwicklung der Kindergartengebühren, der Überbauung des BayWa-Areals, das neue Baugebiet Herrenberg Süd, die Verwirklichung des Fruchtkastenprojekts, die Belebung der Altstadt, die Weiterentwicklung von Herrenberg West mit Stadthallengelände und Reitplatz, eine kommunale Baugenossenschaft, die Schulsanierung, die Verkehrswende oder ein Co2 -neutrales Herrenberg entscheiden. Alles wird den Alltag aller Bürgerinnen und Bürger nachhaltig beeinflussen. Grund genug also, wählen zu gehen. Und diesmal gibt es leider noch einen weiteren Grund: Unsere fast 65-jährige Demokratie ist gefährdet: Rechte Populisten ziehen in immer mehr Parlamente ein, verbünden sich mit rechtsradikalen Gewalttätern und vernetzen sich weltweit. Neueste Studien belegen, dass rechtsradikales Gedankengut bis in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen ist und neue Zahlen des Verfassungsschutzes warnen vor einer zunehmenden rechten Gewaltbereitschaft. Auch in Herrenberg wollen Populisten ins Rathaus einziehen. Es ist jetzt an der Zeit, für unsere Demokratie einzustehen und rechten Hetzern entgegenzutreten. Eines ist klar: Eine weitere Fraktion mit dem Herrenberger Programm „Uns wird’s zu bunt“ im Gemeinderat wird nicht dazu beitragen, irgendein Herrenberger Programm schneller zu lösen.
Zugegeben, wir Sozialdemokraten haben von Berlin nicht gerade steifen Rückenwind. Und dennoch sind wir zuversichtlich, dass Sie als Wähler unsere erfolgreiche Arbeit hier vor Ort würdigen. Wir haben Wort gehalten und vieles bewegt. Wir kooperieren und schließen Kompromisse, wenn es der Sache dient. Wir lassen uns aber auch nicht abhalten, Bedenken zu äußern und eigene Vorstellungen zu artikulieren. Wir treten mit einer offenen Liste an, auf der Frauen und Männer, Junge und Alte, Parteimitglieder und Nichtmitglieder gemeinsam für ein klares Programm für unsere Stadt eintreten. In Herrenberg muss sich einiges bewegen, und zwar schneller als bisher, wenn die hohe Lebensqualität in unserer Stadt erhalten und ausgebaut werden soll. Ob Straßensanierung, Museum, Wohnungsbau oder Schulen: Wir können aber nur entscheiden, wenn wir Gelder und Genehmigungen von anderen politischen Ebenen erhalten. Da ist es gut, wenn man als Partei den direkten Draht zu anderen politischen Ebenen hat. Und versprochen: Unseren eigenen Kopf behalten wir Herrenberger Sozialdemokraten auch weiterhin.
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