Der SPD Ortsverein Schönbuchlichtung freut sich über die Wahl unseres SPD-Kandidaten zum Landtagsabgeordneten für den Wahlkreis 05. Florian Wahl, der bereits von 2011 bis 2016 Mitglied des Landtag von Baden-Württemberg für unsere Gemeinden war, hatte 2016 den Wiedereinzug in den Landtag wegen knapp 200 Stimmen verpasst. „Umso größer ist unsere Freude darüber, dass Florian Wahl nach einem engagierten Wahlkampf den Wiedereinzug in den Landtag geschafft hat.“, so Roland Schäufele, Ortsvorsitzender des SPD OV Schönbuchlichtung, und weiter: „es ist gut, dass wir endlich wieder eine sozialdemokratische Vertretung im Landtag von Baden-Württemberg haben“.
Florian Wahl hat eine beeindruckende Aufholjagt hingelegt und mit 13,1% im Wahlkreis 05 Böblingen ein beachtliches Ergebnis hier vor Ort für die SPD erzielt.
„Ich danke der SPD und meinem Wahlkampfteam, die mich in diesem Wahlkampf mit ganzer Kraft unterstützt haben. Besonderen Dank möchte ich den Wählerinnen und Wählern für das mir entgegengebrachte Vertrauen aussprechen. Dieses Vertrauen ist für mich Ansporn aber auch Verpflichtung, die Bürgerinnen und Bürger hier aus dem Wahlkreis in den nächsten 5 Jahren im Landtag zu vertreten.“, so Florian Wahl.
Vor einem Jahr, am 14. März, verstarb der langjährige Vorsitzende der Waldenbucher SPD, Manfred Ruckh. Eine Erinnerung.
Die Vorstellung, dass das Alltagsleben aus der schieren Notlage heraus ausgesetzt würde, hatte die Politik noch nicht gänzlich erreicht. Vor allem im lokalen Rahmen dachte man der üblichen Routine nachzukommen. War man es in der Waldenbucher SPD unter der Regie von Manfred Ruckh doch gewohnt, dass renommierte Politiker, Parlamentsabgeordnete vom Land bis hin nach Straßburg und auch Minister verschiedenster Zuständigkeiten in den Schönbuch anreisten. Sie alle gaben dem Ortsverein, seinen Mitgliedern und dem interessierten lokalen Publikum einen unmittelbaren Einblick in die je aktuellen Zusammenhänge der großen Ereignisse. Vom Land bis nach Europa.
Manfred Ruckh war die treibende Kraft hinter diesen Aktivitäten, und er schien im Frühjahr 2020 wie all die Jahre dabei zu sein, der SPD am Ort eine lebendige Rolle zu schaffen und zu erhalten. Die Weichen waren trotz seiner Krankheit auf Kontinuität gestellt, auf eine Fortsetzung des gemeinsamen Weges.
Dann, nur wenige Tage vor der nächsten geplanten Sitzung, traf den Ortsverein die traurige Nachricht, dass diese Kraft unwiederbringlich versiegt war. Eineinhalb Jahrzehnte, ab 2005, war Manfred Ruckh Vorsitzender des Ortsvereins Waldenbuch gewesen. Sein nimmermüdes Engagement wirkt weiter nach. Wir gedenken seiner in Dankbarkeit.
Harald Jordan
Gäubote vom 11.03.2021
Meine Meinung
Bodo Phlipsen, SPD-Fraktionschef im Gemeinderat Herrenberg
In nur fünf Jahren sollen die Schulden in der Stadt Herrenberg von 2,5 Millionen auf knapp 43 Millionen. steigen, mehr als das 17-Fache. Mühsam hatte der Gemeinderat fraktionsübergreifend in 20 Jahren die Schulden weitgehend abgebaut. Der erneute Anstieg tut also richtig weh. Am Beispiel der Schulen will ich aber verdeutlichen, dass wir kaum eine andere Wahl haben. Seit Jahren beklagen sich Eltern, Schüler und Lehrer über einen anwachsenden Sanierungsstau in den Schulen: Kaputte Heizungen, undichte Fenster, versiffte Toiletten, unzureichende Fachräume, bröckelnde Fassaden, sich wölbende Fußböden, von neuen Farbanstrichen gar nicht zu reden. Auf sage und schreibe 180 Millionen hat die Stadt nun den Sanierungsstau beziffert. Wahrscheinlich fällige Neubauten der Albert-Schweitzer-Schule, einer Grundschule im Süden Herrenbergs oder in Kayh/Mönchberg noch gar nicht eingerechnet. Momentan geben wir im Schnitt pro Jahr für die Schulbauten circa drei Millionen aus. Dann würden wir noch mehr als 60 Jahre mit dem Problem leben und neue Sanierungsnotwendigkeiten kämen natürlich dazu. Auch der Umbau zu modernen Ganztagsschulen mit neuen Unterrichtsformen wäre noch gar nicht mitgedacht. Mehr als 60 Jahre – das können wir uns alle nicht leisten. Was müssen Schüler über die Bedeutung von Bildung denken, wenn sie den Zerfall ihrer Schulen mit den Prachtbauten der Banken, mancher Läden, Bürotürme oder neuen Straßenprojekten vergleichen. Inzwischen wissen wir alle, dass kein Euro besser angelegt ist als der in Bildung. Wovon sollen wir denn in Zukunft leben, wenn nicht von unserer Ressource Geist und Verstand? Schon vor Corona fiel Deutschland im internationalen Leistungsvergleich bedrohlich zurück und jetzt lassen wir zusätzlich noch viele Kinder mehr durch den vielen Heimunterricht zurück. Klar ist, mit schönen Bauten allein gelingt keine Bildung, aber ohne auch nicht. Und wenn wir jetzt der Krise hinterhersparen, dann machen wir es wie Erwachsene, die keine Kinder wollen, um genügend Geld für die Rente zu sparen.
Nein, die Investitionen von heute sind die Einnahmen von morgen. Gerade die Jugend muss ein Interesse an diesem Invest haben, auch wenn es durch Schulden bezahlt wird.
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