Wir im Kreis Böblingen.

SPD im Kreis Böblingen

Zuverlässige und bezahlbare Energie in Krisenzeiten

 

Energie ist ein elementarer Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Ohne sie funktioniert heute kaum ein Haushaltsgegenstand – von Handel, Gewerbe, Produktion und Verkehr ganz zu schweigen. Die hohen Preise für Energie und die Angst vor möglichen Engpässen beunruhigen viele Bürgerinnen und Bürger, aber auch Unternehmen.

Deswegen setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion ein für sozial ausgewogene Entlastungsmaßnahmen, die jene Bürgerinnen und Bürger unterstützen, die dies am dringendsten benötigen. Gleichzeitig sind wir auf dem Weg in ein neues Zeitalter – dem der Erneuerbaren Energien. So werden wir unabhängiger von fossilen Energielieferungen aus dem Ausland.

Die Grundsatzfrage lautet kurz- wie langfristig: Wie sorgen wir für verlässliche und bezahlbare Energie in Deutschland?

Die SPD-Bundestagsfraktion möchte dazu mit Ihnen ins Gespräch kommen! Daher laden der Nürtinger SPD-Bundestagsabgeordnete Nils Schmid und Matthias Miersch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender für die Bereiche Umwelt, Klimaschutz, Energie, Sie herzlich ein, mit Ihnen über die Ideen und Vorhaben der SPD-Bundestagsfraktion zu diskutieren. Den Blickwinkel der Wirtschaft in der Region wird die Hauptgeschäftsführerin der IHK Region Stuttgart, Susanne Herre, einbringen.

Die Veranstaltung wird am Montag, 5.12.2022, um 19 Uhr in der FILharmonie in Filderstadt-Bernhausen (Tübinger Str. 40, 70794 Filderstadt) stattfinden. Der Eintritt ist frei.

Bericht aus dem ersten Jahr Kreistagsarbeit von Lucienne Graupe

 

Vor einem Jahr durfte ich als Nachrücker das Kreistagsmandat von Norbert Weinmann übernehmen. Norbert Weinmann hat sein Mandat aufgrund vielseitiger ehrenamtlicher Verpflichtungen und nicht zuletzt, um mehr Zeit mit Familie und Enkeln zu verbringen, niedergelegt.

Es begann eine spannende Zeit, in der ich mich in die Themen des Kreistags und vor allem in die Aufgaben im Ausschuss für Soziales und Gesundheit eingearbeitet habe. Da ich beruflich hauptsächlich mit Finanzen zu tun habe, empfand ich den Einblick in die sozialen Bereiche als große Bereicherung. Am eindrucksvollsten finde ich immer noch den Teilhabe-Beirat. Das ist ein Gremium, welches aus Bewohnern/Vertretern von Behindertenwerkstätten und -einrichtungen besteht und von Reinhard Hackl, dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung im Landratsamt Böblingen, geleitet wird. Die Erzählungen der Betroffenen weiten unser aller Blick und sensibilisieren für ihre Bedürfnisse. Seitdem ist mir klar geworden, warum es beispielsweise so wichtig ist, die Bushaltestellen barrierefrei zu machen. Das bedeutet für die Betroffenen Selbständigkeit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Ein Thema, was nahezu jede Sitzung streift, ist die Unterbringung und Integration der Geflüchteten. Es ist außergewöhnlich, was hier von Ehrenamtlichen, Bürgern, Bürgermeistern und den Landkreismitarbeitern gestemmt wird. Die Koordination, der Kontakt und die Abstimmung ist hier ganz essenziell.

Sehr interessant erscheinen mir auch die Themen, die sich aus der Bundespolitik runterbrechen bis in die Kommunalpolitik. Die Bundesregierung hat den schnelleren Ausbau der regenerativen Energien beschlossen. In der Kommunalpolitik zeigt sich diese Entscheidung, indem das Landratsamt Stellen schafft, um die Genehmigungsprozesse von Windkraftanlagen zeitlich zu halbieren. Diese Stellengenehmigungen müssen im Kreistag beschlossen werden. Somit werden wir Teil von zukunftsweisenden, großen Entscheidungen, die uns alle als Energieverbraucher beeinflussen.

Die finanziell schwerwiegendste Aufgabe ist derzeit sicher der Neubau der Flugfeldklinik. Hier sind vielfältige Aspekte wie Versorgungssicherheit im gesundheitlichen Bereich, finanzielle Belastungen hieraus und strategische Entscheidungen gegeneinander zu abzuwägen. Das halte ich für eine große Verantwortung.

Ich bin sehr dankbar, die Belange Schönaichs, Waldenbuchs und Steinenbronns im Kreistag vertreten zu können und möchte mich an dieser Stelle für das Vertrauen bedanken.

Ein Beitrag von Elaine Rauhöft zur Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag 2022

 

Ein schrecklich großes Abenteuer

Die Familie Goodwin aus Blackpool hatte bis 1914 6 Kinder.
3 Söhne und drei Töchter.
Zwei der Söhne hatten das Pech, Mitte der 1890er Jahre geboren zu sein und damit im Rekrutierungsalter, als Lord Kitchener 1914 an den patriotischen Geist der männlichen Jugend Großbritanniens appellierte. Joseph, geboren 1897, und Josiah Goodwin, geboren 1895, meldeten sich zusammen mit Hunderten ihrer Schulfreunde und Nachbarn beim Kings Own Royal Lancaster Regiment.

Josiah war 20 Jahre alt. Nach seinem Schulabschluss war er wie sein Vater zur Eisenbahn gegangen. Er lebte mit seinen Eltern und seinen Geschwistern in einem gemieteten Haus mitten in Blackpool. Als er dem Ruf zum Dienst folgte, war er nie weit von Blackpool entfernt gewesen, hatte nie eine Freundin gehabt - seine Freiheiten waren wie die der meisten seiner Arbeiterklasse Generation auf die lokale Umgebung beschränkt. Vielleicht waren die Aussichten, die Welt jenseits von Lancashire zu sehen, aufgrund der vielen Versprechungen der Machthaber zu groß, um ihnen zu widerstehen, und Joseph und Josiah glaubten wirklich an das allgemeine Mantra, dass "bis Weihnachten alles vorbei sein würde", also meldeten sie sich und gaben ihre Freiheiten auf.

Und so zogen sie los. Es ist schwer zu sagen, wie lange der Enthusiasmus der Brüder anhielt und wann ihnen klar wurde, dass a) der Krieg nicht bis Weihnachten vorbei sein würde und b) die Sache nicht so glorreich war, wie die Propaganda suggeriert hatte.

 Im Januar 1915 verließen sie England. Im April 1915 kämpften sie in Ypern zum ersten Mal gegen den Feind. Vielleicht war dies der Zeitpunkt, an dem die erste Ernüchterung eintrat, da sie nicht weit von ihren britischen Inseln entfernt so viel Schrecken und Elend erlebten. Im Oktober 1915 wurden sie nach Ägypten verlegt, und im Januar 1916 wurden sie nach Thessaloniki versetzt, wo sie an verschiedenen Einsätzen an der mazedonischen Front beteiligt waren, um Serbien beizustehen.

Ich frage mich, welche Geschichten sie zu erzählen hatten, als sie während ihrer Zeit in Griechenland und Mazedonien auf Heimaturlaub waren. In jenen Tagen reiste keine Arbeiterfamilie weiter als bis zum nächsten Badeort, und Joseph und Josiah waren tatsächlich in einem solchen aufgewachsen. Manchester war wahrscheinlich die größte Stadt, die sie je gesehen hatten, und die weiteste Entfernung, die sie je zurückgelegt hatten, und nun waren ihre ältesten Söhne und Brüder hier und erzählten Geschichten aus Ägypten. Sie hatten keine Vorstellung davon, was ein Österreicher oder ein Deutscher war, aber ihre Jungs waren im Land der Pharaonen gewesen.

 Sie blieben in Saloniki fast drei Jahre lang. Wir gehen davon aus, dass Josiah Goodwin im Mai 1917 verletzt wurde und am 23. Juni 1917 im Lazarett in Sarigol starb, wo er auf dem dortigen Soldatenfriedhof beigesetzt wurde.

 Er hatte Blackpool im Alter von 20 Jahren verlassen, um nach Frankreich, Belgien, Ägypten und schließlich Griechenland zu reisen, aber nicht wie ein junger Mensch in seinen 20ern, wie wir ihn heute kennen, der seine Bewegungsfreiheit zwischen Schule und Universität nutzt und moderne Transportmittel einsetzt, um die Welt zu sehen, sondern als Soldat, der unter dem Befehl steht, unvorstellbare Schrecken zu erleben, die die meisten 20-Jährigen heutzutage nur aus Computerspielen kennen.

Der Leichnam von Josiah liegt seit über 100 Jahren in der unglaublich schönen Region von Thessaloniki. Sein Bruder Joseph, der die Schrecken mit ihm teilte und als greiser 22-Jähriger nach Blackpool zurückkehrte, ist der einzige Verwandte, der seine Ruhestätte gesehen hat, nachdem er in den 1960er Jahren dorthin zurückgekehrt war, um endlich den Ort zu sehen, an dem Josiah schläft.

 Wilfried Owen, einer der berühmtesten britischen Dichter des Ersten Weltkriegs, schrieb in seinem Gedicht "Disabled" über den Kampf, den ein junger Soldat und ehemaliger Sportler zu bestehen hatte, als er ohne Beine und mit einem Arm ins zivile Leben zurückkehrte. Ein Soldat, der für die Freiheit seines Landes kämpfte und dies mit seiner persönlichen körperlichen und geistigen Freiheit bezahlte. Die Soldaten und ihre Familien trugen die Wunden des Traumas dieses großen Krieges, von dem sie alle geglaubt hatten, er würde ihre absolute Freiheit sichern. Wilfried Owen selber verstarb tragischerweise knapp eine Woche vor dem Waffenstillstand am 4.November 1918 an einem Schuss eines Feindlichen Scharfschützen

 Ich bin mir sicher, dass Josiah überrascht und erfreut wäre, wenn er die Freiheiten sehen könnte, die wir heute in Europa genießen. Die Freiheit zu leben, zu lieben, zu reisen und zu denken, wie wir wollen. Die Freiheit und die Möglichkeit, eine Deutsche zu heiraten, ohne darüber nachzudenken. Ich hoffe, er würde lächeln, wenn er erfährt, dass sein Ur-Ur-Neffe eine Frau geheiratet hat, deren Familie aus dem Land stammt, das an das Land grenzt, in dem er die letzten 105 Jahre gelegen hat.

Elaine Rauhöft

 

Ingrid Münnig-Gaedke scheidet aus dem Gemeinderat aus

Bericht Stadtnachrichten in KW 44/2022

 

Abschied aus dem Gemeinderat und Neustart

Für Stadträtin Ingrid Münnig-Gaedke war es am Dienstag die letzte Sitzung nach 16 Jahren Kommunalpolitik. Bürgermeister Lutz und Gemeinderat verabschiedeten sie aus seiner Mitte und brachten nochmals ihren Dank und Anerkennung zum Ausdruck. Wie wir schon in den letzten Stadtnachrichten berichteten, hatte sie aus familiären Gründen darum gebeten und ihr Rücktrittsgesuch eingereicht.

An ihre Stelle rückt Heidrun Rohse in den Gemeinderat nach, dem sie schon von 2014 bis 2019 angehörte. Seit der Kommunalwahl im Mai 2019 ist sie damit bereits der sechste Nachrücker, der seinen Platz im Waldenbucher Gemeinderat einnehmen wird. In Verbindung mit dieser Veränderung ergeben sich in der SPD-Fraktion zwangsläufig neue Aufgabenstellungen. So wird Heidrun Rohse die Funktion der Fraktionsvorsitzenden übernehmen und im Verwaltungsausschuß sowie im Aufsichtsrat der Stadtbau tätig sein. Ferdinando Puccinelli übernimmt die Funktion des dritten stellvertretenden Bürgermeisters. Wir werden auch in Zukunft alles in unserer Macht stehende tun, um unsere Stadt in diesen nicht einfachen Zeiten weiter voranzubringen.

 

Für die SPD-Fraktion

W. Keck

 

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Danke, Ingrid!

 

Am 29. September 2022 hat uns Ingrid Münnig-Gaedke mitgeteilt, dass sie gemäß §16, Abs. 2 der Gemeindeordnung Baden-Württemberg aus dem Gemeinderat ausscheiden werde, dem sie nunmehr seit dem Jahr 2006 ununterbrochen angehörte. Sie hat sich diese Entscheidung sicherlich nicht leicht gemacht, aber die Betreuung ihres schwer pflegebedürftigen Mannes ließ ihr zunehmend keine Zeit mehr für dieses Amt. Daher haben wir für ihren Entschluss großes Verständnis, wenngleich dies für uns einen großen Verlust bedeutet. Ingrid rückte im Jahr 2006 für Waltraud Grauer in den Gemeinderat nach und wurde in den darauffolgenden Wahlen zum Gemeinderat mit respektablen Ergebnissen wiedergewählt. Soziale Gerechtigkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Würdigung des Ehrenamts und nachhaltiges Wirtschaften waren Themen, die ihr besonders am Herzen lagen. Dabei vertrat sie ihre Meinung immer kenntnisreich mit großem Elan und viel Engagement. Nach dem Ausscheiden von Ulrich Doster im Jahr 2017 aus dem Gemeinderat übernahm mit ihr erstmals eine Frau den Fraktionsvorsitz in der Waldenbucher SPD. Gleichzeitig wurde sie zur dritten stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt. Des Weiteren war sie noch in folgenden Ausschüssen tätig: Verwaltungsausschuss, Verbandsversammlung Waldenbuch/Steinenbronn, Beirat für geheim zuhaltende Angelegenheiten, Unterzeichnung Sitzungsprotokoll, Ältestenrat und im Aufsichtsrat Stadtbau Waldenbuch GmbH. So ein Amt ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Eine Flut an E-Mails verarbeitet, unzählige Seiten an Sitzungsunterlagen gelesen, mehrere hundert Stunden in Sitzungen gesessen, viele zusätzliche Termine wahrgenommen, unzählige Gespräche geführt, die Köpfe heiß geredet und oft gegrübelt bis in die Nacht – und das alles für ein Ehrenamt. Darüber hinaus ist sie auch noch im SPD-Ortsverein und im SPD-Kreisvorstand aktiv. Nach dem Tod von Manfred Ruckh bekleidete sie zusammen mit Harald Jordan von 2020 bis 2022 das Amt der Ortsvereinsvorsitzenden und übernahm zudem noch die Öffentlichkeitsarbeit in den Stadtnachrichten. Wir sind ihr sehr dankbar, dass sie diese Aufgabe auch weiterhin wahrnimmt. Wir danken ihr für ihren großen persönlichen Einsatz und wünschen ihr für die Zukunft viel Gesundheit, Kraft und Zuversicht, auch, um die privaten Herausforderungen zu meistern.

 

Für die SPD-Fraktion und den SPD-Ortsverein

Walter Keck, Heidrun Rohse, Ferdinando Puccinelli,

Elaine Rauhöft und Harald Jordan

MEHR MITBESTIMMUNG – DER AFA AKTIONSTAG

Seit 50 Jahren kämpfen wir als AfA in der SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine starke Mitbestimmung in Deutschland. Wir sind Betriebs- und Personalräte, Auszubildenden-, Jugend- und Schwerbehindertenvertreter*innen. Wir sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Leider nehmen es viele Betriebe und Unternehmen mit der Mitbestimmung ihrer Beschäftigten nicht so genau. Betriebsratswahlen werden beeinflusst oder behindert, Betriebsräte werden gekündigt, rechtliche Pflichten werden umgangen.

Als AfA sagen wir: Für solche Betriebe ist in unserer Gesellschaft kein Platz! Deshalb wollen wir die betriebliche Mitbestimmung gesetzlich und zivilgesellschaftlich stärken. Dazu muss die Grundlage der Mitbestimmung am Arbeitsplatz, das Betriebsverfassungsgesetz, grundlegend überarbeitet werden. Gewerkschaften und Betriebsräte brauchen eine zeitgemäße und rechtssichere Grundlage für die Mitbestimmung im 21. Jahrhundert. Dazu meldet sich die AfA-Bundesvorsitzende, Cansel Kiziltepe, per Video.

Unsere Wirtschaft verändert sich. Arbeit wird digitaler und flexibler, neue Branchen entstehen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen niedrigschwellige Instrumente bekommen, diesen Wandel mitzugestalten. Nur so wird er zum Fortschritt für alle.

Deshalb: Tut Euch mit Euren Kolleginnen und Kollegen zusammen, organisiert Euch und tretet an Eure Gewerkschaft heran. Gemeinsam können wir viel erreichen! Die Zukunft gehört uns allen.


 

 


Unser Aktionstag Mitbestimmung findet am 4. November 2022 statt. Mehr Informationen findet Ihr auf


http://www.mehrmitbestimmung.de

https://afa.spd.de/mitteilungen/mitteilungen/news/mehr-mitbestimmung-der-afa-aktionstag/20/10/2022/

 

 

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