13.07.2019 in Presseecho von SPD Herrenberg

Beruf als Berufung

 

Gäubote vom 13.07.2019

Herrenberg: Der Themenbereich Stadtplanung ist auch ein soziales Thema

Neu im Rat

Petra Menzel, SPD-Stadträtin in Herrenberg

Stadtplanung ist ihr Lebensthema. „Das lässt mich nicht mehr los“, sagt Petra Menzel. Die 67-Jährige zieht jetzt als Neuling in den Herrenberger Gemeinderat ein. Und auch dort möchte sie sich schwerpunktmäßig diesem Fachgebiet widmen – im technischen Ausschuss und im Gestaltungsbeirat. Denn Petra Menzel ist Stadtplanerin. „Beruf als Berufung“ meint die neue Stadträtin, die bei den jüngsten Kommunalwahlen eines von fünf Mandaten für die Sozialdemokraten errungen hat.

23 Jahre Geschäftsführerin der Kommunalentwicklung

Petra Menzel stammt aus dem Ruhrgebiet, aus Herne. In Speyer und Stuttgart studierte sie. Im Schwabenland blieb sie hängen: „Ich heiratete einen Mann von den Fildern.“ 23 Jahre lang war Petra Menzel Geschäftsführerin der Kommunalentwicklung Baden-Württemberg, einem Gemeinschaftsunternehmen der Landesbank, des Städte- und des Gemeindetags, des Landkreistags und des Sparkassenverbands.

Seit 2013 zogen Menzels nach Affstätt. „Wir leben ausgesprochen gerne hier.“ Seit dreieinhalb Jahren führt Menzel zusammen mit Frank Däuber den Ortsverein der SPD, der Partei, der sie 1978 beigetreten ist. Noch bis zum Frühjahr 2020 läuft ihre reguläre Amtszeit. Dann will Petra Menzel Platz machen für Jüngere. „Ämterhäufung ist nichts, was ich für gut halte.“

Nun richtet sich ihr Augenmerk ganz konkret auf die Herrenberger Kommunalpolitik. Natürlich auch hier fokussiert auf die Stadtentwicklung. Wobei Petra Menzel eines klar stellt: „Stadtentwicklung ist ein sehr viel stärkeres soziales Thema, als viele annehmen.“ Es geht um Lebensräume für Menschen, um Begegnungsräume. Es geht darum, Quartieren, die man vielleicht nicht so sehr im Blick habe, ebenfalls mit Qualität zu erfüllen: „Man darf eine Stadt nicht nur nach ihrem Stadtzentrum bewerten.“ Wichtig ist für Petra Menzel deshalb auch die kulturelle Komponente – mit einer Belebung des Fruchtkastens beispielsweise sieht sie die Chance, die Stadtgesellschaft zusammenzubringen.

DIETMAR DENNER

13.07.2019 in Presseecho von SPD Herrenberg

In großer Sorge um die Demokratie

 

Gäubote vom 13.07.2019

Herrenberg: Philipsen und Holczer stehen SPD-Fraktion auch künftig vor

Seit mehr als 26 Jahren ist Bodo Philipsen Vorsitzender der SPD im Herrenberger Gemeinderat. Nun wählten die SPD-Gemeinde- und Ortschaftsräte ihn erneut zu ihrem Vorsitzenden für die nächste Legislaturperiode.

02.07.2019 in Presseecho von SPD Herrenberg

Eine Zeitreise durch 46 Jahre Kommunalpolitik

 
Setzte sich unter anderem für den Erhalt vom Verkauf bedrohter Spielplätze ein: Günter Achilles, GB-Foto: Bäuerle

Gäubote vom 02.06.2019

Herrenberg: Mit dem SPD-Urgestein Günter Achilles verabschiedet sich am heutigen Dienstag einer der dienstältesten Stadträte im Land

Wer mit Günter Achilles mithalten will, muss gut zu Fuß sein. Schnellen Schrittes geht es an diesem sonnigen Sommertag durch die Straßen Herrenbergs, durch die Altstadtgassen und die Staffeln am Fuße der Stiftskirche. Seit 1980 sitzt der 82-jährige Sozialdemokrat im Gemeinderat der Stadt – ohne Unterbrechung. Achilles zählt deshalb zu den Mandatsträgern mit den meisten Dienstjahren im Land – auch weil er zuvor schon sieben Jahre in Nagold das Stadtgeschehen mitbestimmte. Nun endet für ihn eine Ära: Zu den jüngsten Kommunalwahlen trat er nicht mehr an. Am heutigen Dienstag wird er von Oberbürgermeister Thomas Sprißler verabschiedet. Wehmut allerdings kommt bei ihm – bisher zumindest – nicht auf. Im Gegenteil: „Ich bin froh, dass die Belastung weg ist“, sagt der Senior: „Ich habe all die Jahre meine ganze Urlaubsplanung auf die Sitzungstermine abgestimmt.“

22.06.2019 in Presseecho von SPD Herrenberg

Neuer Schwung im Rat

 

Gäubote vom 22.06.2019

Meine Meinung

Bodo Philipsen, SPD-Fraktionschef im Gemeinderat Herrenberg

Auch in Herrenberg hat mit den Kommunalwahlen ein politisches Erdbeben stattgefunden: Erstmals seit dem Krieg haben CDU und FWL keine Mehrheit mehr im Gemeinderat. Vordergründig sind sie für ihre Position im Parkhausstreit bestraft worden. Aus meiner Sicht steckt aber mehr dahinter: Viele Bürgerinnen und Bürger haben genug von dem Mehltau des Stillstands, der sich über unser beschauliches Städtchen gelegt hat. Wo die Gesellschaft immer rasanter voranschreitet, scheint die Politik nicht nur in Berlin, sondern auch in Herrenberg selbst einfache Probleme nicht mehr lösen zu können. Immer neue Gutachten, Vergaben, Wettbewerbe und Bürgerbeteiligungsrunden verzögern Lösungen, die bereits jahrelang gefordert werden: Mehr denn je fehlen bezahlbare Wohnungen, die hohen Gebühren in den Kitas und fehlende Plätze machen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie schwer, die Schüler warten noch immer auf nachhaltige Sanierungen in den Schulen, der Ladenleerstand in der Altstadt wird zunehmend dramatischer, auch nach Jahrzehnten der Verkehrsplanung gibt es Staus, Lärm, Abgase und eine kommunale Energiewende ist nicht in Sicht. Herrenberg ist weder hip noch cool. Die Bürgerschaft verliert die Geduld. Ein Zeichen von Reife, dass sie in dieser Situation nicht mehr Stimmen der AfD gegeben hat. Zu dreist und unverschämt war es wohl, ohne jegliches kommunale Programm und Personal bei den Kommunalwahlen anzutreten. Bei der offiziellen Podiumsdiskussion wagten sie sich nicht einmal, dem Gespräch mit der Bürgerschaft zu stellen. Hoffentlich lässt sich in Zukunft keine Fraktion auf die AfD als Mehrheitsbeschaffer ein, denn sie könnten rechnerisch immer mal wieder das Zünglein an der Waage sein.

Wir Sozialdemokraten sind in Herrenberg noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen, aber unsere alltägliche Kleinarbeit mit zahlreichen Initiativen hat sich leider nicht in Wählerstimmen niedergeschlagen. Die harte Arbeit in den Niederungen der Sacharbeit wird so lange nicht vom Wähler honoriert, solange er darin zu viele Kompromisse und zu wenig große Linie erkennen kann. So haben wir nicht nur unter dem Bundestrend gelitten, sondern sind wohl auch als Teil des Mehltaus wahrgenommen worden.

Leider sind nicht mehr junge Menschen, Frauen, Bürger mit Migrationshintergrund oder auch einfach neue Gesichter in den Rat gewählt worden, leider auch einzelne sehr verdiente Räte rausgewählt worden. Es muss uns alle beunruhigen, wie schwer es war, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu finden. Die Arbeit im Gemeinderat muss neben dem Beruf leistbar bleiben, der öffentliche Umgang mit den ehrenamtlich Engagierten wieder fairer und wertschätzender werden. Wir Gemeinderäte sind nicht alle bekloppt. Manches lässt sich halt am Stammtisch leichter fordern als real umsetzen. Und wir müssen klären, wie Bürgerinnen und Bürger in einer digitalen Medienlandschaft besser über das kommunale Geschehen informiert werden können. Ohne qualifizierte und unabhängige Information verliert Demokratie ihre Grundlage. Also viele Probleme und noch zu wenig Antworten. Mit neuen Mehrheiten kann nun neuer Schwung in den
Rat einkehren.

22.05.2019 in Presseecho von SPD Herrenberg

Mehr Verkehr im Alzental befürchtet

 

Gäubote vom 22.05.2019

Herrenberg: SPD lehnt zweiten Durchstich weiter ab

Die SPD-Kandidaten für die Gemeinderatswahl hatten am Montagabend zu einem „Townhall-Meeting“ nach amerikanischem Vorbild eingeladen. In der Mensa Längenholz standen sie für Fragen und Antworten zu Verfügung.

Facebook

 

 

Arbeitsgemeinschaften

 

     Logo AG 60 plus

        

Counter

Besucher:3181724
Heute:143
Online:1