Ortsverein
Die SPD in Renningen und Malmsheim hat einen neuen Vorstand - nach 21 Jahren tritt Reinhard Händel aus der ersten Reihe zurück. Neuer Vorsitzender ist Marco Lang (50).
„Ich bin sehr froh, dass Reinhard als Beisitzer im Vorstand unserer Renninger SPD bleibt. Er hat mit seiner klaren politischen Haltung, seiner Menschlichkeit und Verbindlichkeit viel zum Erfolg unserer Partei in Renningen und für unsere Stadt beigetragen“, würdigt der frisch gewählte neue Renninger SPD-Vorsitzende Marco Lang seinen Vorgänger. Lang ist Ingenieur und seit über 20 Jahren in Führungspositionen in der Industrie tätig.
Heute wählten die Mitglieder Marco Lang zum Vorsitzenden der SPD Renningen-Malmsheim. Stellvertreter wurden Ute May und Marcel Dzubba, als Schriftführerin Mareile Pedde gewählt. Jürgen Clausen ist künftig Kassierer, Peter Hagenah und Hans Widmann die Revisoren. Als Beisitzer gewählt sind Julia Dittus-Chatzigiannidis, Gertrud Brunow, Cornelia Junack, Jan Hambach und Reinhard Händel, der die Renninger über zwei Jahrzehnte führte.
Unser neuer Vorsitzender Marco Lang würdigte heute langjährige Vorstandsmitglieder. Dazu zählen der bisherigen Vorsitzende Reinhard Händel, der aus der ersten Reihe zurücktritt, die Schriftführerin Lisbeth Händel, der Kassierer Rolf Wetterauer, die Beisitzerin Veronika Wetterauer und der Beisitzer Heinrich Steiner.
Unsere Anna hat es mit einem professionellen Wahlkampf (so Landrat Roland Bernhard) geschafft, knapp 60% der Stimmen der Schönaicher/innen zu erhalten. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,4%..
Viele Bürger und Bürgerinnen versammelten sich am Wahlabend in der Gemeindehalle, um Anna zu gratulieren. Mehrere Bürgermeister so auch Lukas Rosengrün aus Ehningen waren anwesend. Auch der SPD Landtagsabgeordnete Florian Wahl und die SPD Kreisvorsitzende und Bundestagskandidatin Jasmina Hostert sowie mehrere Unterstützer von Anna ließen es sich nicht nehmen, sie bei einem Glas Sekt zu feiern.
Am Samstag den 20. März 2021 ist unser langjähriges Mitglied im SPD Ortsverein, Yusuf Shoaib im Alter von 69 Jahren gestorben. Er war in vielen Funktionen in- und außerhalb der SPD aktiv und hat sich insbesondere um die Integration verdient gemacht.
Arnold Einholz hat in der LKZ heute den nachfolgenden Beitrag zu seinem Tod veröffentlicht.
Yusuf Shoaib gestorben (Leonberger Kreiszeitung 22.3.21)
Ein vielseitig aktiver Mensch ist tot, der sich in Leonberg nie als Ausländer gefühlt hat.
Die Rückseite seiner Visitenkarten ist zu klein gewesen, für all die Sprachen, von denen viele hierzulande noch nie gehört haben, in denen das Höfinger Übersetzerbüro Dr. Shoaib, seit mehr als 40 Jahren seine Dienste anbietet. Der Verhandlungsdolmetscher und öffentlich bestellte und vereidigte Urkundenübersetzer Yusuf Shoaib ist gestorben.
Doch die Leonberger haben den gläubigen Muslim – „ich habe mich hier nie als Ausländer gefühlt“, sagte er mal – über sein mannigfaltiges, jahrzehntelanges Engagement kennen- und schätzengelernt. Die Liste ist lang: Vorstandsmitglied im Forum der Kulturen, Elternbeiratsvorsitzender, Präsident im Cricket Verband Baden Württemberg, Vorstandsmitglied im Leobad-Förderverein, Präsident der Pakistanischen Gemeinde, Vorsitzender des Jugendcafé-Trägervereins in Höfingen.
Aber auch politisch hat sich Yusuf Shoaib engagiert, nach seinem Motto: „Kommunalpolitik bedeutet für mich, die Stadt, in der ich lebe, aktiv mitzugestalten.“ Dabei hat sein Herz für die SPD geschlagen. Er ist Vorstandsmitglied des Ortsvereins Leonberg gewesen und 20 Jahre Mitglied im Internationalem Rat der Stadt. Als der SPD-Kreisvorstand 2015 die Arbeitsgemeinschaft 60 plus konstituiert hat, ist er als Stellvertreter des Vorsitzenden eines des Gründungsmitglieder gewesen. Er war auch als Mitglied im Landesvorstand der Arbeitsgruppe „Migration und Vielfalt Baden-Württemberg“ tätig.
Die ersten 25 Jahre seines Lebens verbrachte Yusuf Shoaib in der Stadt, in der er 1951 geboren wurde, in Karatschi in Pakistan. Auf vielen Veranstaltungen hat er in Leonberg und Umgebung Einblicke in die Kultur seiner alten Heimat gegeben. Wie seine Brüder genoss er dort die Ausbildung auf einer englischen Privatschule, machte seinen Bachelor-Abschluss in Physik. Nach dem Diplom ging er als Englischlehrer für ein Jahr nach Griechenland, heuerte auf einem Schiff an und reiste als freier Journalist um die Welt.
Mitte der Siebziger Jahre landete er in Stuttgart – als einziger pakistanischer Student an der Universität Stuttgart. Es dauerte nicht lange, bis er als Übersetzer sehr gefragt war. Nach seinem Studium hat sich Yusuf Shoaib mit einem technischen Übersetzerbüro selbstständig gemacht. Den Grund dafür hatte er im Gespräch mit dieser Zeitung mal genannt: „Es interessiert mich, was den Menschen am Herzen liegt – egal, woher sie kommen.“ (arno)
| Besucher: | 3181773 |
| Heute: | 91 |
| Online: | 5 |