Wir im Kreis Böblingen.

SPD im Kreis Böblingen

Neuer Vorstand gewählt

Heute wählten die Mitglieder Marco Lang zum Vorsitzenden der SPD Renningen-Malmsheim. Stellvertreter wurden Ute May und Marcel Dzubba, als Schriftführerin Mareile Pedde gewählt. Jürgen Clausen ist künftig Kassierer, Peter Hagenah und Hans Widmann die Revisoren. Als Beisitzer gewählt sind Julia Dittus-Chatzigiannidis, Gertrud Brunow, Cornelia Junack, Jan Hambach und Reinhard Händel, der die Renninger über zwei Jahrzehnte führte.

 

Verabschiedung von Vorstandsmitgliedern

Unser neuer Vorsitzender Marco Lang würdigte heute langjährige Vorstandsmitglieder.  Dazu zählen der bisherigen Vorsitzende Reinhard Händel, der aus der ersten Reihe zurücktritt, die Schriftführerin Lisbeth Händel, der Kassierer Rolf Wetterauer, die Beisitzerin Veronika Wetterauer und der Beisitzer Heinrich Steiner.

Anna Walther zur Bürgermeisterin in Schönaich gewählt

Anna, der Landrat, die Bürgermeister

Unsere Anna hat es mit einem professionellen Wahlkampf (so Landrat Roland Bernhard) geschafft, knapp 60% der Stimmen der Schönaicher/innen zu erhalten. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,4%..

Viele Bürger und Bürgerinnen versammelten sich am Wahlabend in der Gemeindehalle, um Anna zu gratulieren. Mehrere Bürgermeister so auch Lukas Rosengrün aus Ehningen waren anwesend. Auch der SPD Landtagsabgeordnete Florian Wahl und die SPD Kreisvorsitzende und Bundestagskandidatin Jasmina Hostert sowie mehrere Unterstützer von Anna ließen es sich nicht nehmen, sie bei einem Glas Sekt zu feiern.

Yusuf Shoaib gestorben

Am Samstag den 20. März 2021 ist unser langjähriges Mitglied im SPD Ortsverein, Yusuf Shoaib im Alter von 69 Jahren gestorben. Er war in vielen Funktionen in- und außerhalb der SPD aktiv und hat sich insbesondere um die Integration verdient gemacht.

Arnold Einholz hat in der LKZ heute den nachfolgenden  Beitrag zu seinem Tod veröffentlicht.

Yusuf Shoaib gestorben  (Leonberger Kreiszeitung 22.3.21)

Ein vielseitig aktiver Mensch ist tot, der sich in Leonberg nie als Ausländer gefühlt hat.

Die Rückseite seiner Visitenkarten ist zu klein gewesen, für all die Sprachen, von denen viele hierzulande noch nie gehört haben, in denen das Höfinger Übersetzerbüro Dr. Shoaib, seit mehr als 40 Jahren seine Dienste anbietet. Der Verhandlungsdolmetscher und öffentlich bestellte und vereidigte Urkundenübersetzer Yusuf Shoaib ist gestorben.

Doch die Leonberger haben den gläubigen Muslim – „ich habe mich hier nie als Ausländer gefühlt“, sagte er mal – über sein mannigfaltiges, jahrzehntelanges Engagement kennen- und schätzengelernt. Die Liste ist lang: Vorstandsmitglied im Forum der Kulturen, Elternbeiratsvorsitzender, Präsident im Cricket Verband Baden Württemberg, Vorstandsmitglied im Leobad-Förderverein, Präsident der Pakistanischen Gemeinde, Vorsitzender des Jugendcafé-Trägervereins in Höfingen.

Aber auch politisch hat sich Yusuf Shoaib engagiert, nach seinem Motto: „Kommunalpolitik bedeutet für mich, die Stadt, in der ich lebe, aktiv mitzugestalten.“ Dabei hat sein Herz für die SPD geschlagen. Er ist Vorstandsmitglied des Ortsvereins Leonberg gewesen und 20 Jahre Mitglied im Internationalem Rat der Stadt. Als der SPD-Kreisvorstand 2015 die Arbeitsgemeinschaft 60 plus konstituiert hat, ist er als Stellvertreter des Vorsitzenden eines des Gründungsmitglieder gewesen. Er war auch als Mitglied im Landesvorstand der Arbeitsgruppe „Migration und Vielfalt Baden-Württemberg“ tätig.

Die ersten 25 Jahre seines Lebens verbrachte Yusuf Shoaib in der Stadt, in der er 1951 geboren wurde, in Karatschi in Pakistan. Auf vielen Veranstaltungen hat er in Leonberg und Umgebung Einblicke in die Kultur seiner alten Heimat gegeben. Wie seine Brüder genoss er dort die Ausbildung auf einer englischen Privatschule, machte seinen Bachelor-Abschluss in Physik. Nach dem Diplom ging er als Englischlehrer für ein Jahr nach Griechenland, heuerte auf einem Schiff an und reiste als freier Journalist um die Welt.

 Mitte der Siebziger Jahre landete er in Stuttgart – als einziger pakistanischer Student an der Universität Stuttgart. Es dauerte nicht lange, bis er als Übersetzer sehr gefragt war. Nach seinem Studium hat sich Yusuf Shoaib mit einem technischen Übersetzerbüro selbstständig gemacht. Den Grund dafür hatte er im Gespräch mit dieser Zeitung mal genannt: „Es interessiert mich, was den Menschen am Herzen liegt – egal, woher sie kommen.“ (arno)

Landtagskandidat Jan Hambach

Ein Bild, das Gebäude, Person, draußen enthält.

Automatisch generierte Beschreibung           Fragen an Jan Hambach

Jan Hambach, du bist in Renningen aufgewachsen, wohnst hier und du bleibst sicherlich auch künftig 

in Renningen? Du forderst bezahlbare Wohnungen bei jedem Neubau. Bezahlbar müssen 

Wohnungen auch für Verkäuferinnen, Friseure, Arzthelferinnen, Dachdecker, Maler, Elektriker, Altenpflegerinnen u.a. Berufe sein. Wie kann dieser Personenkreis in Renningen noch eine Wohnung finden?

Genau, mir gefällt es hier sehr gut und mir macht es sehr viel Spaß mich hier zu engagieren. Für mehr bezahlbaren Wohnraum gibt es viele Ansätze. Zentral ist aber, dass die Stadt möglichst viele Grundstücke im Eigentum hat, um dort selbst bezahlbare Wohnungen zu bauen oder Investoren Vorgaben zu machen. Ich bin der Auffassung: Mindestens 50% bezahlbare Wohnungen (Mietpreis: zwischen 8 und 10 Euro je qm) müssen bei jedem Neubau drin sein. Damit alle Städte und Gemeinden die Ausgaben für die Grundstücke stemmen können, braucht es finanzielle und juristische Unterstützung von einer Landesbaugesellschaft. Projekte wie unser Mehrgenerationenhaus sind ebenfalls ein guter Ansatz. Auch die Innenverdichtung, Wohnungen über Kitas und anderen öffentlichen Einrichtungen sowie Wohnangebote für ältere Menschen (deren oft zu große Häuser dann frei werden) helfen. Zur Ehrlichkeit gehört aber: In dem Bereich wurde deutschlandweit jahrzehntelang zu wenig gemacht. Es wird auch einige Jahre dauern, bis wir wieder genug Angebote geschaffen haben. Aber deswegen gilt es jetzt auch anzupacken. Aus diesem Grund haben wir als SPD-Gemeinderatsfraktion eine Strategie für bezahlbaren Wohnraum in Renningen beantragt und wollen diese im Gemeinderat, zusammen mit der Verwaltung, erarbeiten.

Kann die Stadt Renningen den Bürgern mit geringeren Einkommen durch das Erbbaurecht zu Eigentum verhelfen, so wie es früher praktiziert wurde? 

Ja. Ich sehe darin vor allem eine Möglichkeit, um als Stadt langfristig eine größere Anzahl an Grundstücken zu halten und so auch langfristig für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen. Darüber hinaus generiert man in diesem Modell auch laufende Einnahmen für die Stadt mit denen zumindest ein Teil der Sanierungskosten gedeckt werden können. Die derzeit niedrigen Zinsen machen die Erbpacht allerdings etwas weniger attraktiv. Ich glaube, dass es aber dennoch genügend Menschen gibt, für die ein Erwerb im Erbbaurecht finanziell einfacher zu stemmen ist, als ein normaler Kauf. Die evangelische Kirche hat dieses Modell übrigens beim Grundstück des ehem. Gemeindehauses angewandt. In der Verwaltung besteht allerdings noch eine gewisse Skepsis gegenüber dem Erbpacht-Modell, weshalb wir das im Rahmen unserer beantragten Strategie für bezahlbaren Wohnraum nochmals diskutieren müssen.

Welche Familienthemen sind für dich wichtig und wie können diese auf der kommunalen, Landes- und Bundesebene erfolgreich bearbeitet/angegangen werden? 

Kitagebühren sind für viele Familien eine große Belastung. Zudem sollte Bildung wie in der Schule oder an der Uni kostenfrei sein. Einige Bundesländern haben die Kita-Gebühren bereits abgeschafft, das sollte auch bei uns im Land passieren. Der Bund stellt dafür sowieso schon Gelder bereit. Ansonsten finde ich es toll, dass wir alle Schulen hier vor Ort haben, die jetzt auch erweitert werden, um den wachsenden Schülerzahlen gerecht zu werden. Der geplante Sporthallen-Neubau ist auch deshalb wichtig und wird vom Land unterstützt. Ich hoffe, dass auch der Rest des Gemeinderates weiterhin mitzieht. Auch bei den Kitas ist eine langfristige Planung wichtig, damit wir nicht immer wieder vor dem Problem stehen, zu wenige Plätze vorzuhalten. Unser großes Sport-, Kultur- und Freizeitangebot (Vereine, Freibad, Exit Game…) gilt es zu unterstützen, damit es erhalten werden kann. Das ist entscheidend für die Lebensqualität in unserer Stadt, was sich indirekt auch finanziell positiv bemerkbar macht.        

Du bist in der Kita Hummelbaum gewesen. Was hat sich dort nach dem Umbau verändert und welches sind die Anforderungen der Kinder für die Sport-Kita? 

Im Hummelbaum-Kindergarten wurde vor allem der Außenbereich verändert, was sich leider etwas verzögert hat, jetzt aber abgeschlossen werden kann.

Die Kinder müssen vor allem Spaß am Sport mitbringen.

Wie kann die Bewältigung des Klimawandels im Hinblick auf die Arbeitnehmerinteressen optimal gestaltet werden? 

Indem wir ihn jetzt engagiert angehen. Noch länger zuzuschauen, schenkt uns vielleicht kurzfristig ein paar gemütliche Jahre, hat aber auch auf die Arbeitsplätze mittel- und langfristig viel stärkere Auswirkungen. Konkret heißt das für mich: Wir sollten einen Vorschlag der IG Metall aufgreifen und mit einem öffentlichen Beteiligungsfonds Zulieferer gezielt unterstützen, die Arbeitsplätze sichern, ihre Beschäftigten fortbilden und neue Geschäftsfelder erschließen. Zudem gilt es jetzt andere Branchen zu stärken, wie z. B. die Medizintechnik, IT und die Energiewirtschaft. Start-ups brauchen Entfaltungsmöglichkeiten und kleine und mittlere Unternehmen müssen besser unterstützt werden, indem wir für sie die bürokratische Belastung, bspw. beim Datenschutz, reduzieren. All das sind Entscheidungen, die auf Landes- und Bundesebene getroffen werden müssen. Wir können aber auch mit unserer Renninger Wirtschaftsförderin den Unternehmen unter die Arme greifen und ihnen möglichst gute Hilfestellungen bieten. Der Gemeinderat muss sich zudem bei jeder Unternehmensansiedlung fragen, wie zukunftsfähig die Branche ist und ob man bspw. den in unserer Region zu starken Fokus auf die Autoindustrie nicht etwas reduzieren will. Renningen ist da ein gutes Beispiel: Wir kommen auch deshalb gut aus Krisen, weil wir hier sehr viele unterschiedliche Branchen haben.

Wie siehst du die Fortbewegung der Bürger, Jugendlichen und Kinder mit Bus und S-Bahn gegenüber dem Auto im Hinblick auf die Infektionszahlen von Corona? 

Ich denke wir sollten hier keine Angst schüren. Ich fahre fast täglich Bus & Bahn und denke, dass die Masken einen guten Schutz bieten. Im Schulverkehr müssen wir genau schauen, ob es bspw. mehr Transportmittel braucht oder ob sich die Schülerinnen und Schüler auch besser auf die angebotenen Transportmittel verteilen müssen.

Der Verkehr und die Mobilität sind allgegenwärtige Themen in Renningen wegen der B 464, aber auch wegen des Klimawandels und wegen der Erreichbarkeit von Wochenmarkt, Geschäften, Ärzten für Menschen, die nicht selbständig mobil sind. Was ist deine Meinung und das Ziel für Mobilität in Renningen?

Meine Vision ist, dass man in Renningen problemlos ohne Auto von A nach B kommt. Das geht heute schon sehr gut. Ein Busverkehr auf Abruf für alle Bürger*innen, wie er derzeit schon in anderen Städten getestet wird, wäre dafür eine wichtige Ergänzung, die auch den Mobilitätsbedürfnissen viel eher entspricht als fest getaktete Buslinien. Das wäre quasi ein erweiterter Bürgerbus wie es ihn schon gibt, den aber jede und jeder auch zum Einkaufen oder zum Besuch bei Freunden nutzen kann. Darüber hinaus gilt es die Sharing-Angebote auszubauen: Wir haben ja schon ein Car- sowie ein Fahrrad-Sharing. Radfahrer und Fußgänger brauchen einen anderen Stellenwert in der Verkehrsplanung. Überörtlich sind wir ja schon sehr gut angebunden, spätestens dann wenn auch auf der S60 der durchgehende 15-Minuten-Takt umgesetzt ist. Mit diesen Maßnahmen können wir es schaffen, dass immer mehr Menschen kein Auto mehr brauchen oder Familien mit einem Auto gut klarkommen.

Weitere Info`s gern von Jan Sascha Hambach

Telefon: 0152 22714720 oder jan.hambach@spdbb.de

www.facebook.com/hambach.jan,
www.instagram.com/janhambach

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