Presseecho
Gäubote vom 02.10.2018
Herrenberg: Aktionsbündnis möchte am Mittwoch zum offenen Meinungsaustausch anregen
„In Herrenberg ist eine bunte Mehrheit zusammengekommen, die für Demokratie, Vielfalt und Toleranz und Respekt ist“, freut sich Petra Menzel vom SPD-Ortsverband, die sich beim Aktionsbündnis „Herrenberg bleibt bunt“ engagiert. Bei einer Pressekonferenz im Klosterhof stellten Vereine und Parteien ein Konzept für eine Demonstration am Tag der Deutschen Einheit vor der Stadthalle vor – zeitgleich geht in der Alten Turnhalle eine Veranstaltung der AfD mit den „Christlichen Patrioten“ über die Bühne.
Von Nadine Nowara
Herrenberg: AfD richtet Treffen „Christlicher Patrioten“ aus – „Buntes Fest für Demokratie“ als Gegenpart
In Herrenberg hat sich ein Aktionsbündnis „Herrenberg bleibt bunt“ gebildet, das Stellung beziehen will „gegen die Verbreitung von rechter Ideologie“. Eine erste Veranstaltung dieses Bündnisses findet am Tag der Deutschen Einheit auf dem Stadthallenplatz statt – denn gleichzeitig treffen sich in der Alten Turnhalle die „Christlichen Patrioten“ innerhalb der Alternative für Deutschland (AfD).
Von Dietmar Denner
Lokalpolitische Kolumne im Gäubote vom 22.09.2018
Meine Meinung
Von Petra Menzel, Vorsitzende SPD-Ortsverein Herrenberg
Der Wettbewerb Seestraße ist entschieden und Herrenberg träumt von einem Strand. Dieser Traum spiegelt Sehnsüchte nach Sommer, Sonne, Wasser und es bleibt abzuwarten, ob er im schattigen Graben Realität wird. Vielleicht taugt der „Wasserspiegel“ auch zum Schlittschuhlaufen und macht die Altstadt noch dazu im Winter attraktiv. Es wäre schön. Längst überfällig waren Ideen für einladende Eingänge in die Altstadt – in der Hirschgasse, am Bronntor, und hoffentlich wird eines Tages auch der Hasenplatz ins Visier genommen, wenn der Fruchtkasten endlich aus dem Dornröschenschlaf geweckt ist. Die Einladung in die Altstadt wird auf Dauer nur angenommen, wenn hinter den Eingängen lohnende Ziele liegen. Angesichts des Ladensterbens in der Altstadt und unbelebter Gassen ist es höchste Zeit, aktiv zu werden.
Betr.: Frohnmaier und die AfD, „Gäubote“ vom 8. September 2018
Leserbrief von Bodo Philipsen, Herrenberg
Da ist sie wieder: die altbekannte Strategie der AfD. Man provoziert, hinterher wiegelt man ab und stellt sich als Opfer hin. Niemand verbietet den Rechten zu demonstrieren, wie Frohnmaier in seinem Leserbrief behauptet. Im Gegenteil – der Staat lässt sich das einiges kosten, den Rechten dieses Recht einzuräumen, wenn man das riesige Polizeiaufgebot sieht. Nicht erlaubt aber ist es, Ausländer zu bedrohen, den Hitlergruß zu zeigen oder Journalisten an der Berichterstattung zu hindern. Wenn man es als „Bürgerpflicht“ bezeichnet, Widerstand gegen eine „todbringende Messermigration“ zu leisten, weil der Staat die Kontrolle verloren habe, so kann man dies schon als Appell zu „Selbstjustiz“ ansehen. Wenn der Staat die Kontrolle verloren hat, dann eher gegenüber Autobossen oder Investmentbankern, aber nicht bezüglich der schrecklichen Messerattacken: Diese Täter sind nämlich überführt und erhalten ihre Strafe. Gewaltdelikte gibt es immer wieder, übrigens ein Vielfaches mehr durch Rechtsradikale als durch Migranten. Rassismus ist es allemal, wenn man alle Migranten dafür verantwortlich macht, dass einige ganz wenige kriminell werden. Oder ist der gebürtige Rumäne Frohnmaier ein Einbrechermigrant, weil es auch organisierte Einbrecherbanden aus Rumänien gibt?
Betr.: Artikel „Keine Bürgerpflicht, sondern schwere Straftat“, „Gäubote“ vom
30. August
Leserbrief von Bodo Philipsen, SPD-Fraktionschef im Herrenberger Gemeinderat
Mehr als 11% der Wähler oder über 21 000 Wahlbürger haben vor einem Jahr Markus Frohnmaier von der AfD in unserem Wahlkreis gewählt. Damit vertritt er unseren Wahlkreis in Berlin als Abgeordneter. Welch eine Schande, wenn man jetzt wieder seinen Kommentar zu den rechtsradikalen Ausschreitungen in Chemnitz liest. Alle demokratischen Kräfte sind entsetzt, wenn sie lesen, dass Hunderte gewaltbereiter Rechter in Chemnitz weitgehend von der Polizei unbehelligt mit Nazigruß pöbelnd Bürger bedrohen und jagen, nur weil sie ausländisch aussahen. „Unser“ in Rumänien gebürtiger Abgeordneter rechtfertigt dies auf Twitter damit, dass es „Bürgerpflicht sei, die todbringende Messermigration zu stoppen“.
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