Allgemein
Das historisch schlechte Abschneiden der SPD bei der Bundestagswahl darf nun den Bick in die Zukunft nicht verstellen. Zunächst wollen wir aber den Waldenbucher Bürgerinnen und Bürgern danken, die aller Missstimmung zum Trotz der SPD ihre Stimme gegeben haben. Und es gehört sich zum Umgang demokratischer Parteien, dass der Unterlegene dem Sieger gratuliert, dass die SPD die CDU auch in Waldenbuch beglückwünscht!
Gleichzeitig wünschen wir uns allen, dass der Politik es in den kommenden Jahren vergönnt sein möge, frei von nicht voraussehbaren äußeren Geschehnissen das Vertrauen der Menschen in die Politik in unserem Lande zurückzugewinnen und die Demokratie gestärkt aus dieser Vertrauenskrise hervorgeht. Es wird darauf ankommen, mit guter Politik den Populisten den Boden zu entziehen.
Gefragt sind klare Konzepte und ein klarer politischer Wille, um die Demokratie zu stärken.
Deshalb wird es vor allem auch notwendig sein, die zukunftsweisenden Botschaften klar zu kommunizieren. Damit sie bei den Wählern jeglichen Alters als Angebote mit perspektivischen Lösungen für unser Land auch ankommen. Dafür wünschen wir uns auch im Lokalen die solidarische Mitwirkung aller Bürgerinnen und Bürger.
Harald Jordan
Nachdem Gustav Eiffel seinen berühmten Turm in Paris gebaut hatte, dauerte es nicht lange, bis die britischen Ingenieure im viktorianischen Großbritannien die Herausforderung annahmen und begannen, ihre eigenen Versionen davon zu bauen. Schließlich beherrschte England die bekannte Welt, und es konnte auf keinen Fall zulassen, dass sein traditioneller Feind, die Franzosen, es im Bereich der hohen Türme schlug.
So wurde 1894 der Blackpool Tower mit Blick auf die Irische See an der nordenglischen Küste gebaut. Mit einer Höhe von 158 Metern ist er kaum zu übersehen. Oder doch?
Als ich studierte, arbeitete ich in einem Kaufhaus neben dem Blackpool Tower. Regelmäßig kamen Urlauber zu unserem Stand und fragten, wo der Turm sei. Es schien uns eine unglaubliche Frage zu sein, aber wir lächelten freundlich und verwiesen sie nach nebenan und sagten ihnen, sie sollten lieber nach oben schauen als auf die Straße.
Was hat das mit Waldenbuch zu tun, höre ich Sie fragen.
Oft, wenn mich meine Hunde durch Waldenbuch ziehen, werde ich von einem offensichtlich stadtfremden Menschen angesprochen, der mich fragt, wo die Kirche von St. Veit ist. Wenn ich auf der Gänsewiese unterwegs bin, wo die Bushaltestelle wenig hilfreich „Altstadt“ heißt, fragen sie mich, wie man eigentlich in die Altstadt kommt. Kürzliche Nachforschungen haben mir gezeigt, dass es, nachdem ein potenzieller Tourist oder Besucher an der Bushaltestelle mit dem Namen „Altstadt“ ausgestiegen ist, keinerlei Schilder gibt, die ihn tatsächlich in dieses sagenumwobene Land „Altstadt“ führen. Von der Gänsewiese aus ist die Kirche von St. Veit (Kirchen sind traditionell das Herz einer mittelalterlichen Stadt) nicht zu sehen und es ist bekannt, dass die Leute in der Sommerhitze im Kreis laufen, bis sie die Marktstraße finden, die ins Herz unserer mittelalterlichen Stadt führt.
Da es immer noch Leute gibt, die keinen Zugang zu Google Maps haben, möchte ich vorschlagen, dass der Weg in die eigentliche Altstadt, von der Bushaltestelle Gänsewiese (Altstadt) und der Bushaltestelle Schloss ausgeschildert werden sollte. Ein Ortsfremder weiß nicht, dass er über die Brücke auf der Gänsewiese gehen und dann den östlichen Teil der Marktstraße hochlaufen muss, um zur Kirche und zum Schloss zu gelangen. Oder sie müssen von der Bushaltestelle Post (Schloss) aus, den Studentenweg und „ Auf dem Graben“ hinuntergehen, um ihr Herzensanliegen zu erreichen.
Die Kirche St. Veit - nicht überall hat man so einen guten Überblick Bild: Georg Göpfert
Waldenbuch ist eine schöne Stadt und wenn man mit dem Auto oder dem Bus durchfährt, winkt einem der Schlossberg einladend und verlockend zu. Anders verhält es sich, wenn man mit dem Bus ankommt, dann ändert sich die Perspektive auf Straßenebene. Es ist nicht offensichtlich, wie man in die Altstadt kommt, und für ältere Besucher und Familien mit Kindern kann das ziemlich frustrierend sein.
Ich bin gerade um den Altstadtring gelaufen. Es gibt viele Stellen, an denen ein Schild den Weg in das Herz der Altstadt weisen könnte. An den Brücken, an den Ecken, am Ende der Marktstraße, wo sie in die Seestraße mündet, an den kleinen Gassen, die vom Neuen Weg abgehen. Im Winter ist es einfacher, den Kirchturm und das Schloss zu sehen, aber im Sommer, wenn alle Bäume Laub tragen, kann man die bedeutenden Gebäude nicht sofort erkennen.
Die Menschen kommen gerne nach Waldenbuch, um in die Kirche zu gehen, um Konzerte zu besuchen, um ins Museum zu gehen, um an einer Stadtführung teilzunehmen und wir laden sie mit unserer Präsenz auf Messen wie der CMT ein. Machen wir es ihnen nicht schwer, wenn sie hierher kommen, sonst kaufen sie einfach einen der leckeren Döner, die es in Waldenbuch zu den meisten Tageszeiten gibt, steigen wieder in den Bus und fahren nach Hause, ohne das Geheimnis der verschwundenen Altstadt gelöst zu haben.
Elaine Rauhöft für den SPD-Ortsverein
Farina Semler war Gast in unserer Vorstandssitzung. Sie kommt vom Ortsverein Herrenberg und würde gerne unsere Unterstützung für die Zukunft in Anspruch nehmen.
Farina ist eine politische Streiterin für die politische Gleichstellung der Frauen in der Gesellschaft und im Arbeitsleben. Sie strebt aber auch die Gleichstellung aller Menschen an.
Diesen Grundsatz möchte sie sich nicht nur in der untersten Ebene zum Ziel setzen, sondern möchte auf anderen Ebenen ihren Grundsatz in einer Wahlfunktion fortsetzen. Sie könnte sich sehr wohl vorstellen, dass z.B. auch im Landtag, der im kommenden Frühjahr 2026 neu gewählt wird, als Programm umzusetzen.
Der Wunsch sie bei diesem Unterfangen zu unterstützen, wurde ihr vom Vorstand zugesichert.
Sie bringt unserer Meinung nach das nötige Rüstzeug mit: freigestellte Gymnasialschullehrerin; freigestellte Personalrätin; aktiv im Deutschen Gewerkschafts Bund; aktiv in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und selbstverständlich aktiv in der SPD.
Wir wollen sie auf diesem Weg begleiten und wünschen viel Erfolg.
Der grausame Mord in Aschaffenburg hat uns alle tief erschüttert.
Wir trauern um die Opfer und sind in Gedanken bei den Angehörigen. Solche Taten machen uns fassungslos und wütend – und sie verpflichten uns, alles zu überprüfen und zu hinterfragen, was diesen abscheulichen Mord hätte verhindern können.
Diese Fragen richten sich vor allem an die zuständigen Behörden in Bayern, denn der Täter hätte längst nicht mehr in Deutschland und auf freiem Fuß sein dürfen. Hier gab es offensichtlich ein erhebliches Vollzugsdefizit. Aufklärung und Konsequenzen sind entscheidend.
Der Kanzlerkandidat der CDU, Friedrich Merz, hat sich nun jedoch entschieden, diese Tragödie parteipolitisch für seinen Wahlkampf zu nutzen. Er scheint dabei völlig die Nerven zu verlieren.
Merz kündigte an, schon nächste Woche im Bundestag eine Mehrheit mithilfe der rechtsextremen AfD und gegen die demokratische Mitte zu nutzen, wenn seine neuen Vorschläge nicht eins zu eins umgesetzt würden.
Demokratinnen und Demokraten eint seit Gründung der Bundesrepublik vor 75 Jahren der Konsens: Keine Zusammenarbeit mit Rechtsextremen.
Diesen Konsens will Merz nun über Bord werfen.
Die AfD mit Alice Weidel und Björn Höcke jubelt bereits über den Fall der Brandmauer.
Das können wir nicht hinnehmen, dem müssen wir als Demokrat*innen gemeinsam entgegentreten
Ein Bundeskanzler schwört in seinem Amtseid, die Verfassung unseres Landes zu schützen. Dazu darf man nicht mit denen zusammenarbeiten, die unsere Verfassung angreifen. Anständige Konservative machen das nicht. Konservative wie Angela Merkel wussten das.
Wenn Merz schon vor der Wahl bereit ist, mit der AfD Mehrheiten zu bilden, wie soll man ihm nach der Wahl vertrauen, dass er nicht mit der AfD zusammenarbeitet?
Matthias Miersch,SPD-Generalsekretär
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Die SPD / AfA trauert um den früheren AfA Bundesvorsitzenden Rudolf Dreßler

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