Wir im Kreis Böblingen.

SPD im Kreis Böblingen

SPD Waldenbuch: Neue Ideen, neue Mitglieder, neuer Aufbruch

Bild: Ferdinando Puccinelli

Der SPD-Ortsverein Waldenbuch hat sich in seiner jüngsten Vorstandssitzung mit der künftigen Ausrichtung der sozialdemokratischen Arbeit vor Ort und im Land beschäftigt. 
Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie die SPD wieder stärker wahrgenommen werden kann: als Partei, die zuhört, konkrete Probleme ernst nimmt und Menschen zusammenbringt.
Ein wichtiges Thema war die aktuelle Entwicklung der Landes-SPD. Der Ortsverein ist überzeugt: Sozialdemokratie wird gebraucht – gerade in Zeiten, in denen viele Menschen Verunsicherung spüren, sich bezahlbares Leben, gute Arbeit, soziale Sicherheit und verlässliche politische Antworten wünschen. Dafür braucht es eine SPD, die klare Haltung zeigt, verständlich spricht und wieder stärker aus der Mitte der Gesellschaft heraus wirkt.

Bild: Ferdinando Puccinelli

Auch in Waldenbuch möchte die SPD neue Impulse setzen. Der Ortsverein lädt deshalb Bürgerinnen und Bürger ein, sich einzubringen – mit ihren Erfahrungen, Ideen und Vorstellungen für eine gerechte und lebenswerte Stadt. Besonders willkommen sind Menschen, die nicht nur zuschauen möchten, sondern Lust haben, gemeinsam etwas zu bewegen. Denn gute Politik entsteht nicht allein in Sitzungen. Sie entsteht dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Verantwortung übernehmen und ihre Stadt aktiv mitgestalten wollen. Wer Interesse hat, die SPD Waldenbuch kennenzulernen oder sich mit eigenen Ideen einzubringen, ist herzlich eingeladen, auf den Ortsverein zuzugehen. Die SPD Waldenbuch freut sich über alle, die mithelfen wollen, sozialdemokratische Politik vor Ort und im Land wieder nach vorne zu bringen.

Ferdinando Puccinelli

Der SPD-Ortsverein stellt sich für die kommenden Jahre neu auf

Foto: Ferdinando Puccinelli

Der SPD-Ortsverein Waldenbuch hat am Mittwoch, 29. April 2026, seine Jahreshauptversammlung im AWO-Häusle abgehalten. 
Im Mittelpunkt standen der Rückblick auf das vergangene Jahr, die Ehrung langjähriger Mitglieder sowie die Neuwahlen des Vorstands.

Nach der Eröffnung durch den bisherigen Vorsitzenden Harald Jordan gedachte die Versammlung des verstorbenen Mitglieds Siegfried Schulz. 

Anschließend wurden Karin Heißwolf und Walter Keck für jeweils 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD geehrt. Marco Cianci wurde für 10 Jahre Parteizugehörigkeit ausgezeichnet. Diese Ehrungen machten deutlich, wie sehr der Ortsverein von langjährigem Engagement und kommunalpolitischer Verbundenheit geprägt ist.


Foto Georg Göpfert

Im Rechenschaftsbericht blickte Elaine Rauhöft auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück, darunter Vorstandssitzungen, Mitgliederversammlungen, die Beteiligung am Volkstrauertag, der Neujahrsempfang sowie die Arbeit rund um die Landtagswahl. Harald Jordan berichtete zudem von zwei Neueintritten, blickte auf 17 Jahre Vorstandstätigkeit zurück und dankte den Mitgliedern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Kassiererin Rosa Maria Drodofsky legte einen geordneten Kassenbericht vor. Die Revisoren bestätigten eine vorbildliche Kassenführung, woraufhin Kassiererin und Vorstand entlastet wurden.

Bei den anschließenden Wahlen wurde eine neue Doppelspitze gewählt: Ingrid Münnig-Gaedke und Ferdinando Puccinelli führen künftig gemeinsam den SPD-Ortsverein Waldenbuch

Als stellvertretende Vorsitzende wurden Helga Göpfert und Klaus Meyer gewählt. 

Rosa Maria Drodofsky bleibt Kassiererin, Georg Göpfert übernimmt das Amt des Schriftführers sowie die Mitgliederarbeit. 

Für die Öffentlichkeitsarbeit wurden Georg Göpfert und Klaus Meyer gewählt. 

Als Beisitzerinnen und Beisitzer gehören Elaine Rauhöft, Walter Keck, Süleyman Akarsu, Florian Mertens, Angelika Ruck und Harald Jordan dem Vorstand an. 

Alfred Müssle und Ulrich Doster wurden als Revisoren bestätigt.

Der Kreisvorsitzende Samet Mutlu übernahm die Wahlleitung und gab der Versammlung einen kurzen Einblick in aktuelle Entwicklungen innerhalb der SPD. 

Aus dem Gemeinderat berichtete Walter Keck über kommunalpolitische Themen wie Kindergarten, Haushaltslage, Solarpark Reishalde, Bevölkerungsschutz, kommunale Wärmeplanung, Wohnbauentwicklung und Parkraummanagement.

Die Jahreshauptversammlung zeigte: Der SPD-Ortsverein Waldenbuch verbindet Erfahrung mit neuer Verantwortung und will sich weiterhin aktiv in die politische Gestaltung Waldenbuchs einbringen.

Ferdinando Puccinelli 

Bericht zur AfA Bundeskonferenz 2026

Sonderbericht zur Bundeskonferenz 2026

Gemeinsam für die Zukunft der Arbeit

Hinter uns liegt eine Bundeskonferenz voller Energie, klarer Kante und zukunftsweisender Weichenstellungen. Am 18. und 19. April 2026 kam die AfA-Bundeskonferenz in Duisburg zusammen, um unter dem Eindruck einer herausfordernden politischen Gesamtsituation die Stimme der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der SPD und darüber hinaus lautstark zu vertreten.

Konferenzort war das thyssenkrupp Steel Europe Bildungszentrum in Duisburg – als AfA stehen wir nicht nur sinnbildlich an der Seite der Beschäftigten, sondern sind die Herzkammer der SPD.

Zu Gast waren neben der SPD-Landesvorsitzenden NRW Sarah Philipp, dem Oberbürgermeister von Duisburg Sören Link, dem Bundestagsabgeordneten Jan Dieren sowie dem DGB-Landesvorsitzenden NRW Thorben Albrecht zahlreiche weitere Gäste.


Aufbruch und Zusammenhalt

Die Konferenz startete am Samstag mit einer klaren Botschaft unserer Bundesvorsitzenden Cansel Kiziltepe. In ihrem Grußwort betonte sie die zentrale Rolle der AfA als Herzstück der SPD.

Ein besonderes Highlight war das Panel „Stahl ist Zukunft“. Gemeinsam mit Bärbel Bas (SPD-Parteivorsitzende und Bundesministerin für Arbeit und Soziales), Wilfried von Rath (CHRO und Arbeitsdirektor der thyssenkrupp Steel Europe AG), Tekin Nasikkol (Gesamtbetriebsratsvorsitzender der thyssenkrupp Steel Europe AG) und Stefan Körzell (Mitglied im geschäftsführenden DGB-Bundesvorstand) wurde deutlich:

• Die Transformation der Industrie – insbesondere im Stahlbereich – gelingt nur mit Mitbestimmung.
• Soziale Sicherheit muss gewährleistet bleiben.
• Ein enger Schulterschluss mit Gewerkschaften und Betriebsräten ist unverzichtbar.

Diese Konferenz hat gezeigt: Wir sind nicht nur die Stimme der Arbeitnehmer*innen – wir sind ihr Rückgrat in bewegten Zeiten. Gerade in Zeiten, in denen Populisten einfache Antworten versprechen, sagen wir:

Es gibt keine einfachen Antworten – aber es gibt gerechte Lösungen. Und dafür kämpfen wir!


Personelle Neuaufstellung

Nach dem Rechenschaftsbericht des Bundesvorstandes standen wichtige Wahlen an. Wir haben ein starkes Team für die kommenden zwei Jahre gewählt, das die Interessen der Beschäftigten in die Partei und die Bundespolitik tragen wird.

Bestätigt im Amt wurde unsere Vorsitzende Cansel Kiziltepe mit 91,1 %.

Stellvertreter*innen für die nächsten zwei Jahre:

• Ronja Endres – 95,62 %
• Matthias Disterheft – 83,94 %
• Erik von Malottki – 83,94 %
• Nils Diesel – 81,02 %
• Peter Müller – 77,37 %

Die Bundeskonferenz hat gezeigt: Die AfA ist bereit. Wir sind die Kraft, die für Tarifbindung, Mitbestimmung und einen starken Sozialstaat streitet.

Ein herzlicher Dank geht an alle Delegierten, Gäste und Redner*innen wie Maike Finnern (GEW) und Uli Schmidt (DB Cargo), die unsere Debatten bereichert haben.


Die wichtigsten Beschlüsse

Wir haben bei der Antragsberatung deutliche Zeichen gesetzt. Die AfA bleibt das Bollwerk gegen soziale Kürzungen und Arbeitszeitflexibilisierung zu Lasten der Beschäftigten.

1. Der Leitantrag (L01)

Unter dem Titel „GUTE ARBEIT, MEHR TARIFBINDUNG UND EINE STARKE DEMOKRATIE“ haben wir unser Fundament zementiert.

Wir kämpfen für eine gerechte Gestaltung der Zukunft, bei der die Menschen im Mittelpunkt stehen – nicht die Rendite.

2. Schutz der Arbeitszeit & Gesundheit (A01 & A27)

Hände weg vom 8-Stunden-Tag: Versuchen, die tägliche Höchstarbeitszeit aufzuweichen, erteilen wir eine klare Absage.

Lohnfortzahlung verteidigen: Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist eine Errungenschaft, an der wir nicht rütteln lassen. Rückschritte wird es mit uns nicht geben.

3. Ausbildung und Mitbestimmung (A16 & A29)

Azubi-Wohnen: Wir fordern eine gesetzliche Grundlage für bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende. Mobilität darf nicht am Geldbeutel scheitern.

Betriebsräte fördern: Ein nationaler Aktionsplan soll die Gründung von Betriebs- und Personalräten erleichtern und schützen.

4. Solidarität mit Saisonbeschäftigten (I11)

Die AfA unterstützt geschlossen die Petition der „Initiative Faire Landarbeit“.

Unsere Forderung an die Bundesregierung ist klar:

Keine Mindestlohn-Ausnahmen bei Saisonarbeiter*innen!
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort – ohne Wenn und Aber.

 

AfA Bundeskonferenz Duisburg 2026

AFA: Materialien

Hallo zusammen,

am kommenden Wochenende (18.–19.04.2026) findet die AfA-Bundeskonferenz in Duisburg statt. Leider ist auf der Internetseite der Bundes-AfA bislang noch kein Antragsbuch veröffentlicht worden.

Ein Delegierter hat mir freundlicherweise das Antragsbuch zur Verfügung gestellt, das ich euch hier nun bereitstellen kann.

Gruß
Georg

Link Antragsbuch


http://www.afa-boeblingen.de/dl/2026-04-13_Anträge_AfA_Delegiertenkonferenz.pdf

Geschichte und Gegenwart - Mit Bildung zurück in die Erfolgsspur

Denken Sozialdemokraten zurück an die Ursprünge ihrer Partei im späteren 19.Jahrhundert, dann

kommen ihnen Namen in den Sinn wie Karl Marx und Friedrich Engels, Ferdinand Lasalle, Wilhelm Liebknecht oder August Bebel. Sie stehen alle auf ihre typische persönliche Weise für die Arbeiterbewegung und den Sozialismus. Und auch je verschieden für deren Theorie und Praxis. Es einte sie der Blick auf eine Gegenwart deren Grundlagen nach ihrer Überzeugung verändert werden mussten, wollte man den Menschen allgemein eine bessere Zukunft ermöglichen.

In ihren Leben mischten sich revolutionäre Phasen mit Gefängnisaufenthalten und Schüben tiefer geistiger Auseinandersetzungen mit Philosophie und Wissenschaften und einem kärglichen Alltag mit geringem Verdienst. Das ist in zahlreichen Biografien dargestellt. Mancher war als politischer Redner unterwegs und wandte sich direkt an seine Zuhörer, andere bedienten sich der Presse oder fabrizierten Broschüren, die verteilt wurden.

Sie fanden eine geneigte Leserschaft, denn massenhaft war das Interesse, sich aus den beengten und düsteren Lebensverhältnissen herauszuarbeiten. Als bester Weg galt vielen der Weg über die Bildung. Doch der Weg war mühsam. Der Zugang zu den Bildungseinrichtungen war mit Hürden verbunden. Die unterste Stufe bot nur eine bescheidene Vermittlung, höherer Bildung boten Schulen, die den meisten verwehrt waren. Eine Möglichkeit boten die von der Sozialdemokratie ins Leben gerufenen Arbeiterbildungsvereine, welche Zug um Zug landesweit errichtet wurden und den breiten Bildungshunger zahlenmäßig kaum stillen konnten. Dennoch wurden die Arbeiterbildungsvereine eine wichtige Instanz allgemeiner Bildung. Das Wirken der Arbeiterbildungsvereine, so muss man befürchten, ist im öffentlichen Bewusstsein weitgehend vergessen. Wilhelm Liebknecht, der Vater des 1919 in Berlin ermordeten Karl Liebknecht, war einer der nachhaltigsten Förderer dieser Vereine und arbeitete rastlos für ihre Belange.

Auch spätere Generationen setzten das Thema Bildung bei der SPD ins Zentrum der Tagesordnung. Aktuell sind die Bildungsbelange wie alle politischen Themen der Komplexität anheimgefallen. Aus vielen Perspektiven wird die Bildung, die Schule, die Universität, die Fachschule durchleuchtet.
 

Foto: colourbox.de

Für die SPD ist das Thema höchst aktuell. Und ein Element ihrer politischen Tradition. Mit weitestem Radius. Er reicht vom kleinen Städtchen bis hinauf in die Regionen der großen Bildungspolitik.

Die Aufgabe ist nicht erledigt, wenn man am Ort eine schöne Schule hat, Schule muss man machen. Tagtäglich.

Harald Jordan

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