Wir im Kreis Böblingen.

SPD im Kreis Böblingen

Gedenken an Manfred Ruckh

Gedenken an Manfred Ruckh von unserem Bundestagsabgeordneten Nils Schmid

Der Tod von Manfred Ruckh hat mich tief bestürzt. Manfred war seit Jahr und Tag für die Sozialdemokratie unterwegs, in Waldenbuch, im Kreis Böblingen, auf den Fildern und in der Region. Für die SPD hat er unermüdlich gearbeitet, den Ortsverein Waldenbuch geprägt und war als treibende Kraft unverzichtbar. Nicht zuletzt durch ihn ist die SPD vor Ort so stark, wie sie heute ist. Auch für mich als Wahlkreisabgeordneter war Manfred Ansprechpartner vor Ort. Durch seine Arbeit in der Kreistagsfraktion und im Kreisverband hat er inhaltlich auch über seinen Ort hinaus gewirkt und die Politik im Landkreis mit gestaltet. Und er hat sich leidenschaftlich mit der Historie der Waldenbucher Sozialdemokraten beschäftigt und viel zum Wissen über die Sozialdemokratie in der Region beigetragen.

Manfred war ein Sozialdemokrat, wie er im Buche steht. Ehrlich und aufrichtig, solidarisch mit seinen Genossen, mit einem weiten Herz für seine Mitmenschen und einem Auge für Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft - ob in seinem Ortsverein, im Kreistag oder in seinen zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen. Ein offenes Ohr, konstruktive Kritik und Unterstützung konnte man bei ihm immer finden. Gerne hätte ich noch oft den Neujahrsempfang mit ihm bestritten. Er wird an vielen Stellen sehr fehlen.

Vor allem aber werde ich Manfred persönlich vermissen, seine Freude mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten, seinen unverwüstlichen Optimismus, seine Standfestigkeit, seine Herzlichkeit. Es ist traurig, dass er nun von uns gegangen ist. Dem Ortsverein Waldenbuch und vor allem der Familie von Manfred wünsche ich viel Kraft für diese Zeit. Möge er in Frieden ruhen.

Nils Schmid

Mitglied des Deutschen Bundestages

Außenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

Zur Erinnerung an Manfred Ruckh

Die Nachricht

Die Nachricht erreichte die SPD Waldenbuch am Vormittag des vergangenen Samstags und machte viele private Planungen trotz der immensen Wichtigkeit wegen „Corona“ mit einem Schlag zweitrangig: die Nachricht, dass Manfred Ruckh am frühen Morgen gestorben war.

 

Wir wussten alle seit zehn Monaten von seiner ernsten Krankheit, doch war er sich in all der Zeit treu geblieben. Als handelte es sich um eine vorübergehende Erkältung kümmerte sich Manfred Ruckh wie gewohnt um die Belange seiner Ämter in der SPD am Ort und im Kreis Böblingen.

 

Und so leitete er auch bis zuletzt die Sitzungen, organisierte die Dinge um die anstehenden Termine des neuen Jahres und schaute nach vorne. Zuletzt am 15. Februar, als er seine Bereitschaft zur erneuten Kandidatur als Vorsitzender der Waldenbucher SPD ankündigte.

 

Dann wurde es ruhiger um ihn. Man sah das als Routine-Vorgang seiner therapeutischen Notwendigkeiten. Um so größer dann die Wucht jener unerwarteten Nachricht, die alle seine Mitstreiter auf den verschiedenen Ebenen von der Kommune bis zum Land in Trauer versetzte.

  

Sozialdemokratische Grundüberzeugung

Manfred Ruckh, beruflich hervorgegangen aus dem Handwerk, später tätig als Sozialsekretär, hatte eine biografisch angelegte und entwickelte sozialdemokratische Überzeugung, die er bis ins Alter unerschütterlich behielt und öffentlich vertrat. Als Vorsitzender, als Gemeinderat, als Kreisrat. Mit knapp 70 Jahren verfehlte er im Frühjahr 2019 knapp den Wiedereinzug in den Böblinger Kreistag, in dem er über Jahre leidenschaftlich mitgearbeitet hatte.

 

Die Wirkung ist noch frisch, doch schon jetzt weiß man in der Waldenbucher SPD, dass der personelle Verlust groß ist. Der Tod von Manfred Ruckh reißt eine riesige Lücke. Sie zu schließen wird eine schwere Aufgabe im konkurrierenden Feld des politischen Wettbewerbs sein.

  

Maß und Mitte

Die SPD Waldenbuch ist ein Ortsverein in einer kleinen Stadt. Wir haben eine Randlage in der Metropolregion Stuttgart. Die politische Ausstrahlung hier ist nicht so reizvoll, wie es die landschaftliche ist. Will man Einfluss auf die große Politik erreichen, so erfordert das viele Zwischenschritte. Wenn wir unsere Lage nüchtern betrachten, dann bleibt uns eben auf den ersten Blick nur diese Rolle am Rande. Was ist da zu tun?

 

Manfred Ruckh hatte darauf die passende, angemessene Antwort. Er ist als Vorsitzender nicht politischen Träumen nachgehangen und wollte nicht gegen die natürlichen Beschränkungen vergeblich anrennen. Dennoch waren sein Rezept zu führen und der Wille zu gestalten anspruchsvoll und erfolgreich zugleich. Mit diesem haben wir uns einen guten Namen erworben und wurden bekannt landauf, landab, die SPD Waldenbuch hat Profil innerhalb des Landesverbandes. Das Rezept hieß: Vermittlung.

 

Zahlreiche Veranstaltungen, häufig im Jahresrhythmus, führten renommierte Politiker, Parlamentsabgeordnete vom Land bis hin nach Straßburg und auch Minister verschiedenster Zuständigkeiten in den Schönbuch. Sie alle gaben dem kleinen Ortsverein, seinen Mitgliedern und dem interessierten lokalen Publikum einen unmittelbaren Einblick in die je aktuellen Zusammenhänge der großen Politik. Vom Land bis nach Europa. Und die traditionellen Neujahrsempfänge boten Experten alljährlich eine Bühne für fundierte Information zu drängenden Fragen der Zeit.

 

Das war ein gangbarer, nachhaltiger Weg, dessen Richtung Manfred Ruckh zum einen von seinen Vorgängern übernommen, aber auch selbst gebahnt und vermessen hat. Denn er blieb hier konsequent. Er hielt  das Maß. Er hielt die Mitte zwischen den Extremen hinterwäldlerischen Denkens und politischer Großspurigkeit. Die Mitte, mit der Besinnung auf die eigenen Möglichkeiten, mit der Selbstbeschränkung auf das Maß der Mitte, nicht der  Mittelmäßigkeit.

 

Dieses Besinnen auf die wahren Möglichkeiten, gepaart mit einer nicht versiegenden Bereitschaft, sich für die Idee der Sozialdemokratie in der Welt der unmittelbaren Nachbarschaft einzusetzen, dies gibt den Blick frei auf die Leistung von Manfred Ruckh für die Waldenbucher SPD.

 

Bleibendes Gedenken

Manfred Ruckh stand eineinhalb Jahrzehnte der Waldenbucher SPD vor. Und die Weichen waren bis zuletzt auf Kontinuität gestellt, auf eine Fortsetzung des gemeinsamen Weges. Dieser Weg ist an sein Ende gekommen.

 

Wir sind Manfred Ruckh dankbar für diese Gemeinsamkeit und nehmen sein Wirken, das in Waldenbuch über die SPD hinaus auch anderen Feldern des bürgerlichen Engagements galt, als Vermächtnis und werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

 

Harald Jordan

Manfred Ruckh gestorben

Tief betroffen geben wir bekannt, dass der langjährige Vorsitzende der Waldenbucher SPD und frühere Kreis- und Gemeinderat Manfred Ruckh am frühen Morgen des 14. März gestorben ist. Obwohl wir von seiner Krankheit wussten, waren wir, wie er, zuversichtlich, dass er sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement am Ort und im Kreis würde fortsetzen können. Manfred Ruckh hinterlässt eine große Lücke.

 

Ein ausführlicher Nachruf folgt.

 

Der Vorstand des Ortsvereins Waldenbuch



Waldenbuch- Rückblick auf die Einwohnerversammlung

Am 19. Februar fand im Waldenbucher Feuerwehrhaus eine gut besuchte Einwohnerversammlung statt. Entgegen mancher Meinung gab es noch einige freie Plätze!

Hauptthema des Abends war die geplante Verkehrskonzeption zur Entlastung des Stadtkerns. Neben der Stadtverwaltung hatten auch die Sprecher/innen der Fraktionen die Gelegenheit, ihre Positionen zu erläutern. Wir müssen zum Schutze der Umwelt und der Anwohnerinnen und Anwohner im Städtle Stau, Lärm und Abgase reduzieren!

Die gesamte Position der SPD-Fraktion, sowie einen Lageplan des Kreisverkehrs, finden Sie hier

Anschließend gab es viele Fragen und Anregungen aus der Einwohnerschaft. Die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger sah einen dringenden Handlungsbedarf seitens der Stadt und begrüßte das Gesamtkonzept, - nicht zuletzt aufgrund der positiven Erfahrungen mit den vorhandenen Kreisverkehren. Allerdings gab es wichtige Änderungswünsche.

Ganz besonders das Thema „Kreisverkehr am Farrenstall“ wurde kontrovers diskutiert. Ein strittiger Punkt stellt dabei insbesondere die Einmündung der Echterdinger Straße in die alte B 27 dar. Wie der beigefügte Plan zeigt, ist eine direkte Anbindung der Echterdinger Straße an den Kreisverkehr aus Platzgründen bisher nicht möglich. Auch die dann wegfallende Möglichkeit, an der Kronenbrücke nach links in die (verkehrsberuhigte) Nürtinger Straße abzubiegen, stößt teilweise auf Kritik.

Zu beiden Punkten gab es viele konstruktive Vorschläge – auch schon vor und weitere nach der Einwohnerversammlung. Wir meinen, diese beiden Punkte sollten von den Verkehrsplanern noch einmal intensiv geprüft werden! Dazu benötigt es zudem die Zustimmung des Landes, da es sich bei der Stuttgarter Straße und der Nürtinger Straße um Landesstraßen handelt.

Als nächster Schritt soll der gesamte Verkehrsablauf mit Hilfe einer Computersimulation getestet werden – gleiches gilt für die von den Grünen vorgeschlagene Ampellösung an der Esso-Tankstelle.

Gegen Ende der Einwohnerversammlung wurden noch im Schnelldurchlauf die aktuellen Entwicklungen in Waldenbuch erläutert. Hier äußerten insbesondere die Bewohner/innen des Weilerbergs ihre Bedenken vor langen Umwegen während der Baumaßnahmen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass zumindest eine Fahrspur stets offen gehalten wird, um lange und unter Sicherheitsaspekten heikle Umwege zu vermeiden! 

Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern für eine sachliche und faire Diskussion und das Einbringen eigener Vorschläge! Und bitte engagieren Sie sich weiterhin für die Zukunft unserer Stadt!

Für die SPD-Fraktion

Ingrid Münnig-Gaedke

 

 

Resolution des Parteivorstands

Konsens der Demokrat*innen
Seit 1949 erfüllen die demokratischen Parteien den Auftrag unseres Grundgesetzes. Zum Grundkonsens der Bundesrepublik Deutschland gehört es als Lehre aus dem verbrecherischen NS-Regime und dem Scheitern der Weimarer Republik, dass Demokraten keine gemeinsame Sache mit den Feinden der Demokratie machen.

Unsere heutige Demokratie wird von rechten Populisten und gewalttätigen Neonazis herausgefordert. Über den Punkt "Wehret den Anfängen" sind wir längst hinaus. Der Rechtsterror des NSU, der Mord an Walter Lübcke, der Anschlag auf die Synagoge in Halle, Morddrohungen gegen Kommunalpolitiker, Ehrenamtliche und Abgeordnete, der anwachsende Antisemitismus, Angriffe auf Journalisten sowie das Erstarken rechtsradikaler Parteien sind dafür deutliche Zeichen.
Wir sind fest entschlossen, unsere freiheitliche und offene Gesellschaft mit allen Mitteln des Rechtsstaates und der Demokratie zu behaupten. Wir wissen, dass wir dabei auf eine sehr große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger und eine aktive Zivilgesellschaft zählen können.

Wir als demokratische Parteien stehen dafür besonders in der Pflicht. Durch unser
tägliches politisches Agieren sowie im demokratischen Wettbewerb und im Umgang
untereinander wollen und müssen wir die Demokratie stärken.
Die gemeinsame Wahl eines Ministerpräsidenten in Thüringen durch FDP, CDU und AfD war eine unverzeihliche Grenzüberschreitung, die weit über den Freistaat hinaus unsere Demokratie belastet.
Regierungsbildungen und politische Mehrheiten in unserem Land dürfen nicht durch die Stimmen der AfD zustande kommen.

SPD Parteivorstand

   

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