Allgemein
Die SPD Baden-Württemberg trauert um Professor Dr. Erhard Eppler. Der ehemalige Landesvorsitzende, Fraktionsvorsitzende und Bundesminister der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands ist heute im Alter von 92 Jahren in seiner Wahlheimat Schwäbisch Hall gestorben.
„Wir sind Erhard Eppler unendlich dankbar für das, was er uns alles gegeben hat. Er war eine herausragende Persönlichkeit der Sozialdemokratie, im Bund und in Baden-Württemberg, dessen Wertefundament und Prinzipientreue für uns wegweisend bleiben werden“, erklärte der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch.
„Erhard Eppler war ein großer Vor- und Querdenker mit einer einmaligen intellektuellen Kraft. Er hat die deutsche Nachkriegsgeschichte wesentlich mitgeprägt. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Irene und der ganzen Familie.“
Mutig, inspirierend, scharfzüngig, wortgewaltig, asketisch, tief verwurzelt im christlichen Glauben – Erhard Eppler sei eine politische Ausnahmeerscheinung gewesen, die in hohem Verantwortungsbewusstsein und oft unbequemer Konsequenz die anstehenden Herausforderungen immer fest Blick hatte und auf den Punkt bringen konnte. Dies gelte gerade im Blick auf Epplers führende Rolle in der Friedens- und Umweltbewegung, aber auch seine mahnenden Worte zur Bedeutung öffentlicher Daseinsvorsorge oder zur „privatisierten Gewalt“ Anfang des neuen Jahrhunderts.
„Er war immer auf der Höhe der Zeit, wie es Willy Brandt von uns Sozialdemokraten so eindringlich eingefordert hat“, betonte Stoch. „Dabei hat er es anderen nicht immer leicht gemacht. Sich selbst aber auch nicht.“ Mit dem ehemaligen Bundeskanzler verband Eppler bekanntlich ein besonders inniges Verhältnis.
„Er war immer da, wenn man ihn um Rat und Tat fragte, bis ins hohe Alter. Bis zuletzt war er neugierig, mit großem Interesse an neuen Entwicklungen und an der Meinung und Einschätzung anderer“, so Stoch. „Wer ihn näher kannte, wusste auch um seine persönliche menschliche Zuwendung. Für mich selbst war er ein großes Vorbild bei meinem eigenen Weg in der SPD – und das wird auch so bleiben. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Wir werden ihn nie vergessen.“
SPD Landesvorstand
Waldenbucher Erinnerung
Zu seiner Zeit als Entwicklungshilfeminister im Kabinett von Willy Brandt kam Erhard Eppler auch nach Waldenbuch. Viele wollten sich den Aufritt des politisch exponierten Schwaben nicht entgehen lassen und sorgten am 13.November 1971 für eine voll besetzte Ritter-Sporthalle. In den Jahrzehnten danach blieb Erhard Eppler auch für die Waldenbucher Sozialdemokratie eine bedeutende, Orientierung gebende Persönlichkeit im politischen Geschehen sowohl im Land wie auch in der programmatischen Ausrichtung der Bundes-SPD.
Harald Jordan
Die SPD Waldenbuch gratuliert der AWO zum 100-jährigen Bestehen und dem AWO-Ortsverein Waldenbuch, Steinenbronn und Dettenhausen zum 70. Geburtstag!
An dieser Stelle sei auch an die Gründerin und erste Vorsitzende der AWO (1919-1933), die SPD-Abgeordnete Marie Juchacz, erinnert, die heute zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Sie gehörte zu den Frauen, die in Deutschland gegen erbitterten Widerstand das Frauenwahlrecht erstritten. Und sie war die erste Frau, die eine Rede in der Weimarer Nationalversammlung hielt! Nach ihrer Rückkehr aus der Emigration nach Deutschland 1948 war sie bis zu ihrem Tod 1956 Ehrenvorsitzende der AWO.
Mehr Informationen unter: https://www.awo.org/ueber-uns/awo-historie/personen/marie-juchacz
Den Jubiläums-Veranstaltungen der AWO in Waldenbuch wünschen wir viel Erfolg!
Das Bundeskabinett hat am 31. Juli einen Gesetzentwurf gebilligt, der die Umsatzsteuerbefreiung für Bildungsangebote neu sortiert. Die Steuerbefreiung soll nur noch für Angebote gelten, „mit denen Bildungsabschlüsse nachgeholt werden können oder die direkt dem beruflichen Fortkommen dienen“.
Damit würden auch die VHS-Angebote in Waldenbuch um 19% teurer, wie z.B. Englisch- oder Gesundheitskurse. Das halten wir für eine falsche Entscheidung! In Zeiten, in denen es immer wichtiger wird, sich ausreichend zu bewegen, sich mit der Digitalisierung des Alltags zu befassen, Fremdsprachen zu beherrschen oder echte Nachrichten von Fake-News unterscheiden zu können, dürfen solche Angebote auf keinen Fall verteuert werden!
Nicht nur der Präsident des Städtetags, der Mannheimer Oberbürgermeister Kurz, (SPD), sondern auch unser ehemaliger SPD-Bundestagsabgeordneter Rainer Arnold wollen dieses Vorhaben stoppen: „Wenn eine Partei Bildungspartei sein will, muss Weiterbildung eher billiger werden anstatt teurer.“
Die Waldenbucher SPD sieht das ebenso und hat folgenden Beschluss gefasst:
„Der SPD Ortsverein missbilligt den Beschluss des Bundeskabinetts und fordert den Erhalt der Steuerbefreiung für alle Bildungsangebote!“
Anlässlich seines 70.Geburtstages wurde dem Waldenbucher SPD-Vorsitzenden Manfred Ruckh die selten vergebene Willy Brandt-Medaille verliehen. Vorstand und Gemeinderatsfraktion hatten die Auszeichnung gemeinsam und einstimmig beantragt.
Wie es im Begleittext der Urkunde heißt, werden damit die treue Verbundenheit zur SPD und das außergewöhnliche, langjährige Engagement für die Partei gewürdigt. Manfred Ruckh leitet nicht nur mit Verve den lokalen Ortsverein, sondern ist auch als Mandatsträger mit Leidenschaft am Werk.

Der Bundestagsabgeordnete Nils Schmid und die Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Ingrid Münnig-Gaedke, überreichten dem Jubilar die Medaille mit den besten Wünschen für die weitere politische Laufbahn. Im Rahmen der Geburtstagsfeier im Saal der Katholischen Betriebsseelsorge Böblingen hoben zahlreiche Redner insbesondere das Soziale als Leitmotiv für das zwischenmenschliche und politische Wirken von Manfred Ruckh hervor.
Harald Jordan
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