Allgemein
Leonberg: Jürgen Stolle ist die Willy-Brandt-Medaille, die höchste SPD-Auszeichnung, verliehen worden.
Von Arnold Einholz
„Geehrt wirst du nicht für ein sozialdemokratisches Lebenswerk, sondern weil wir auch in Zukunft mit dir als Sozialdemokrat rechnen." Das eröffnete Birgit Kipfer ihrem Parteigenossen Jürgen Stolle am Freitagabend. Die ehemalige baden-württembergische Landtagsabgeordnete hielt nämlich die Laudatio anlässlich der Verleihung der Willy-Brandt-Medaille an den scheidenden Vorsitzenden der SPD-Gemeinderatsfraktion.
Viele Weggefährten haben Jürgen Stolle in der SPD-Fraktion im Leonberger Gemeinderat in all den Jahren begleitet:
1984 In diesem Jahr zogen Erwin Staudt, Peter Pfitzenmaier, Helga Pflüger, Erich Pfrommer, Fritz Jauß, Werner Schoch, Else Ziegler, Wolfgang Fürst, Wilma Giesemann und Axel Güth für die Genossen in den Gemeinderat ein. Für den ausgeschiedenen Erwin Staudt rückte 1986 Jürgen Stolle nach
1989 Axel Güth, Frieder Wannenwetsch, Herta Maresch, Erich Pfrommer, Christa Weiß, Susanne Tromposch, Wolfgang Fürst, Wilma Giesemann, Jürgen Oswald, Erdmuthe Hassold. Nachgerückt sind in dieser Legislaturperiode Klaus-Dieter Hertig, Ulrike Schmidt und Erika Grassmann.
1994 Christa Weiß, Frieder Wannenwetsch, Herta Hahn, Regine Nachtmann, Elke Mangold, Betina Storm-Urbanski, Wolfgang Fürst, Peter von Lieven, Marcus Mörk sowie Renate Strauss
1999 Frieder Wannenwetsch, Elke Mangold, Marcus Mörk, Betina Storm-Urbanski, Christa Weiß, Wolfgang Fürst, Peter von Lieven, Wolfgang Schönleber, Bärbel Schwarz sowie Renate Strauss
2004 Ottmar Pfitzenmaier, Christa Weiß, Marcus Mörk, Wolfgang Schönleber, Wolfgang Fürst sowie Betina Storm-Urbanski
2009 Ottmar Pfitzenmaier, Christa Weiß, Wolfgang Schönleber, Wolfgang Fürst sowie Elviera Schüller-Tietze.
Eine Bürgermedaille und Affronts bei der ersten Ratssitzung.
Von Michael Schmidt
Am Ende hat er sich mit einem kurzen "Ich bin dann mal weg" verabschiedet, die schlichten Worte hat der SPD-Fraktionschef Jürgen Stolle zum Abschied nach 25 Jahren im Gemeinderat wohl gewählt. Die Dankesworte des Leonberger Oberbürgermeisters Bernhard Schuler und des "Ratsältesten" Erwin Widmaier waren ihm da schon gewiss - wie auch die Leonberger Bürgermedaille, die äußerst selten verliehen wird.
Der Stadtverband der SPD hat über den "Leonberger Weg" gesprochen - und über seine eigene Zukunft. Von Peter Meuer
Die Leonberger SPD hat während ihrer Mitgliederversammlung kritisch über die Zukunft der Stadt diskutiert. "Wir sind die große Kreisstadt mit der ältesten Bevölkerung im Landkreis", verwies Jürgen Stolle, der Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, auf die demografische Entwicklung. Zudem sei die Finanzlage alles andere als rosig. "Derzeit spielt uns zum Glück die gute Konjunktur in die Hände", betonte Stolle. "Wir kamen daher um die Diskussion herum, ob wir Teile des Stadtwaldes verkaufen."
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