Ortsverein
Hans Schmid hat eine nicht ganz untypische Genossen-Karriere:
als Kriegswaise begann er zu einer Mechaniker Lehre bei der Ludwigsburger Firma GETRAG. An politischen Fragen schon in der damaligen Adenauer-Ära sehr interessiert, trat er zunächst der IG Metall und dann schon im Jahr 1958 der SPD bei. Seine politischen Vorbilder waren der spätere erste sozialdemokratische Kanzler Willy Brandt und hier bei uns im „Ländle“ der „Vordenker“ Erhard Eppler. Mit Letzterem verband ihn auch eine persönliche Freundschaft.
Gefragt danach, ob er in so manchen krisenhaften Zeiten zwischendurch nicht auch mal an Rückzug aus der Partei gedacht hätte, verweist Hans Schmid darauf, daß man „nicht mitten im Rennen das Pferd wechseln sollte" und auf die wichtigen Grundüberzeugungen, für die die SPD nach wie vor steht:
eine solidarische Gesellschaftsordnung.
Ortsvereinsvorsitzender Matthias Wohlleben übergab nach einem Plausch mit dem Ehepaar Regina und Hans Schmid die Urkunde für 65 Jahre SPD-Mitgliedschaft und bedankte sich herzlich für diese ungewöhnliche Loyalität und jahrzehntelange Treue.
Wir machen Klimaschutz für alle bezahlbar. Auch bei der Wärmewende.
Damit Du das auch stemmen kannst, fördern wir den Einbau neuer Heizungen massiv mit ausreichenden Übergangsfristen.
Gas und Öl werden immer teurer. Deshalb ist es so wichtig, davon unabhängig zu werden. Wir wollen keine Winter mehr, in denen sich Menschen darüber sorgen müssen zu frieren.
Heizungen austauschen ist teuer. Wir sorgen mit üppigen Zuschüssen dafür, dass alle sich den Austausch leisten können. Egal, ob Familien mit geringen und mittleren Einkommen oder Rentnerinnen und Rentner: Niemand wird bei der Wärmewende alleine gelassen.
Am 23. Mai gab es wieder mal eine vielfältige Tagesordnung.
Neben Katastrophenschutzmaßnahmen, der polizeilichen Kriminalstatistik, Freiflächenphotovoltaik und dem Ersatzneubau der Fußgängerbrücke in Hausen und der Sanierung von Fachschaftsräumen und Klassenzimmern im JKG, ging es auch um den Mietspiegel von Weil der Stadt.
Die SPD Weil der Stadt hat in der Sitzung beantragt den Mietspiegel nur um 4,5% analog zum Mietpreisindex Baden-Württemberg zu erhöhen. Dieser Antrag wurde mehrheitlich vom Gemeinderat abgelehnt. Anschließend wurde der Verwaltungsvorschlag mit 1 Gegenstimme und 5 Enthaltungen beschlossen. Somit erhöhen sich die Mieten im Weiler Mietspiegel um 13,4% analog zur Steigerung des Verbraucherpreisindex (=Inflation von 12/2020 bis 12/2022).
Der Weiler SPD Vorsitzende Felix Mayer beklagt, dass der Gesetzesparagraf 558 d BGB handwerklich schlecht gemacht ist: "Es ist alles andere als wissenschaftlich oder sachgerecht, den Mietspiegel an die Inflation zu koppeln. Leider konnten wir keine Mehrheit für unseren Vorschlag im Gemeinderat erreichen. Die Folgen werden Mieterinnen und Mieter in den nächsten Jahren schmerzhaft selber erfahren werden."
Die Stuttgarter Zeitung berichtet:
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